th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

Nächstes Reiseziel: Unser Vorarlberg!

#urlaubdaheim: Die Corona-Krise eröffnet uns als Urlauber/-innen ganz neue Perspektiven: Vorarlberg ist mehr als eine Reise wert. Entdecken wir unser Land neu, wieder und eben anders.

Die Corona-Krise eröffnet uns als Urlauber/-innen ganz neue Perspektiven: Vorarlberg ist mehr als eine Reise wert. Entdecken wir unser Land neu, wieder und eben anders.
© Peter Mathis - Vorarlberg Tourismus

Die südlichen EU-Länder sind bestrebt, noch vor dem Sommer die Grenzen für Touristen zu öffnen. Doch die Lage ist instabil. Damit wird Urlaub im eigenen Land immer konkreter. Und das ist weit mehr als nur eine Alternative.

„Vorarlberg ist ein kleines Land, das für seine landschaftliche, kulturelle Vielfalt geschätzt wird und wo es viel zu entdecken gibt“, sagt Vorarlberg Tourismus-Geschäftsführer Christian Schützinger. In der aktuellen Werbe-Kommunikation sollen die Zielgruppen unterschiedlich angesprochen werden: „Einheimische wollen wir anregen, das Land ,anders zu entdecken‘, indem sie auf die Dinge, die vor der Haustür liegen, einen anderen, bewussteren Blick werfen. Auch wir Vorarlbergerinnen und Vorarlberger können im Land noch viel Neues kennenlernen“, betont Schützinger. Österreichweit gelte Vorarlberg oft als Exot, deshalb gehe es bei vielen Menschen aus den anderen Bundesländern darum, dass sie unser Land erstmals kennenlernen, also ganz „neu entdecken“. Und für Stammgäste sei es wichtig, dass sie über die laufende Entwicklung gut informiert werden. Viele hätten schon gebucht und würden sehnsüchtig darauf warten, Vorarlberg auch diesen Sommer „wieder zu entdecken“. Die bevorstehende Öffnung der Grenzen nach Deutschland und die Schweiz am 15. Juni gibt Vorarlbergs Tourismusbetrieben neue Hoffnung auf eine einingermaßen respektable Sommersaison. Dazu beitragen soll eben eine Kommunikationskampagne, mit der Gäste aus Vorarlberg selbst, aus den anderen österreichischen Bundesländern sowie aus Deutschland und der Schweiz angesprochen werden.

Schönheit unseres Landes

Vorarlberg ist zudem ein schönes Land; ein Land, dessen Schönheit sich nicht nur auf Natur und Landschaft, sondern auch auf andere Bereiche erstreckt. Die Vielfalt der Schönheit und die damit verbundene Lebensqualität ist es auch, was unser Land von anderen Regionen unterscheidet. Im Bregenzerwald, um ein Beispiel zu nennen, harmonieren Naturlandschaft, Kulturlandschaft und Architektur in einer ganz speziellen Weise, im Gegensatz etwa zu vielen Tiroler Tälern, die ihre einstigen Eigenheiten längst einer beliebigen Erscheinung geopfert haben – und in denen der eine Ort deswegen aussieht wie der andere. Unsere Talschaften haben dagegen bewahrt, was sie zu bewahren hatten. Die Vorarlberger sind sich dieser Tatsache auch bewusst. In diesem Sinne sind auch Begriffe wie Regionalität, Landschaft und Heimat positiv besetzt, sie sind nicht abgrenzend gemeint.

Tourismus am Rad der Zeit

Vorarlbergs Tourismusgeschichte ist geprägt vom Pioniergeist von Familienunternehmen und einer bedächtigen, aber beharrlichen Weiterentwicklung der Vorarlberger Tourismuslandschaft.
Im Jahre 1893 wurde in Dornbirn der Landesverband für Fremdenverkehr, die heutige Vorarlberg Tourismus GmbH, gegründet. Das Besondere: Es waren Wirtschaftstreibende und nicht Philanthropen, von denen dies ausging. Die Ziele für die neue Institution lasen sich schon damals vielschichtig: Hebung des Bekanntheitsgrades des Landes, Förderung einer positiven Tourismusgesinnung und Hilfestellung für örtliche Verkehrs- und Verschönerungsvereine. Dies verändert alles: die Landschaft, die Infrastruktur, das Leben der Menschen.
Innerhalb weniger Jahrzehnte gelang um die Jahrhundertwende ein steiler Aufstieg von einem vorwiegend agrarisch und industriell geprägten Land zu einer bedeutenden Fremdenverkehrsregion. Voraussetzungen dafür bildeten die vielfältigen landschaftlichen Reize und die günstige Lage des Landes. Dazu kam der Ausbau der Infrastruktur ab der Mitte des 19. Jahrhunderts. Die Eröffnung der Vorarlbergbahn 1872 auf der Strecke Bludenz-Lindau und die Inbetriebnahme der Arlbergbahn 1884 bildeten Marksteine beim Ausbau und der Verbesserung der Verkehrswege und Verkehrsmittel. Damit war eine verkehrsmäßige Anbindung an das benachbarte Ausland und an Innerösterreich gewährleistet.


