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Nicht die Technik dahinter verteufeln

Der Vorarlberger Energiehandel plädiert für einen technologieoffenen Zugang bei Raumwärme-Heizsystemen.

Institut für Wärme und ÖltechnikE.V.(IWO)
© Institut für Wärme und Öltechnik E.V. (IWO)

Der Vorarlberger Energiehandel ist sich seiner Ver­antwortung im Raumwärmemarkt bewusst und bekennt sich vollumfänglich zu den festgelegten Klima- und Energiezielen. Er spricht sich aber für einen technologieoffenen Zugang hinsichtlich der Verwendung von Heizsystemen in der Raumwärme aus, damit Innovation und Fortschritt in sämtlichen Branchen möglich bleiben. 

Bereits seit über zehn Jahren werden intensive Anstrengungen zur Effizienz­steigerung und Reduktion der CO2-Emissionen unternommen: Zum einen durch den privatwirtschaft­lich geförderten Umstieg von alten Ölheizungsanlagen auf energieeffiziente Brennwerttechnik – moderne Ölkessel sind hocheffizient, verbrennen praktisch feinstaubfrei und reduzieren den Jahresverbrauch drastisch. Zum anderen durch zukunftsfitte, ökonomische Hybridlösungen – die Kombination von bewährter Infrastruktur bzw. herkömmlichen Ölbrennwertgeräten mit innovativen, synthetischen Flüssig-Brennstoffen aus erneuerbaren Energieressourcen. 

 „Die Vision eines leistbaren, umweltschonenden und genormten Brenn- und Kraftstoffes,100 Prozent ,Made in Austria‘, kommt mit riesen Schritten. Dadurch leisten wir einen Beitrag zum Erreichen der Klimaziele und sorgen gleichzeitig dafür, dass bewährte Technik weiterhin verwendet werden kann“, betont Peter Aberer, Fachgruppenobmann des Vorarlberger Energiehandels.  Erste Vorzeigeinitiativen österreichischer Betriebe gibt es bereits. 

Auf landes- und bundespolitischer Ebene werden derzeit verschiedenste Szenarien diskutiert, wie eine Dekarbonisierung von Gebäuden und Heizsystemen erreicht werden kann und wie der konkrete Pfad dorthin aussehen soll. Erste Schritte wurden mit dem „Neubauverbot für feste und flüssige fossile Brennstoffe“ bereits gesetzt. Dabei werfen politische Ankündigungen, die bisher noch nicht in einen rechtsgültigen Rahmen gegossen wurden, in der Praxis bei Betrieben und Kunden „viele“ Fragen und Unklarheiten auf. 

Der Vorarlberger Energiehandel wehrt sich nicht gegen ein Ende von flüssigen, fossilen Brennstoffen (Heizöl) für die Raumwärmeerzeugung. Doch ein Verbot von Ölheizungen – und damit auch die Technik dahinter - bedeutet letztlich, dass Ölkessel entfernt werden müssen und die Verwendung von flüssigen, erneuerbaren Brennstoffen (sogenannte „green liquids“) für die Raumwärmegewinnung mangels entsprechender Heizsysteme unmöglich sein wird! 

Das heißt zudem, dass Ölheizungsbesitzer gezwungen werden, auf ein anderes Heizsystem umzusteigen. Dies trotz der Tatsache, dass es weltweit Forschungen und Versuchsanlagen zu „green liquids“ gibt, die problemlos in bestehenden Ölheizungen eingesetzt werden können. Die bestehenden Ölheizungen sind die Grundvoraussetzung für die Verwendung flüssiger Brennstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen. Nur wenn ein Verbot dieser Anlagen verhindert wird, ist sichergestellt, dass zukünftig anstelle von fossilen Brennstoffen auch „green liquids“ für die Raumwärmegewinnung verwendet werden können. In Vorarlberg könnten rund 30.000 Haushalte davon profitieren. 

Obmann Aberer appelliert an die Politik, die Lebensrealität und damit die sozialen Faktoren vieler Menschen in diesem Land zu berücksichtigen.

"Wir fordern die Mitglieder der Vorarlberger Landesregierung auf, in ihren Entscheidungen die Meinung von den Vorarlberger Ölheizungsbesitzern zu respektieren. Über 87 Prozent sind mit Ihrer Heizung sehr zufrieden oder zufrieden und sprechen sich klar gegen ein Ölheizungsverbot aus"
Peter Aberer, Fachgruppenobmann des Vorarlberger Energiehandels
Peter Aberer
© Frederick Sams

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