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Lohnnebenkosten weiter senken

Kommentar von Hans Peter Metzler, Präsident der Wirtschaftskammer Vorarlberg

Kommentar von Hans Peter Metzler, Präsident der Wirtschaftskammer Vorarlberg
© gerenme/iStockphoto/Thinkstock Die Entlastung des Faktors Arbeit muss aber weitergehen, weil Dienstgeber und Dienstnehmer gleichermaßen davon profitieren.

Der Arbeitgeberbeitrag zum Familienlastenausgleichsfond wurde mit 1. Jänner 2017 von 4,5 auf 4,1 Prozent gesenkt. In genau einem Jahr erfolgt eine weitere Reduktion auf 3,9 Prozent. Schon vorher ist die Absenkung des Unfallversicherungsbeitrages bzw. des Beitrages zum Insolvenz-Entgelt-Fonds in Kraft getreten. Die Betriebe sparen sich rund eine Milliarde Euro an Lohnzusatzkosten – ein Erfolg, für den auch die Wirtschaftskammer verantwortlich zeichnet.  Die Entlastung des Faktors Arbeit muss aber weitergehen, weil Dienstgeber und Dienstnehmer gleichermaßen davon profitieren: Die Arbeitslosigkeit sinkt, weil Firmen mehr Mitarbeiter einstellen können. Die Unternehmen werden konkurrenzfähiger und erhalten mehr Aufträge, die Mitarbeiter bekommen – endlich – mehr Netto von Brutto. Das fördert wiederum die Leistungsbereitschaft und erhöht die Realeinkommen bzw. die Kaufkraft. Denn noch immer kommen bei einem durchschnittlichen Arbeitnehmer nur 50,5 Prozent des Lohnes an. Der Rest wandert zum Fiskus bzw. an die Sozialversicherung. Niemand muss fürchten, dass weniger Steuern und Sozialabgaben zu weniger Leistungen des Staates bzw. der Sozialversicherung führen. Denn Benchmarks zeigen, dass etwa bei der Kranken- und Pensionsversicherung nach wie vor große Effizienzsteigerungen ungenutzt sind. Diese würden zweifellos viel positiver bilanzieren, wenn man das Pensionsalter der Frauen – so wie im übrigen Europa – rascher erhöht bzw. eine Pensionsautomatik einführt, die das Antrittsalter regelmäßig an die Lebenserwartung anpasst.

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