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Notwendiger Augenschutz vs. Alltagschic: Sportbrillen müssen immer mehr Leistung bringen

Der Trend geht in Richtung umfassend nutzbarer Sportbrillen, die auch als stylishe Accessoires gute Figur machen. Die Vorarlberger Landesinnung der Augenoptiker rät dennoch dazu, beim Kauf kritische Fragen zur Schutzfunktion zu stellen.

Der Trend geht in Richtung umfassend nutzbarer Sportbrillen, die auch als stylishe Accessoires gute Figur machen. Die Vorarlberger Landesinnung der Augenoptiker rät dennoch dazu, beim Kauf kritische Fragen zur Schutzfunktion zu stellen.
© adidas Sport eyewear Beim Laufen schützen, beim Chillen gut aussehen – die richtige Sportbrille beherrscht beides.

Die Temperaturen treiben die Österreicher zum Sporteln nach draußen – und dementsprechend steigen die Absätze bei Sportbrillen. Etwa die Hälfte der Menschen trägt laut einer Analyse des Marktforschungsinstituts Spectra Sehbehelfe. Etwa 200.000 kaufen sich jährlich neben einer neuen Brille auch eine Zweitbrille, zu denen auch die Sportbrillen gehören. Outdoor-Sportbrillen haben für die Augen vor allem eine Schutzfunktion: Sie verhindern wie ein großes Schild das Eindringen von UV-Licht, sind entspiegelt, sind bruchsicherer als Alltagsbrillen und schützen dank anatomisch angepasster Wölbung besser vor Wind, Pollen und Feinstaub.

Augenschutz alleine reicht nicht

Die Vorarlberger Landesinnung der Augenoptiker/Optometristen sagt: „Wir merken, dass unsere Kunden ihre Sportbrille zunehmend als Lifestyle-Accessoire sehen. Sie soll zum Outfit passen. Man will sie in der Früh zum Laufen tragen und am selben Nachmittag als Sonnenbrille beim Stadtbummel.“ Dementsprechend steigt auch das Interesse an optischen Sportbrillen, die an das eigene Sehvermögen angepasst und daher rund um die Uhr einsetzbar sind. Die ideale Outdoor-Sportbrille schützt bei allen Sportarten, korrigiert die eigene Fehlsichtigkeit und sieht dazu noch stylish aus.

Leicht und Leistungsstark: Die weiteren Brillentrends

Die Brillen werden immer leichter und schlanker. Ziel der Markenhersteller ist eine Brille, die möglichst wenig spürbar ist. „Jedes eingesparte Gramm zählt“, sagt die Landesinnung.
Hightech wird immer ausgeklügelter. Das betrifft vor allem die UV-Filter. Brauchten phototrope Gläser noch vor wenigen Jahren 1,5 Minuten, um die Tönung zu erreichen, dauert es jetzt nur mehr 20 Sekunden. Bestanden die Filter früher aus Folien, befinden sie sich jetzt in den Gläsern selbst. Auch das Spektrum des herausgefilterten Lichts hat sich auf 400 nm ausgedehnt.“

Beliebt sind Brillen, die sich für mehrere Sportarten eignen und die wichtigsten Schutzfunktionen für die Sportarten betonen: Brillen für Radfahrer schützen vor Fahrtwind, Insekten und dgl. und haben daher große Brillengläser mit variablen Durchbiegungskurven. Brillen für Wanderer betonen den UV-Schutz und bei Brillen für Läufer sind kontraststeigernde Brillengläser und ein sicherer Halt bei schnellen Bewegungen besonders wichtig.

Diese Fragen sollten Käufer von Sportbrillen stellen

Die Vorarlberger Landesinnung betont: „Obwohl der Style-Aspekt für Kunden jetzt mehr in den Vordergrund tritt, raten wir allen Hobbysportlern dazu, beim Kauf auf die Schutzfunktion zu achten und folgende Fragen zu stellen.“

  • Geht der UV-Schutz bis 400 nm?
  • Werden bruchsichere Kunststoffmaterialien eingesetzt?
  • Wie gut ist die Brille gegen das Beschlagen ventiliert?
  • Ist das Material robust und sind die Gläser mit einer Hartschicht gegen Kratzer geschützt?
  • Gibt es eine reflexmindernde Entspiegelung?
  • Fühlt sie sich fest und sicher an, sitzt sie gut?
  • Wie schwer ist die Brille?
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