Etwa die Hälfte der Vorarlberger Export-Erlöse wurde bereits 1992 im Fremdenverkehr erwirtschaftet. Für die meisten Regionen des Landes – Arlberggebiet, Montafon, Brandnertal, Kleinwalsertal – ist er zur Existenzfrage geworden. Auch andere Wirtschaftszweige wie das Handwerk, Bau, Handel- und Dienstleistungsgewerbe profitieren stark vom Tourismus. Der Tourismus ist eine Schlüsselbranche mit einer landesweiten Strahlkraft und enormer gesamtwirtschaftlicher Bedeutung. Wie kaum ein anderer Wirtschaftszweig schafft der Tourismus direktes und indirektes Einkommen und sichert gerade im ländlichen Raum wirtschaftliche Existenzen. Ohne Tourismus wären ganze Täler und Regionen entvölkert. Im Tourismus 2018/2019 wurde von den Betrieben ein Gesamtumsatz von 2,7 Milliarden Euro erwirtschaftet. Mit den Umsätzen werden die Einkommen von 16.000 Mitarbeiter/-innen gesichert, Steuern bezahlt und notwendige Investitionen in die Zukunft getätigt.  Rund 40 Prozent des Gesamtumsatzes fließen aber in andere Bereiche wie Gewerbe und Handwerk, Handel, Verkehr oder Landwirtschaft ab. „Der Staat verdient von den Ausgaben des Gastes zehnmal mehr als der Unternehmer selbst, das belegt das enorm hohe Steueraufkommen der Branche. Aufgrund dieser Wertschöpfung und Umwegrentabilität ist der Tourismus für andere Branchen und damit für die Gesamtwirtschaft ein zentraler Faktor“, erklärt der neue Spartenobmann Markus Kegele.


Im Tourismusjahr 2018/19 haben rund 2,5 Millionen Gäste ihren Urlaub in Vorarlberg verbracht. 400.000 von ihnen waren Österreicher, also rund 16 Prozent. Allein im Sommer waren 1,3 Millionen Gäste in Vorarlberg, davon 240.000 (18 Prozent) aus Österreich. Sommer wie Winter machen jeweils 60.000 Vorarlberger Urlaub im eigenen Bundesland. Zudem kommen jährlich rund 1,4 Millionen Deutsche und 320.000 Schweizer zu uns.

Offene Grenzen

Durch die Grenzöffnung am 15. Juni ist die Region zwischen Stuttgart, München und Zürich mit einem sehr großen Einzugsgebiet hervorragend aufgestellt. Attribute wie Nachhaltigkeit, Architektur, Kultur und Natur werden gefragter sein denn je. „Wir arbeiten bereits ein Konzept für ein kleines, feines Kulturprogramm für Gäste und Einheimische aus, damit einem Kultursommer auf Vorarlberger Art nichts im Wege steht – natürlich unter Einhaltung aller notwendigen Sicherheits-Bestimmungen“, erklärt Urs Treuthardt, Geschäftsführer Bodensee Tourismus. Doch wie soll es gelingen, Einheimische als Gäste zu gewinnen? Treuthardt: „Auch hier müssen wir uns nicht verstellen oder eine andere Strategie fahren. Wir müssen den Einheimischen nur vor Augen führen, wie schön ihr Lebensraum ist und was für einen wichtigen Beitrag die Tourismusdienstleister dazu leisten.“ Er ist sich sicher, dass die Innovationskraft und Haltung der heimischen Betriebe, die Branche mittelfristig gestärkt aus dieser Krise führen werden.
Abwechlungsreichtum ist für Manuel Bitschnau, Geschäftsführer der Montafon Tourismus GmbH, ein entscheidendes Asset für Vorarlberg. „Vorarlberg und seine sechs Urlaubsdestinationen bieten auf kleinstem Raum mehr Abwechslung als jedes andere Bundesland Österreichs. Bodensee, Bergseen, Berge, Gletscher, Städte, charmante Dörfer, tolle Bergbahnen, viel Freizeitinfrastruktur, hervorragende Gastronomie und Unterkünfte, kurze Wege, guter ÖPNV, Museen, Kulturveranstaltungen und vieles, vieles mehr. Viele Vorarlberger kennen das eigene Bundesland nicht so gut wie andere Flecken auf der Erde. Hier gilt es noch viel zu entdecken. Mittels sehr kurzer Anreise sind tolle Urlaube möglich, die dem Angebot in anderen Bundesländern um nichts nachstehen.“

Vielfältiges Vorarlberg

Angenehm überschaubar und erstaunlich facettenreich: Vorarlberg belohnt seine Besucher mit großen Glücksmomenten. In den Bergen erfreut das Wechselspiel von Alpweiden, Wäldern, Bergseen, Flüssen und felsigen Gipfeln. In den Städten und Dörfern überrascht das Miteinander von traditioneller und zeitgenössischer (Holz-)Architektur. Hervorragend schmeckt die regional geprägte Küche (siehe Bericht gegenüber).Umschauen empfiehlt sich und ist dazu noch komfortabel. Das öffentliche Verkehrsnetz ist bestens ausgebaut, die Entfernungen sind kurz.
Auch für Kerstin Biedermann-Smith, Geschäftsführerin der Alpenregion Vorarlberg, ist Vorarlberg ein Raum voller Möglichkeiten – auch (oder gerade besonders) jetzt. „Der heurige Sommer gibt uns Zeit, um die Vielfalt der Landschaft, der Menschen und der Entdeckungen kennenzulernen. Wir können das Alltägliche mit neuen Augen sehen und zum Gast im eigenen Land werden. Das ist ein Geschenk, das wir nutzen sollten“, sagt Biedermann-Smith.

