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Klimaschutz: Zurücklehnen ist keine Option, Panikmache aber auch nicht!

Vorarlberg ist in Sachen Klimaschutz und Energieeffizienz Vorreiter. Das verdanken wir vor allem auch den starken – und freiwilligen – Bemühungen der heimischen Wirtschaft.

Vorarlberg ist in Sachen Klimaschutz und Energieeffizienz Vorreiter. Das verdanken wir vor allem auch den starken – und freiwilligen – Bemühungen der heimischen Wirtschaft.
© iStock Vorarlberg kann seine Vorreiterrolle nützen und im besten Fall Nachahmer finden.

Globaler Klimawandel, Klimaschutz, Umwelt und Energie: Für die Vorarlberger Wirtschaft sind das keine Trendthemen. Seit Jahren bemüht sich die heimische Wirtschaft in Sachen Energieeffizienz und Treibhausgas-Ausstoß, und das hat auf lange Sicht bereits positive Auswirkungen gezeigt. Die Vorgaben im Rahmen der Energiezukunft Vorarlberg werden sogar übererfüllt“, betont Hans Peter Metzler, Präsident der Wirtschaftskammer Vorarlberg. Die Ergebnisse des aktuellen Energie- und Monitoringberichts bestätigen den Weg der freiwilligen Maßnahmen der Vorarlberger Wirtschaft einmal mehr: Der Energieverbrauch ist bei gleichzeitigem Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum kaum gestiegen und konnte in Bezug auf die Wirtschaftsleistung sogar deutlich gesenkt werden. „Das heißt aber nicht, dass es jetzt nichts mehr zu tun gibt“, sagt Metzler.

Der beste Klimaschutz ist „Made in Vorarlberg"

Umgesetzte Energiesparmaßnahmen und eine Energieeffizienzsteigerung senkten den Endenergieverbrauch pro Wirtschaftsleistung bzw. Bruttoregionalprodukt von 914 Kilowattstunden pro 1.000 Euro im Jahr 2005 auf 620 Kilowattstunden pro 1.000 Euro im Jahr 2017 - und somit um insgesamt 32 Prozent. Im Sektor Industrie und Gewerbe wurden in diesem Zeitraum kumuliert vier Prozent weniger CO2 ausgestoßen. „Weil ein nachhaltiger, verantwortungsvoller und effizienter Umgang mit Energie und Ressourcen nicht nur ein zentraler Standort- und Wettbewerbsfaktor, sondern auch ein unverzichtbarer Beitrag zur Bewältigung der aktuellen Herausforderungen ist,  dürfen wir uns auf diesen Ergebnissen nicht ausruhen“, betont Marco Tittler, Direktor-Stv. der Wirtschaftskammer Vorarlberg.

0,006 Prozent
© WKV

Null komma null null sechs Prozent

Der Wahlkampf und die Verpflichtung Österreichs, bis zum Jahresende einen nationalen Energie- und Klimaplan (NEKP) an die EU-Kommission zu übermitteln, sorgen für eine besondere politische Dynamik. Dabei werden vor allem Forderungen nach Abgaben und Steuern auf klimaschädliche Treibhausgase vorgebracht, die den vermeintlich effizientesten Weg zur Reduktion des Ausstoßes darstellen. Es ist jedoch zu befürchten, dass solche Vorstöße – der österreichische Anteil an den globalen Emissionen beträgt nur ca. 0,2 Prozent – vor allem jene Unternehmen treffen, die in Sachen Klimaschutz ohnehin schon sehr viel geleistet haben.

Drei Prozent der österreichischen CO2-Emissionen fallen in Vorarlberg an, was einem Globalanteil von 0,006 Prozent entspricht. Die sechs größten CO2-Emittenten der Welt stoßen über 60 Prozent aus. Die verschwindend geringe Relevanz im weltweiten Emissionsgefüge könnte bei diesem Vergleich nicht besser verdeutlicht werden. Es braucht eine Ablösung des Denkens, dass Klimaziele nur dann erreicht seien, wenn das Reduktionsziel auf eigenem Boden und praktisch unter einer hermetischen Kuppel umgesetzt wird. Der Klimawandel braucht eine globale Lösung.

