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Lehre in Vorarlberg: Motivation der Betriebe ist ungebrochen hoch

Dr. Christoph Jenny, WKV-Direktor, stellt zu den Aussagen von Egon Blum klar: „Die Leistungen unserer Ausbildungsbetriebe dürfen nicht kleingeredet werden! Unsere Betriebe sind hochmotiviert.“

Dr. Christoph Jenny, Direktor der Wirtschaftskammer Vorarlberg: Unsere Betriebe sind hochmotiviert, was die Ausbildung von Lehrlingen betrifft.“
© WKV/Walser Dr. Christoph Jenny, Direktor der Wirtschaftskammer Vorarlberg: "Unsere Betriebe sind hochmotiviert, was die Ausbildung von Lehrlingen betrifft.“

Der Anteil der Lehreintritte ist in Vorarlberg über viele Jahre konstant über 50 Prozent geblieben. Die aktuelle Lehrlingsstatistik der Wirtschaftskammer Vorarlberg weist auf eine weitere Stabilisierung der Lehrlingszahlen hin. „Trotz demografischer Herausforderungen gelingt es uns, den Anteil der Jugendlichen, die sich für eine Lehre entscheiden, weiterhin hoch zu halten“, erklärt Wirtschaftskammer-Direktor Jenny und betont: „Die Motivation unserer Betriebe, sich in der Lehrlingsausbildung zu engagieren, ist ungebrochen hoch.“ Dass sich die Zahl der Ausbildungsbetriebe reduziert hat, lässt sich laut Jenny mit der Struktur der Unternehmen erklären: „Die Entwicklung der Betriebe und deren Struktur zeigen, dass fast die Hälfte der Betriebe überhaupt nur einen Lehrling ausbilden. Diese kleinen Unternehmen tun sich im Wettbewerb um die Jugendlichen am schwersten und finden oft keine geeigneten Kandidaten und fallen dann aus der Lehrlingsausbildung heraus.“

Was die überbetrieblichen Ausbildungszentren betreffe, sei die Situation in Vorarlberg nicht unmittelbar mit jener in anderen Bundesländern vergleichbar, sagt WKV-Direktor Jenny: „Wir sehen die ÜAZ als Ergänzung und nicht als Ersatz zur betrieblichen Ausbildung von Lehrlingen. Vor drei Jahren wurden die 150 Plätze in Vorarlberg kurzzeitig aufgestockt; nun gehen wir wieder auf 150 zurück, weil nicht alle Plätze von Jugendlichen besetzt wurden.“

Vielfältige Unterstützung für Ausbildungsbetriebe

Das von Egon Blum angesprochene „Versäumnis“, Betriebe bei der Ausbildung finanziell zu unterstützen, ist für Jenny nicht nachvollziehbar: „Über die Lehrstellenförderung werden in Vorarlberg schon jetzt fast elf Millionen Euro pro Jahr an die ausbildenden Betriebe ausgeschüttet. Diese finanziellen Mittel werden über den Insolvenz-Ausfallgeld-Fonds aufgebracht und somit von allen Unternehmen getragen. Speziell für kleinere Betriebe, die sich in der Lehrlingsausbildung engagieren wollen, steckt in diesem Instrument noch viel Potenzial.“ Darüber hinaus setze man mit der Umsetzung der Kompetenzchecks für Lehrlinge wichtige Schritte zur weiteren Qualitätssicherung in der Lehre. Und mit den Ausbildungsberatern werden die Lehrbetriebe bei der Optimierung der Lehrlingsausbildung unterstützt.

„Leistungen der Betriebe nicht kleinreden!“

Abschließend stellt WKV-Direktor Christoph Jenny klar: „Die Leistungen unserer Ausbildungsbetriebe dürfen nicht kleingeredet werden, ganz im Gegenteil: Die Ausbildungsbetriebe sollten stärker für ihre Leistungen an den Jugendlichen und der Gesellschaft anerkannt und unterstützt werden. Mit ihrem persönlichen Engagement in der Lehrlingsausbildung ermöglichen unsere Unternehmer den Jugendlichen die beste Basis für eine berufliche Karriere.“

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