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Klimaschutz: Ökologisch und ökonomisch erfolgreich sein.

Vorarlberg bleibt in Sachen Klimaschutz und Energieeffizienz Vorreiter. Das verdanken wir vor allem auch den starken und freiwilligen Bemühungen der heimischen Wirtschaft.

Vorarlberg kann in Sachen Umwelt & Energie seine Vorreiterrolle nützen und im besten Fall Nachahmer finden.
© iStock Vorarlberg kann in Sachen Umwelt & Energie seine Vorreiterrolle nützen und im besten Fall Nachahmer finden.

Die Wirtschaft kann den Klimawandel vor allem deshalb meistern, weil bereits früh erkannt wurde, dass Kreativität, Kompetenz und Innovation, Forschung und Entwicklung, Netzwerkpflege und das Mitwirken bei der Gestaltung von Rahmenbedingungen der Schlüssel zum Erfolg sind - und die Tatsache, dass wir als Wirtschaftskammer das Thema Nachhaltigkeit nicht nur als Trend betrachten, sondern ständig an allen möglichen Stellschrauben justieren, an Entwicklungen und Projekten dranbleiben und Neues anstoßen. Vor allem aber die heimische Wirtschaft ist in Sachen Energieeffizienz und Treibhausgas-Ausstoß seit vielen Jahren bemüht: Obwohl der Energieverbrauch noch nicht im intendierten Maß angepasst werden konnte, ist die generelle Entwicklung sehr erfreulich und eine Trendumkehr messbar. „So nahm der Produktionsindex der Wirtschaft um 45 Prozent zu und das Bruttoregionalprodukt stieg um 64,3 Prozent. Demgegenüber steht eine Zunahme am Endenergieverbrauch von 2,7 Prozent im selben Zeitraum“,  betont Hans Peter Metzler, Präsident der Wirtschaftskammer Vorarlberg. Der Energieverbrauch ist bei gleichzeitigem Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum also kaum gestiegen und konnte in Bezug auf die Wirtschaftsleistung sogar deutlich gesenkt werden. Denn die Energieintensität der heimischen Wirtschaft – also der Energieverbrauch pro Bruttoregionalprodukt – wurde um rund 40 Prozent verbessert. Dazu kommt, dass  durch den Ausbau erneuerbarer Energieträger und das nur geringfügige Wachstum  des Energieverbrauchs die energiebedingten CO2-Emissionen um 5,5 Prozent gesunken sind. „Es zeigt sich einmal mehr, dass der Weg der Vorarlberger Wirtschaft mit den großteils freiwilligen Maßnahmen der richtige ist. Der nachhaltige, verantwortungsvolle und effiziente Umgang mit Energie und Ressourcen wurde schon lange als zentraler Standort- und Wettbewerbsfaktor erkannt“, stellt Metzler klar.

Die Vorarlberger Betriebe nehmen im Umgang mit Ressourcen und in Sachen Effizienz österreichweit eine absolute Vorreiterrolle ein. Sie haben das „Zieldreieck“ Ökologie, Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit schon lange erkannt.
WKV-Präsident Hans Peter Metzler

Vorreiter sein

Eine fortschrittliche Energiepolitik kann nicht ohne Berücksichtigung von Wettbewerbsfaktoren und globalen Entwicklungen betrieben werden. Und sie darf auch keinesfalls durch Überregulierung, zunehmende gesetzliche Eingriffe und Auflagen erschwert werden. Immer wieder werden Abgaben und Steuern auf Treibhausgase gefordert, die den vermeintlich effizientesten Weg zur Reduktion des Ausstoßes darstellen. Die „Modellregion Vorarlberg“ zeigt, wie es auch ohne zusätzliche bürokratische Hürden gehen könnte und ruht sich auch hier nicht auf den bisher erzielten Erfolgen aus. Zur Erinnerung ein kurzes Zahlenspiel:  Der österreichische Anteil an den globalen Emissionen beträgt nur ca. 0,2 Prozent – von diesem Globalanteil wiederum fallen in Vorarlberg lediglich 0,006 Prozent an, das sind drei Prozent der österreichischen CO2-Emissionen. Allein die sechs größten CO2-Emittenten der Welt stoßen über 60 Prozent des Globalanteils aus. Die Zahlen sprechen für sich. „Inwiefern müssen wir uns dann in Vorarlberg – und in Österreich – die Frage stellen, ob Klimaziele nur dann erreicht sind, wenn das Reduktionsziel auf eigenem Boden und unter einer quasi hermetischen Kuppel umgesetzt wird? Der Klimawandel braucht eine globale Lösung. Es braucht Ideen, Vorreiter und Nachahmungspotenzial – und den Willen dazu. Umwelt und Wirtschaft dürfen nicht auseinanderdividiert werden, es braucht vielmehr eine wirtschaftsverträgliche Umsetzung umwelt- und energiepolitischer Rahmenbedingungen“, fordert Metzler.