Vorreiter sein

„Obwohl wir unsere Hausaufgaben gemacht haben, heißt das noch lange nicht, dass wir uns von globalen Bemühungen um die CO2-Reduktion ausnehmen sollen oder dürfen“, hält WKV-Präsident Metzler fest. Die Wirtschaft kann den Klimawandel vor allem deshalb meistern, weil bereits früh erkannt wurde, dass Keativität und Innovation der Schlüssel zum Erfolg sind. Vorarlberg hat sich unter konsequenten und jahrelangen Bemühungen zu einer Art Modellregion entwickelt und muss zukünftig mit Österreich und Europa als Vorreiter zeigen, dass man ökologisch und ökonomisch erfolgreich sein kann.

„Die Vorarlberger Betriebe nehmen im Umgang mit Ressourcen und in Sachen Effizienz österreichweit eine absolute Vorreiterrolle ein. Das heißt aber nicht, dass wir uns jetzt zurücklehnen können.“
Hans Peter Metzler, Präsident der Wirtschaftskammer Vorarlberg


WKV-Präsident hans Peter Metzler
© Marcel Hagen

Richtige Maßnahmen setzen

Unser Beitrag zum Klimaschutz darf sich nicht an einer sturen und radikalen Reduktion orientieren. Vielmehr gilt es, sich an den eigenen Rahmenbedingungen und vor allem Kompetenzen zu orientieren - und einen technologie- und innovationsbasierten Ansatz zu forcieren. Dazu braucht es aber auch eine Politik, die den dazu passenden Rahmen schafft und die Wirtschaft mit den richtigen Maßnahmen unterstützt.  Diese müssen sozial gerecht sein und einen Lenkungseffekt haben. Sie sollen stimulieren, denn es braucht viel mehr Investitionen in die Zukunftstechnologien. Kreativität und Innovation muss weiterhin nach Kräften gefördert werden. „Und das geschieht nunmal über Anreize und nicht über Verbote und restriktive Maßnahmen“, führt Tittler aus.

Klimaschutz auf Vorarlberger Art

Exportstarke und mit Schlüsseltechnologien ausgestattete Wirtschaftsstandorte wie Vorarlberg haben das Potenzial, gleichermaßen marktfähige wie auch nachhaltige und klimafreundliche Prozesse, Produkte, Dienstleistungen und Konsummuster nach außen zu tragen. Das Marktpotenzial für nachhaltige Produkte ist besonders groß. Es gilt daher umso mehr, regionale Wertschöpfung zu schaffen und den Produktionsstandort zu stärken. Denn für jede Tonne CO2, die in Österreich bei der Produktion anfällt, werden andernorts 1,8 Tonnen eingespart. Außerdem: In Vorarlberg wird heute um fast ein Drittel effizienter produziert als vor etwa zehn Jahren. „Klimaschutz auf Vorarlberger Art bedeutet, Vorreiter zu sein, zu zeigen, wie man es richtig machen kann. Dazu gehört aber auch, die Produktion im Land zu halten und dafür die Bedingungen so zu gestalten, dass die Betriebe keinen unverhältnismäßigen Standortnachteilen unterliegen“, sagt Hans Peter Metzler.

Die Abwanderung von Betrieben in Länder mit niedrigen ökologischen Standards ist zu vermeiden, Entwicklungen müssen zugelassen und dann auch gezielt gefördert werden. Panikmache und Schlechtreden des Standorts sind keine adäquaten Mittel. „Vorarlberg kann so zur Modellregion für zukunftsweisende Produktion und nachhaltigen Tourismus werden. Leben, Arbeiten, Wohnen sollen im Einklang sein. Wir können ein Vorbild sein und im besten Fall auch Nachahmer finden“, betont Tittler.

Die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Betriebe darf nicht aufs Spiel gesetzt werden. Denn das belastet zwangsläufig die gesamte Bevölkerung
Marco Tittler, Direktor-Stellvertreter der Wirtschftskammer Vorarlberg


Dir-Stv. Marco Tittler
© Dietmar Walser

Standortfaktor Umwelt und Energie

Die Rahmenbedingungen für einen erfolgreichen, zukunftsfähigen und starken Wirtschaftsstandort werden immer  schwieriger. Umweltpolitik ist eines der zahlreichen wichtigen Themenfelder, mit denen sich die Wirtschaftskammer gemeinsam mit den heimischen Unternehmen intensiv auseinandersetzt.

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