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Kein guter Tag für Europa

WKV-Präsident Hans Peter Metzler bedauert den heutigen Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union. Volle Unterstützung für unsere Exportbetriebe.

Für Vorarlbergs Wirtschaft geht es beim Vereinigten Königreich um den siebtwichtigsten Exportmarkt.
© iStock Für Vorarlbergs Wirtschaft geht es beim Vereinigten Königreich um den siebtwichtigsten Exportmarkt.

„Heute ist ein trauriger Tag für Europa. Aber dennoch gilt es, bis zum Jahresende nach vorne zu schauen und eine möglichst enge Partnerschaft zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich auszuhandeln“, erklärt Hans Peter Metzler, Präsident der Wirtschaftskammer Vorarlberg. „Wir werden unsere Unternehmen in dieser Situation mit unserem AußenwirtschaftsCenter in London und unserem Team in der Außenwirtschaftsabteilung weiterhin bestmöglich unterstützen“, sagt Metzler.

Klar sei, der BREXIT schadet nicht nur dem Vereinigten Königreich und seinen Bürgerinnen und Bürgern, sondern schwächt auch die Europäische Union erheblich. Eine aktuelle Studie des Londoner Instituts für Wirtschafts- und Sozialforschung (NIESR) belege, dass der BREXIT dem Vereinigten Königreich weit mehr als der Mitgliedsbeitrag an die EU kostet: Über die nächsten Jahre werden der britischen Wirtschaft umgerechnet mehr als 80 Milliarden Euro verloren gehen.

Mit dem EU-Austritt tritt eine Übergangsphase in Kraft, die bis Ende Dezember 2020 dauert. Das bedeutet für österreichische Unternehmen, dass es bis Jahresende 2020 keine Änderungen in der Geschäftstätigkeit mit dem Vereinigten Königreich geben wird und man

  • weiterhin reibungslos im Rahmen der Warenverkehrsfreiheit nach Vereinigten Königreich liefern kann.
  • weiterhin keine Zollformalitäten befolgen muss und auch keine Einfuhrumsatzsteuer fällig ist.
  • weiterhin Dienstleistungen im Rahmen der Dienstleistungsfreiheit erbringen kann.
  • weiterhin Fachkräfte in das Vereinigte Königreich im Rahmen der Personenfreizügigkeit entsenden kann. 

Vereinigtes Königreich bleibt wichtiger Handelspartner

„Trotz BREXIT bleibt das Vereinigte Königreich für uns ein wichtiger Handelspartner und Absatzmarkt. Aus Sicht der Wirtschaftskammer und im Sinne unserer Betriebe muss deswegen ein möglichst umfassendes EU-Abkommen das Ziel der Verhandlungen sein. Ist das bis Ende 2020 nicht zu schaffen, sollte diese Übergangsphase unbedingt verlängert werden“, erklärt Präsident Metzler. Für Vorarlbergs Wirtschaft geht es beim Vereinigten Königreich um den siebtwichtigsten Exportmarkt. Im ersten Halbjahr wuchs das Exportvolumen um 5,2 Prozent. Das Wachstum sei wohl auch damit zu erklären, dass viele Firmen aufgrund der Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem BREXIT ihre Lager in Großbritannien gefüllt und Lieferungen noch forciert haben.
 

Die Wirtschaftskammer bietet heimischen Unternehmen mit dem BREXIT-Infopoint weiterhin umfassende Information, Beratung und Service!
 
BREXIT INFOPOINT
T: 0590900-5590
Mo-Do 8:00-16:30 Uhr
Fr 8:00-16:00 Uhr
E-Mail: brexit@wko.at
Web: wko.at/brexit

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