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Pflegelehre ausbremsen ist grob fahrlässig

Dass Gesundheitslandesrat Christian Bernhard die Pflegelehre nicht als Bindeglied der Fachkräfte-Versorgung des Pflegebereichs erachtet, stößt auf Unverständnis.

Dass Gesundheitslandesrat Christian Bernhard die Pflegelehre nicht als wichtiges Bindeglied in der Fachkräfte-Versorgung des Pflegebereichs erachtet, stößt bei der Fachgruppe der Vorarlberger Gesundheitsbetriebe in der Wirtschaftskammer auf Unverständnis.
© iStock Bereits 2020 werden in Vorarlberg 17,7 Prozent der Bevölkerung 65 Jahre oder älter sein.

Eine alleinige Konzentration auf die akademische bzw. schulische Schiene im Bereich der Pflegeausbildung könnte sich in den nächsten Jahren aufgrund des deutlichen demografischen Wandels drastisch auswirken. „Schon jetzt sind wir bei der Deckung des Personalstandes auf Pflegekräfte aus dem Ausland angewiesen. Wenn wir nicht auf diese Fachkräfte zurückgreifen könnten, würde unser System schon jetzt zusammenbrechen“, sagt Peter Girardi, Fachgruppenobmann der Vorarlberger Gesundheitsbetriebe. Vor allem in Zukunft wird sich so der Bedarf an Pflegekräften nicht decken lassen. Bereits 2020 werden in Vorarlberg 17,7 Prozent der Bevölkerung 65 Jahre oder älter sein. Mit diesem Faktor geht die Gleichung nicht auf.


Ein fertiges Konzept zur Pflegelehre gab es bereits 2006, bisher wurde nur ein Pilotprojekt umgesetzt. Für Lehrlinge wären viele Inhalte aus dem Pflegebereich relevant und sie würden sich für diese Aufgaben auch eignen, zumal keinesfalls vorgesehen ist, dass 15-jährige Jugendliche bereits in vollem Umfang in gewisse Tätigkeiten eingebunden werden und dauerhafte psychische und physische Belastungssituationen erleben müssen. Die betriebsgebundene Ausbildung bringt viele Vorteile sowohl für den Pflegebereich als auch für die Wirtschaft mit sich und wäre ein entscheidender Schritt gegen den drohenden Personalmangel. Ein Großteil der mehr als 50 Pflegebetriebe im Land würden sich als Ausbildungsbetrieb zur Verfügung stellen, jährlich könnten somit insgesamt mindestens 30 Lehrlinge ausgebildet werden. Dies zu ignorieren und sich weiter „auf das zu konzentrieren, was funktioniert“ – zumindest jetzt noch – ist daher fahrlässig und nicht verantwortungsvoll. „Wer jetzt nicht agiert, ist mitverantwortlich für den Pflegenotstand von morgen“, betont Klaus Müller, Sprecher der Pflegeheime in der Wirtschaftskammer Vorarlberg.

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