Verantwortung übernehmen

Unter konsequenten Bemühungen auf meist freiwilliger Basis leisten die heimischen Betriebe mit kreativen und innovativen Ansätzen sehr viel. Vorarlberg kann heute vorzeigen, dass man ökologisch und ökonomisch erfolgreich sein kann. „Unsere exportstarken und mit Schlüsseltechnologien ausgestatteten Unternehmen haben nicht nur das Potenzial, gleichermaßen marktfähige wie auch nachhaltige und klimafreundliche Prozesse, Produkte oder Dienstleistungen nach außen zu tragen. Auch von innen wird der nachhaltige Umgang auf verschiedensten Ebenen gelebt. Dass wir hier längst eine Vorreiterrolle eingenommen haben, zeigt vor allem auch die beeindruckende Bilanz von Ökoprofit“, führt WKV-Direktor Christoph Jenny aus. Seit über 20 Jahren ist mit dem Netzwerk ein regional stark verankertes und anerkanntes Umweltmanagementsystem etabliert. Über 170 Betriebe sind heute Teil davon.

Nachhaltigkeit und Klimaschutz – das muss auf allen Ebenen gefördert werden, auch indem wir selbst dazu beitragen.
WKV-Direktor Christoph Jenny

Die Wirtschaftskammer Vorarlberg unterstützt und begleitet Ökoprofit seit vielen Jahren als Träger, ist maßgeblich an der Entwicklung des Nachhaltigkeitsmoduls ÖKOPROFIT Plus beteiligt und selbst zertifiziert. Wir können mit gutem Beispiel vorangehen und hinterfragen, was wir selber noch an unseren Standorten verbessern können“, sagt Jenny. Dadurch könne die Wirtschaftskammer Vorarlberg auch selbst praxisorientierte Expertise zur weiteren Ausgestaltung der Inhalte des Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagements beisteuern. Auf dem großen Dach am WIFI-Standort in Dornbirn wird eine Photovoltaik-Anlage in Betrieb genommen, die in Zusammenarbeit mit der illwerke vkw im Rahmen eines Contractings realisiert wird. Auf einer Fläche von über 400 Quadratmetern sollen 244 Photovoltaik-Module mit einer Gesamtleistung von rund 81 „Kilowatt-Peak“ für einen jährlichen Ertrag von ca. 81.000 Kilowattstunden sorgen. Das entspricht dem Jahresverbrauch von ca. 17 Haushalten. Nach der Inbetriebnahme wird der WIFI-Standort rund 98 Prozent des erzeugten Sonnenstroms direkt nutzen können.

Für das große Ganze

Dreh- und Angelpunkt in unseren Bemühungen bleibt stets die klare Vision: Vorarlberg soll eine international angesehene Modellregion für nachhaltige Entwicklung, Klimaschutz und Energieeffizienz werden und seine wirtschaftliche Innovationskraft für enkeltaugliche Lösungen nutzen. Dazu braucht es eine gemeinsame Positionierung, die zusammen mit der umfassenden Kommunikation der Themen forciert werden muss. „Das gelingt vor allem dann, wenn die Leistungen unserer Unternehmen sichtbar sind und so überregionale Strahlkraft erlangen“, führen Metzler und Jenny aus.

Nachlesen!

„Warum Nachhaltigkeit kein Selbstläufer ist“ und welche Maßnahmen die Wirtschaftskammer Vorarlberg zu diesem Zukunftsthema umsetzt und ausarbeitet, können Sie in unserer Sonderbeilage „Gestärkt aus der Krise auf Vorarlberger Art!“ vom 11. September 2020 nachlesen.

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