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Kinderbetreuung: Sommer ist große Herausforderung

Mit Blick auf die bevorstehenden Sommerferien ist das Thema Kinderbetreuung in aller Munde. Neun Wochen Ferien stellen Familien mit Schulkindern vielfach vor zeitliche Herausforderungen: Das Betreuungsangebot ist vielerorts nicht ausreichend.

Mädchen in der Schule
© iStock Neun Wochen Schulferien und Schließzeiten in den Kindergärten sorgen für einen erhöhten Betreuungsbedarf durch die Eltern. Gerade für diese Zeit braucht es einen Ausbau der Lern- und Betreuungsangebote im Land.

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist ein gesellschaftliches Schlüsselthema. Für berufstätige Eltern ist die Situation vor allem hinsichtlich der Öffnungszeiten der Betreuungseinrichtungen oft nicht zufriedenstellend. Die Sommermonate verschärfen die Problematik zusätzlich: Neun Wochen Schulferien und Schließzeiten in den Kindergärten sorgen für einen erhöhten Betreuungsbedarf durch die Eltern. Gerade für diese Zeit braucht es einen Ausbau der Lern- und Betreuungsangebote im Land. 

Potenziale der Frauen nutzen und Fachkräftemangel verringern

„Das Thema Kinderbetreuung ist entscheidend für den beruflichen Wiedereinstieg: Laut einer Untersuchung des Österreichischen Instituts für Familienforschung zählen verfügbare Kinderbetreuungsplätze (49 Prozent), die Bedürfnisse des Kindes (47 Prozent) und die finanzielle Situation der Familie (46 Prozent) zu den stärksten Einflussfaktoren“, informiert Evelyn Dorn, Vorsitzende der Frau in der Wirtschaft (FiW), und führt aus: „Es sind immer noch mehrheitlich Frauen, die den Spagat zwischen Arbeit und Familie meistern müssen. Für sie ist eine gesicherte Kinderbetreuung essenziell, um rasch wieder ins Arbeitsleben zurückkehren zu können.“ Die Frauen sind so gut ausgebildet wie noch nie und nur so kann deren Potenzial für den Wirtschaftsstandort Vorarlberg und die Unternehmen bestmöglich genutzt werden. Zusätzlich schützt es diese vor instabilen Erwerbskarrieren, geringen Einkommen und einer potenziellen Altersarmut. FiW fordert daher einen gesetzlich verankerten Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung ab dem ersten Geburtstag bis zum 14. Lebensjahr – und zwar flächendeckend, ganztägig, qualitätsvoll und leistbar. 

Elementarpädagogik als Zukunftschance

Eine frühe Förderung von Begabungen und Unterstützung bei Defiziten durch eine Betreuungseinrichtung sorgt für faire Bildungschancen und schafft das Fundament für einen erfolgreichen Übertritt in die Schule. „Wenn Vorarlberg bis 2035 der chancenreichste Lebensraum für Kinder sein möchte, gilt es die Kinderbetreuung massiv auszubauen, sagt FiW-Vorsitzende Evelyn Dorn: „Gerade sozioökonomisch benachteiligte Kinder profitieren stark von qualitätsvoller Elementarbildung.“ 

Die Vorteile einer frühen Förderung:

  • 26 Prozent der Vorarlberger Kinder in der Kleinkindbetreuung bzw. im Kindergarten haben nicht Deutsch als Muttersprache, der frühe Besuch einer Bildungseinrichtung und die damit verbundene Förderung der sprachlichen Kompetenz trägt massiv zur Chancengleichheit bei.
  • kognitive Fähigkeiten sowie Lernfreude und Sozialverhalten aller Kinder werden verbessert.
  • Ökonomisch gewinnbringend: jeder hier investierte Euro kommt in der Zukunft achtfach zurück.
  • Langfristige volkswirtschaftliche Nutzeffekte durch höhere Beschäftigungsquoten und Steuerleistungen sowie besserer Gesundheit. 

Standortattraktivität durch Kinderbetreuung

Gerade für junge Familien ist das Thema Kinderbetreuung auch ein wichtiger Faktor für die Wahl des Wohnortes. Oftmals ist die unzureichende Möglichkeit der Kinderbetreuung Grund für einen Umzug in ein Ballungszentrum. Daher gilt es gerade in ländlichen Gebieten das Betreuungsangebot flächendeckend und ganztägig auszubauen. Nur so ist es für beide Elternteile möglich, einer Vollzeit-Anstellung nachzukommen. „Das Angebot muss für Kinder aller Altersklassen, vom ersten bis zum 14. Lebensjahr, gewährleistet sein“, stellt Dorn klar und betont erneut: „Wichtig ist, dass die Betreuung nicht nur während der Schulzeit erfolgt, sondern vor allem auch während der Ferien angeboten wird.“ WKV-Vizepräsidentin Petra Kreuzer ergänzt, dass „gerade in Zeiten von Corona erkannt wurde, wie wichtig der regelmäßige Unterricht und die ganztägige Betreuung sind“. Zudem müssen die Schließtage reduziert werden und für Kinderbetreuung und Kindergarten koordiniert zur gleichen Zeit stattfinden, damit Eltern gemeinsam Urlaub machen können.

 

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