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Lebensmittel-Nahversorgung ist weiterhin sehr gut

Eine aktuelle Strukturerhebung zeigt: 99 Prozent der Vorarlberger haben mindestens ein Geschäft mit Vollsortiment im Ort.

Seit 1970 erhebt die Fachgruppe des Vorarlberger Lebensmittelhandels die Verkaufsflächen des Lebensmitteleinzelhandels im Land. Die Analyse 2019 zeigt, dass 99 Prozent der Vorarlberger mindestens ein Geschäft mit Vollsortiment im Ort haben.
© istock Seit 1970 erhebt die Fachgruppe des Vorarlberger Lebensmittelhandels die Verkaufsflächen des Lebensmitteleinzelhandels im Land. Die Analyse 2019 zeigt, dass 99 Prozent der Vorarlberger mindestens ein Geschäft mit Vollsortiment im Ort haben.

Die Fachgruppe des Vorarlberger Lebensmittelhandels erhebt seit 1970 jährlich die Verkaufsflächen des Lebensmittel-Einzelhandels mit Vollsortiment und seit 1990 von Diskontern. „Die Nahversorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln ist weiterhin sehr gut: 99 Prozent der Vorarlberger haben mindestens ein Geschäft mit Komplettsortiment im Ort“, kommentiert Fachgruppenobmann Dietmar Brunner die aktuelle Erhebung und erklärt: „Zum Stichtag sind nur neun Gemeinden dauernd ohne Lebensmittelgeschäft. Ein wichtiger gesellschafts- und sozialpolitischer Beitrag des Lebensmittelhandels liegt in der weitgehend flächendeckend funktionierenden Nahversorgung mit Lebensmitteln und Gütern des täglichen Bedarfes.“

Abseits der Standorte und Verkaufsflächen spielen im Wettbewerb Themen wie Nachhaltigkeit und insbesondere Regionalität einzelner Sortimente eine immer größere Rolle. Ein vollständiges Sortiment an Lebensmitteln bzw. Waren des täglichen Bedarfs bieten in Vorarlberg 230 Geschäfte an, die Gesamtfläche beträgt rund 129.000 m2. Über alle Betriebstypen hinweg bestehen aktuell 613 Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von ca. 145.000 m2.

 

Vollsortiment

Zum Stichtag der Erhebung bestehen 199 Lebensmittel-Vollsortimenter mit einer Verkaufsfläche von 110.826 m². Ein Vergleich mit der Situation von vor fünf Jahren zeigt 198 Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von 105.000 m2.

 

Diskonter

Zum Stichtag bestehen 31 Diskonter mit 18.628 m2 Verkaufsfläche. Die Zahl der Lebensmittel-Diskonter hat sich seit 1990 von 19 auf 31 erhöht und deren Verkaufsfläche ­– ausgehend von ursprünglich 5.600 m2 – mehr als verdreifacht. In den vergangenen Jahren ist es wieder zu einer sehr dynamischen Entwicklung gekommen, die vor allem in Richtung Vollsortiment und hin zu Markenartikeln, sowie auf den Frischebereich (z.B. Brotbackboxen) abzielt.

 

Nahversorgung

Mit den Veränderungen der Betriebstypen ist ein signifikanter Wandel der Versorgung einzelner Regionen erfolgt. Die Standorte und Verkaufsflächen haben sich stetig aus kleinen Orten sowie Zentren zu Ballungsräumen bzw. zur Peripherie hin verlagert. In der jüngeren Vergangenheit sind wieder stärker Investitionen in zentral gelegene Standorte auszumachen, auch in kleineren Gemeinden.

 

Teilsortiment

Neben dem Lebensmittelhandel mit Vollsortiment und Diskontern tragen zahlreiche Geschäfte mit einem eingeschränkten Sortiment zur Vielfalt des Lebensmittelangebotes bei. „Insgesamt 94 Standorte entfallen auf Geschäfte mit einem speziellen Sortiment. Das sind Nischengeschäfte für vegane Lebensmittel, Bio- und Naturkost ebenso wie Spezialitätenläden und Geschäfte mit regionalem Produktbezug sowie Sennereien“, informiert Brunner. Die Verkaufsfläche dieser Geschäfte beläuft sich auf rund 5.000 m².

Auf Bäckereibetriebe und Brotverkaufsstellen entfallen aktuell 174 Standorte mit ca. 5.000 m2. An 56 Standorten gibt es Metzgereien und Fleischfachgeschäfte mit einer Verkaufsfläche von 2.150 m². Bäckereien und Metzgereien mit einem Grundsortiment an Lebensmitteln erfüllen teilweise eine Nahversorgerfunktion.

An 27 Standorten haben sich kleinere Lebensmittelgeschäfte mit einem ethnischen Sortiment am Markt etabliert. Daneben bieten 32 Tankstellenshops ein umfangreiches Sortiment an Lebensmitteln an, die Verkaufsflächen betragen ca. 2.500 m².

 

Arbeitsplätze

Im Vorarlberger Lebensmittelhandel sind rund 5.700 Arbeitnehmer beschäftigt und ca. 400 Lehrlinge finden ihren Ausbildungsplatz mit einer fundierten Berufsausbildung und sehr guten Entwicklungsmöglichkeiten. „Dazu kommen die Beschäftigten und Lehrlinge in den anderen Betriebstypen, die Lebensmittel anbieten (Metzgereien, Bäckereien). Damit zählt der Lebensmittelhandel zu den größten Arbeitgebern im Land“, erklärt Brunner.

Als Abnehmer stellen der Vorarlberger Lebensmittelhandel und dessen Kaufleute, die traditionell viel Wert auf eine bevorzugte Vermarktung heimischer, regionaler Produkte legen, die bei weitem wichtigsten Partner für die heimischen Landwirte sowie Betriebe der Lebensmittelbe- und -verarbeitung dar. „Damit leisten sie einen sehr wesentlichen Beitrag zur Wertschöpfung und regionalen Unverwechselbarkeit des Landes Vorarlberg“, betont der Fachgruppenobmann abschließend.

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