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Lehrberuf „Pflegeassistenz“: Jetzt Umsetzung angehen

Damit sich der hohe Bedarf an Pflegekräften in naher Zukunft decken lässt, muss die Pflegelehre schnellstmöglich eingeführt werden.

Damit sich der hohe Bedarf an Pflegekräften in naher Zukunft decken lässt, muss die Pflegelehre schnellstmöglich eingeführt werden, fordert Peter Girardi, Fachgruppenobmann der Vorarlberger Gesundheitsbetriebe.
© iStock Peter Girardi, Fachgruppenobmann der Gesundheitsbetriebe Vorarlberg, fordert die rasche Einführung des Lehrberufs „Pflegeassistenz“.

Im Rahmen der Eröffnung des 68. österreichischen Städtetages in Feldkirch hatte Wiens Ex-Bürgermeister Michael Häupl kürzlich betont, dass die Finanzierung des abgeschafften Pflegeregresses zwar geklärt, damit aber „nur ein winziger Teil des Themas Pflege“ abgedeckt sei. Er forderte ein Konzept ein, das nicht nur die Pflege zu Hause sichere, sondern die Qualität insgesamt: Pflege sei „hochqualifizierte Arbeit“, stellte Häupl klar. Diesen Vorstoß kann Peter Girardi, Fachgruppenobmann der Gesundheitsbetriebe, nur begrüßen und nimmt damit Anstoß zu einer neuerlichen Forderung nach der Einführung der Pflegelehre: „Wir müssen den Nachschub an Pflegekräften jetzt sicherstellen, um Personalengpässen vorzubeugen. Denn schon jetzt würde unser System ohne die zahlreichen ausländischen Pflegekräfte zusammenbrechen.“ 

Lehrberuf „Pflegeassistenz“

Im Pflegebereich mangelt es keinesfalls an beruflichen Möglichkeiten, in Vorarlberg gibt es derzeit mehr als 50 Pflegeheime. Für die unverzichtbare Arbeit, die auch in der Hauskrankenpflege und der 24-Stunden-Betreuung geleistet wird, müsse aber auch entsprechendes Personal zur Verfügung stehen. Dabei sei der Lehrberuf „Pflegeassistenz“ als wichtige Ergänzung zu den bestehenden Bildungspfaden zu verstehen und verfolge keinesfalls Tendenzen zur flächendeckenden Professionalisierung, betont Girardi. Derzeit ist die Ausbildung für einen Pflegeberuf nur über die Krankenpflegeschulen möglich, die ein Mindestalter von 17 Jahren vorschreiben. Viele Absolvent/-innen arbeiten anschließend in Krankenhäusern und nur selten in Seniorenheimen oder in der Hauspflege. Entscheidend sei, dass die Pflegelehre junge Menschen bereits nach der neunten Schulstufe anspreche. Dadurch könnten weitaus mehr junge Menschen für eine sinnvolle Tätigkeit – insbesondere im Umgang mit älteren Menschen – gewonnen und Überbrückungszeiträume vermieden werden, betont der Fachgruppenobmann.

„Best Practice“ in der Schweiz

Girardi verweist einmal mehr auf das Erfolgsmodell aus der Schweiz: Dort gebe es seit 2006 die ähnlichen Lehrberufe „Fachangestellter Gesundheit“ und „Fachangestellter Betreuung“: „Diese Ausbildungen haben sich seit ihrer Einführung zu den Dritt- bzw. Viertbeliebtesten überhaupt entwickelt“.

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