Merian Vorarlberg

Im Reiseführer „Vorarlberg“, erschienen im renommierten Merian-Verlag, findet sich folgendes Zitat: „Ob Bodensee oder hochalpine Landschaften – Vorarlberg hat’s. Ob weitläufiges Rheindelta oder enge grüne Täler – Vorarlberg hat’s. Ob junge Architektur oder lebendige Kultur – Vorarlberg hat wirklich alles. Was für ein Glück für die Vorarlberger – und für uns Urlauber!“ Der Reiseführer ist mittlerweile vergriffen. Doch das Zitat hat nach wie vor seine Gültigkeit. Und wer das nicht sieht, der will nicht sehen.


Perspektive: Vorarlberger Kulinarik, das besondere „Asset“

„Regional“ und „echt“ sind nur zwei de zahlreichen Attribute, die auf das überregional bekannte heimische Kulinarikangebot und die besondere Gastlichkeit der Vorarlberger zutreffen.

Die Top-Destination Vorarlberg besticht vor allem auch durch ein ganz spezielles „Asset“: Die besondere Kulinarik samt unvergleichlicher Gastlichkeit, die beide zusammen eine überregionale Strahlkraft erzeugen. Ob im klassischen Wirtshaus oder in der Haute Cuisine-Küche – hier gilt quer durch die Bank die Devise „regional und echt“. Und diese Devise reduziert die Speisekarten keinesfalls nur auf Riebel, Kässpätzle, Hafaloab und Co. Natürlich werden hier und dort auch Einflüsse aus den großen internationalen Küchen deutlich, aber immer mit dem besonderen „Vorarlberger Touch“. Essen und Trinken ist hier nicht nur reine Verpflegung, sondern ein Erlebnis – und das hat bei Gästen (auch den Einheimischen!) nicht nur einen hohen Stellen-, sondern vor allem auch Wiedererkennungswert. Apropos Speisekarte: Köchin und Kochbuch-Autorin Karin Kaufmann aus Egg erklärt dazu ihre besondere Sichtweise

„In diesen Zeiten schätze ich unser Land noch mehr. Ich bin dankbar, hier leben zu dürfen, ich fühle mich tief verwurzelt und gut aufgehoben. Es gibt so viel Schönes zu entdecken, Kulturgüter wie Architektur, Handwerk und Tracht, die großartige Landschaft mit den herzlichen Menschen. Es gibt aber auch so zahlreiche gute, ehrliche Produzenten, abseits vom ‚heile Welt Marketing‘, die uns mit authentischen Lebensmitteln von hoher Qualität und Frische versorgen. Dazu kommen die familienbetriebenen Hotels und Wirtshäuser, die sich mit Herzlichkeit und Freude völlig unaufgeregt um ihre Gäste kümmern. Ich brauche gar keine Speisekarte, ich will auch keine große Auswahl, ich möchte nur die Gewissheit, dass ich auf meinem Teller ehrliche Produkte bekomme: Gut verarbeitet und wertschätzend eingekauft, fair zu Tier und Umwelt, fair zu unserem schönen Land. Diese Verantwortung, Regionalität, Kulinarik und Gastlichkeit in Kombination mit einer unvergleichlichen Kulisse macht es aus, dass ich mich hier im Land rundum richtig wohlfühle.“


Das könnte Sie auch interessieren

Public Health-Experte Dr. Armin Fidler und WKV-Präsident Hans Peter Metzler.

Stab der Vorarlberger Wirtschaft: „Wir sind keine epidemiologische Insel!“

Der Expertenstab der Wirtschaftskammer und des Landes hat sich bei seinem inzwischen fünften Treffen vor allem mit der aktuellen epidemiologischen Entwicklung befasst, zu der der ausgewiesene Public Health-Experte Dr. Armin Fidler interessante Inputs und einen Gesamtüberblick gab. mehr

Stab der Vorarlberger Wirtschaft: „Weg vom Panikmodus“

Stab der Vorarlberger Wirtschaft: „Weg vom Panikmodus“

Der Expertenstab der Wirtschaftskammer und des Landes hat sich beim heutigen sechsten Treffen unter anderem mit neuen Lösungsansätzen zur Bewältigung der Corona-Krise befasst, die der Vorarlberger Ökonom David Stadelmann im Rahmen seines Vortrags skizzierte. „Wir sind in einer neuen Phase, was aber nicht heißt, dass wir uns zurücklehnen dürfen. Vielmehr müssen wir unsere Blickwinkel öffnen“, sagte Präsident Hans Peter Metzler. mehr