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Tax Freedom Day: Positver Trend mit Verbesserungspotenzial

Junge Wirtschaft und Junge Industrie zum Tax Freedom Day: Ein positiver Trend mit weiterhin sehr viel Verbesserungspotenzial – Abgabenquote entscheidet über Wettbewerbsfähigkeit!

Die Gesamtbelastung durch Steuern und Abgaben ist nach wie vor zu hoch“, findet der Vorsitzende der Jungen Wirtschaft Vorarlberg, Alexander Abbrederis.
© unsplash "Die Gesamtbelastung durch Steuern und Abgaben ist nach wie vor zu hoch“, findet der Vorsitzende der Jungen Wirtschaft Vorarlberg, Alexander Abbrederis.

Mit dem 4. August 2018 fällt der Tax Freedom Day 11 Tage früher aus als 2017. An diesem Tag hat der durchschnittliche österreichische Steuerzahler genug verdient, um sämtliche Abgaben und Steuern bezahlen zu können. Die Junge Industrie und die Junge Wirtschaft zeigen sich erfreut über den anhaltenden Trend, zeigen aber auch auf, dass Österreich im OECD-Vergleich die fünfthöchste Abgabenquote hat.

„Dass der positive Trend fortgesetzt wird ist eine sehr gute Nachricht für unseren Standort und jeden einzelnen Österreicher. Das Ziel muss es sein die Abgabenquote nachhaltig auf unter 40 Prozent zu senken“, ist Katharina Rhomberg, Vorsitzende der Jungen Industrie Vorarlberg (JI) überzeugt. „Es ist natürlich sehr erfreulich, dass die Menschen heuer früher in die eigene Tasche arbeiten und etwas weniger für den Staat – die Richtung stimmt! Bei aller Freude ist aber klar: Die Gesamtbelastung durch Steuern und Abgaben ist nach wie vor zu hoch“, findet auch der Vorsitzende der Jungen Wirtschaft Vorarlberg (JW), Alexander Abbrederis. 

Im Vergleich weiterhin hohe Belastung

Österreich liegt im OECD-Vergleich weiterhin auf dem fünftschlechtesten Platz. Mehr Abgaben bezahlt man derzeit nur in Frankreich, Italien, Deutschland und Belgien. Laut OECD gehen in Österreich 47,4 Prozent der gesamten Lohnkosten bei einem alleinstehenden Durchschnittsverdiener an die Finanz und die Sozialversicherung. „Der eingeschlagene Weg der Bundesregierung zur Stärkung des Standortes sollte daher konsequent weiterverfolgt werden“, so Rhomberg.

Lohnnebenkostensenkung ohne drastischen Leistungsabbau

Es gilt nun weiter in Richtung mehr Effizienz zu gehen. „Unser Staat kann locker eine gewisse Verschlankung erfahren ohne, dass dabei die Leistungen für die Bürger drastisch beschnitten werden müssten. Transparenz, Effizienz und die Beseitigung von Doppelgleisigkeiten sind Gebote der Stunde. Langfristig müssen aber heiße, unpopuläre Eisen angegangen werden“, ist Rhomberg überzeugt. Gegen Steuern und Abgaben sei prinzipiell nichts einzuwenden, solange mit dem Steuergeld auch Sinnvolles finanziert werde: „Statt in ein unzeitgemäßes Pensionssystem, sollten wir lieber in Aus- und Weiterbildung sowie in Forschung und Innovation investieren.“

Freiheiten für Investitionen schaffen

„Ziel muss es sein, die Abgabenquote auf unter 40 Prozent zu reduzieren. Es wird den Unternehmerinnen und Unternehmern laufend abverlangt, effizienter zu wirtschaften - das kann man auch vom staatlichen System verlangen“, so Abbrederis. Eines ist klar: die digitale Zukunft erfordert Investitionen, damit die Unternehmen gewappnet sind und Freiräume für das proaktive Gestalten ihrer Geschäftsmodelle haben. „Für uns bedeutet das, Kapital frei zu machen – einerseits indem man die Belastungen senkt – Stichwort Abgabenquote – und andererseits indem man eine möglichst hohe Bandbreite an Finanzierungsmöglichkeiten für Unternehmen zur Verfügung stellt“, so Abbrederis weiter.

Belastungsfrage ist zukunftsentscheidend

„An der Frage der Abgabenquote entscheidet sich die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen und damit der Wohlstand der kommenden Generationen“, sind sich die Vorsitzenden der Jungen Wirtschaft und Jungen Industrie einig. „Angesichts des härter werdenden Wettbewerbs, kann nur ein konkurrenzfähiger Standort sicherstellen, dass Wohlstand erarbeitet und weiterhin verteilt werden kann.“

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