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Populistische Aussagen der Arbeiterkammer diskreditieren Zeitarbeitsbranche

Die Fachgruppe der gewerblichen Dienstleister in der Wirtschaftskammer Vorarlberg weist die Anschuldigungen der Arbeiterkammer Vorarlberg hinsichtlich „Lohndumpings“ und „menschenunwürdigen Unterbringungen“ entschieden zurück.

zwei Männer
© riedmann photography/Frederick Sams Berufsgruppensprecher Manfred Kritzer und Fachgruppenobmann Pius Nachbaur weisen die Anschuldigungen entschieden zurück.

Den aktuellen medialen Angriff von Arbeiterkammerpräsident Hubert Hämmerle gilt es entschieden zurückzuweisen und die unwahren Aussagen richtigzustellen. Hämmerle behauptet unter anderem, dass die Unternehmen der Arbeitskräfteüberlassungsbranche Kollektivverträge umgingen. „Dies ist schlichtweg nicht wahr“, betont Manfred Kritzer, Berufsgruppensprecher der Vorarlberger Arbeitskräfteüberlasser und führt aus: „Der Kollektivvertrag der Arbeitskräfteüberlassung, der jährlich mit dem KV-Partner „Gewerkschaft PRO-GE“ ausgehandelt wird, ist einer der einkommensmäßig höchsten Kollektivverträge in Österreich und sichert in Verbindung mit den gesetzlichen Bestimmungen des Arbeitskräfteüberlassungsgesetzes zusätzlich ab, dass bei Überlassung in noch höher bezahlte Branchen dem Zeitarbeiter jeweils höhere Entgelt auszubezahlen ist.“ Die Behauptung, dass in einer Fabrik von zwei Arbeitnehmenden mit derselben Tätigkeit, Qualifikation und Berufserfahrung der Stammmitarbeitende das doppelte des Zeitarbeiters verdiene, ist schlichtweg falsch. 

Zeitarbeit ist Türöffner zu dauerhafter Anstellung

Die Zeitarbeit ist nicht nur ein entscheidendes Instrument, das den Betrieben eine in einer dynamischen Wirtschaft notwendige Flexibilität ermöglicht, sondern auch ein Türöffner in Vorarlbergs Top-Unternehmen. Das scheint AK-Präsident Hämmerle offenbar völlig zu verkennen, wie die Behauptung, dass Zeitarbeit das klassische Arbeitsverhältnis ersetzt, belegt. „Die Zeitarbeitsbranche bringt wesentlich mehr Arbeitssuchende in Beschäftigung als jede andere Branche. Zeitarbeit ist das Sprungbrett in eine dauerhafte Arbeitsbeziehung“, stellt Fachgruppenobmann Nachbaur klar und ergänzt: „Dass viele Zeitarbeitnehmer/-innen dennoch über Jahre in einem Beschäftigungsverhältnis mit dem Arbeitskräfteüberlassungsunternehmen bleiben, liegt am attraktiven Lohn- und Gehaltsniveau, den Weiterbildungsmöglichkeiten und nicht zuletzt am fairen und wertschätzenden Umgang zwischen Arbeitgeber und Zeitarbeiter.“ 

Während der Großteil der Zeitarbeiter/-innen in dauerhaften Überlassungsverhältnissen arbeitet und sich in Vorarlberg niedergelassen hat, vermitteln die Arbeitsüberlassungsbetriebe jedem und jeder einzelnen der temporär eingesetzten Zeitarbeiter/-innen ein attraktives und gut ausgestattetes Zimmer oder Appartement. „Die Behauptung, die Zeitarbeitnehmer/-innen würden ‚in menschenunwürdigen Unterkünften hausen‘ ist daher völlig inakzeptabel“, sagt Berufsgruppensprecher Manfred Kritzer und spricht eine klare Einladung gegenüber AK-Präsident Hämmerle aus: „Die Arbeitskräftebranche lädt Sie, Herrn Präsidenten Hämmerle, herzlich ein, sich einmal tatsächlich mit uns und unseren Mitarbeitenden anzuschauen, wie deren Wohnverhältnisse aussehen, und sich selbst einen Einblick zu verschaffen. Vielleicht urteilen Sie dann anhand von Fakten und hören damit auf, eine Branche, die Arbeitsplätze schafft und dem Wirtschaftsstandort Vorarlberg viele der dringend benötigten Fachkräfte vermittelt, zu diskreditieren.“ 

„Der Fokus sollte derzeit auf dem bestmöglichen Überwinden der Coronakrise liegen, das gelingt aber nicht durch Spalten und Aufhetzen, sondern nur in Form eines gemeinsamen, wertschätzenden Miteinanders. Vorarlbergs Arbeitskräfteüberlasser sind verlässliche Arbeitgeber, die den Arbeitsmarkt unterstützen und in die Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter investieren“, sagt Fachgruppenobmann Pius Nachbaur abschließend.

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