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Optiker warnen: Sehschwäche am Steuer kann tödlich enden

Der Herbst bedeutet auch ein erhöhtes Sicherheitsrisiko für Autofahrer. Die meisten denken daran, das Fahrzeug bei jedem Wetter fahrtauglich zu machen, das eigene Sehen wird aber gerne vergessen, warnen die Vorarlberger Optiker.

Der Herbst ist da und damit auch frühe Dunkelheit, lange Dämmerung und rutschiger Asphalt – ein erhöhtes Sicherheitsrisiko für Autofahrer, denn das eigene Sehen wird gerne vergessen.
© Rodenstock Beschichtete Gläser helfen gegen Blendung: links mit, rechts ohne Autofahrer-Brille.

„Gerade im Herbst wird die Sehschwäche zur Achillesferse – ein Risiko, das von den meisten Autofahrern völlig unterschätzt wird“, sagt Rudolf Präg, Vorarlberger Landesinnungsmeister der Augenoptiker/Optometristen. Während Autos „zum Pickerl geschickt“ werden, gehen viele Fahrer nur alle paar Jahre zum Augenoptiker/Optometristen, um sich ihr „Pickerl“ fürs Auge zu holen. In der Zwischenzeit aufgetretene Sehschwächen, die sonst unauffällig sind, können jedoch im Straßenverkehr tödlich enden. Wenn zudem nachgewiesen wird, dass der Unfallfahrer mit einer mangelnden Korrektur seiner Sehschwäche gefahren ist, kann es zu Problemen mit seiner Versicherung kommen. Geschätzt 550.000 Autofahrer sind in Österreich mit mangelnder Sichtkorrektur unterwegs.

Das ist aber noch nicht alles: „Nur wenigen Autofahrern ist bewusst, dass ihre Alltagsbrille im Straßenverkehr eventuell nicht ausreichend ist“, sagt Präg. Brillen, die sich beispielsweise für den Arbeitsalltag eignen, schützen noch lange nicht vor den Herausforderungen des Straßenverkehrs. „Oft fällt das schon beim Fahren selbst auf - wenn beispielsweise Straßenschilder in der Nacht und bei Dämmerung spät oder schlecht erkennbar sind“, sagt Präg. Aber auch wenn alles in Ordnung erscheint, ist es für Autofahrer sinnvoll, bei der jährlichen Augenkontrolle ihren Augenoptiker/Optometristen zu fragen, ob ihre Alltagsbrille auch zum Autofahren geeignet ist. „Falls nicht, empfehlen wir den Kauf einer speziellen Autofahrer-Brille, die jene Schwächen ausgleicht, welche sich besonders beim Fahren ergeben.“ Sie bewahrt etwa vor Blendung, gewährt eine klare und kontrastreiche Sicht und schränkt das Blickfeld so wenig wie möglich ein. 

Tipp!

Das muss die richtige Brille fürs Auto können

  • Schutz vor Blendung: „Bei LED-Lichtern entgegenkommender Fahrzeuge ist der Blauanteil des Lichtspektrums besonders hoch. Das sorgt für unangenehme Blendung“, erklärt Präg. Zwar ist es hilfreich, rechts am entgegenkommenden Fahrzeug vorbeizuschauen, aber nicht immer ausreichend. Spezielle Brillengläser reduzieren dank Veredelung bzw. Beschichtung diesen Blauanteil des durchfallenden Lichts auf ein Minimum. Kontrastsehen und Farbwahrnehmung werden mithilfe spezieller Filter verbessert.
  • Gleitsichtgläser: 97 Prozent der Fahrzeit sehen wir in die Ferne bzw. auf den Verkehr. Dazwischen aber erfolgt ein sehr schneller Blickwechsel zwischen Straße, Rückspiegel und Armaturenbrett. Je mehr die Alterssichtigkeit fortschreitet, desto schwerer wird dieser Wechsel. Gleitsichtgläser für Autofahrer haben daher einen extra breiten oberen Bereich für die Fernsicht. Dieser ermöglicht auch bei Blicken aus den Augenwinkeln ein noch besseres Sehen.
  • Brillenfassung: Wichtig ist auch die richtige Fassung und Form der Brille. Möglichst dünne Fassungen und Bügel schränken das Blickfeld nicht ein; große Brillengläser sorgen außerdem dafür, dass man jegliches Geschehen im Außen- und Rückspiegel schon mit kleinsten Kopfbewegungen überblicken kann.
von

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