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Lasst uns keine Gräben aufreißen!

Kommentar von Hans Peter Metzler, Präsident der Wirtschaftskammer Vorarlberg

Flexiblere Arbeitszeiten nützen allen, erklärt WKV-Präsident Hans Peter Metzler.
© Marcel Hagen "Flexiblere Arbeitszeiten nützen allen", erklärt WKV-Präsident Hans Peter Metzler.

Leider nimmt die Polemik in Sachen flexible Arbeitszeit überhand. Zahlreiche Falschmeldungen kursieren in den Medien, bewusst gestreut oder aus bloßer Uninformiertheit. Es ist zudem überflüssig, sich zu empören, dass die Regierung nun umsetzt, was sie angekündigt hat. Dazu gibt es eine eindeutige Vorgeschichte: Bekanntlich haben AK und ÖGB vor einem Jahr die Sozialpartnerverhandlungen zu flexiblen Arbeitszeiten fast vor Abschluss mit einer völlig unsachgemäßen Junktimierung um die sechste Urlaubswoche torpediert.

Die jetzige Reform der Arbeitszeit bringt Unternehmern wie Arbeitnehmern mehr Bewegungsfreiheit. In Zeiten eines globalen Wettbewerbsdruckes, kürzerer Produktionszyklen, Konjunkturschwankungen etc. ist dies eine dringende Notwendigkeit. Das sollte man sich von den Gewerkschaften nicht kaputtreden lassen. Das Schüren von Ängsten und bewusstes Missinterpretieren von Aussagen zum Thema Arbeitszeitmodernisierung, steht dem sachlichen Dialog entgegen und lässt die Vermutung zu, dass es vor allem darum geht, verkrustete Strukturen zu bewahren.

Uns ist klar, dass flexible Arbeitszeiten keine Einbahnstraße sein dürfen. Notwendig sind faire Lösungen für den Arbeitnehmer. Es geht darum, Arbeitszeit besser und sinnvoller zu verteilen, nicht um Arbeitszeitverlängerung. Flexibel arbeiten heißt nicht mehr arbeiten. Wirtschaft lässt sich nicht teilen. Wir sitzen alle in einem Boot. Lasst uns daher keine Gräben aufreißen!

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