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Karfreitag: Regierung findet salomonische Lösung

Lösung der Karfreitags-Frage: Im Sinne des EuGH-Urteils bleibt Gleichbehandlung aller Arbeitnehmer/-innen gewahrt.

Lösung der Karfreitags-Frage: Im Sinne des EuGH-Urteils bleibt Gleichbehandlung aller Arbeitnehmer/-innen gewahrt.
© wko/schlagenhaufen

Wirtschaftskammer-Direktor Christoph Jenny hält die von der Regierung vorgelegte Variante zum Karfreitag für eine salomonische Lösung einer komplexen Materie. „Die Regierung hat auf die Kritik von allen Seiten reagiert und nun einen Kompromiss präsentiert, der es jeder Arbeitnehmerin, jedem Arbeitnehmer ermöglicht, diesen viel diskutierten Feiertag zu konsumieren.“ Es liege nun ein Plan am Tisch, der auch die Wirtschaft nicht überfordere und Rechtssicherheit gewährleiste, wie es bei bislang diskutierten Überlegungen nicht der Fall gewesen wäre. Zudem bleibe der vom EuGH geforderte Gleichheitsanspruch vollinhaltlich gewahrt. Die Option, den Arbeitnehmern das einseitige Recht zu geben, bei Einhaltung einer Dreimonatsfrist einen persönlichen Feiertag zu verlangen, sei eine faire Lösung.

Dieser einseitige Rechtsanspruch des Arbeitnehmers muss drei Monate im Voraus beim Arbeitgeber geltend gemacht werden. Wenn der Arbeitgeber den Mitarbeiter ersucht, an diesem Tag doch zu arbeiten, kann dieser  wählen, ob er der Bitte folgt oder beim Urlaubsantritt bleibt. Arbeitet der Arbeitnehmer, dann hat er Anspruch auf das doppelte Entgelt und der Urlaubstag ist nicht verbraucht. Für die Unternehmen bedeute diese Lösung zwar Herausforderungen im Betriebsablauf, da aber kein ganzer Feiertag hinzukommt, trage die Wirtschaft diesen Kompromiss im Sinn einer Lösung für alle mit.

Die ursprünglich geplante Halbtags-Regelung zum Karfreitag hätte weitreichende rechtliche Probleme gebracht. Besonders für den Lebensmittelhandel hätte die ursprünglich geplante Halbtags-Regelung Umsatzeinbußen und logistische Probleme gebracht – mit spürbaren Nachteilen für die Konsumenten beim Einkauf im Vorfeld der Osterfeiertage. 

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