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Interview: Robert Redweik

Robert Redweik: „Nicht zu viel Zeit auf Papier verschwenden. Loslegen!“

Robert Redweik ist Dozent an der Ludwig-Maximilians-Universität München, hat dort das Entrepreneurship Center mit aufgebaut und hält Geschäftsplanungskurse und Entrepreneurship Seminare. Er hat zwei Start-ups gegründet und ist Popsänger.
© Michael de Boer Robert Redweik ist Dozent an der Ludwig-Maximilians-Universität München, hat dort das Entrepreneurship Center mit aufgebaut und hält Geschäftsplanungskurse und Entrepreneurship Seminare. Er hat zwei Start-ups gegründet und ist Popsänger.

Robert Redweik ist Dozent an der Ludwig-Maximilians-Universität München, hat dort das Entrepreneurship Center mit aufgebaut und hält Geschäftsplanungskurse und Entrepreneurship Seminare. Er hat zwei Start-ups gegründet und ist Popsänger. Am 17. Oktober ist Redweik Speaker bei der Gründerveranstaltung „Der Weg in die Selbstständigkeit“ - alle Infos: www.wkv.at/events/derweg. „Die Wirtschaft“ hat ihn vorab zum Gespräch gebeten. 

Was sind die brennenden Fragen von Gründern?

Meist sind es ganz verschiedene: Angefangen von der Grundmotivation, einer gewissen Angst vor dem Risiko, bis hin zu praktischen Dingen wie: Was ist eine gute Idee? Was ist ein gutes Team? Welche Unternehmensform wähle ich? Was brauche ich sonst alles? Woher bekomme ich das Geld bzw. die Finanzierung für meine Gründung?

Gründer in Vorarlberg geben „der eigene Chef sein“ und „flexibler in der Zeit- und Lebensgestaltung sein“ als häufigs-te Gründungsmotive an. Entspricht das auch Ihrer persönlichen Erfahrung am LMU Entrepreneurship Center?

Lebensgestaltung und Freiheit sind sicher starke Treiber. Aber selbstständig heißt eben auch „selbst und ständig“. Man wacht damit auf und geht damit ins Bett. Und auch mit all den Risiken und Rückschlägen muss man klarkommen können. Erfolge feiern ist nicht schwer, aber Probleme zu meistern, das macht einen Gründer bzw. Unternehmer aus.

Wenn es eine „zündende“ Idee gibt und der Entschluss zur Unternehmensgründung gefallen ist - was sollten die
nächsten Schritte sein?

Kurz einen Plan machen, gute Mitstreiter finden und vor allem: Anfangen! Nicht zu viel Zeit auf Papier verschwenden. Loslegen. Man lernt ohnehin nur auf dem Weg.

...und was sind die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Business-Modell?

In der Theorie sicherlich: Innovation, Profitabilität, Nachhaltigkeit. Aber in der Praxis vor allem auch: Spaß an der Sache.  Freude an der Idee, der Arbeit, dem Team. Und sicher auch etwas Glück und das richtige Timing.

Dabei sprechen Sie aus Erfahrung: Sie haben selbst zwei Start-ups mitgegründet. Eines im Bereich Getränke (BALIS) und eines im Bereich Social Media (STARZOOM)...

BALIS, eine Basilikum-Limonade, ist neben der Musik mein „Haupt-Start-up“. Die Gebiete sind verschieden, aber ich denke, es gibt viele Gemeinsamkeiten und allen voran steht: Kreativität, unkonventionell sein und ein gewisser „Geht nicht gibt’s nicht“-Ansatz.

Was waren für Sie als Gründer die größten Herausforderungen?

Die gibt es jeden Tag! Ich denke, die größte ist es, nicht aufzugeben, neue Wege zu gehen, auch wenn die gedachten nicht immer funktionieren. Das betrifft das Produkt selbst und auch die Finanzierung generell.

Geht’s bei der zweiten Gründung schon leichter?

Jede unternehmerische Vorerfahrung ist wertvoll und wichtig. Nicht umsonst haben ganz „Große“ bzw erfolgreiche Gründer es auch erst beim dritten  oder vierten Mal geschafft.

Sie haben auch den Investorenkreis „MunichAngels“ gegründet. Was ist das Ziel dieser Initiative?

Die MunichAngels habe ich vor sieben Jahren mit Reiner Mauch (Consors Gründer) ins Leben gerufen. Wir sind heute im harten Kern ca. 20, im erweiterten über 100 Investoren. Wir treffen uns ganz informell einmal im Monat zum Angel-Dinner und laden ausgewählte Start-ups zum Pitch ein, geben Feedback und einzelne oder  mehrere aus der Runde investieren gegebenenfalls in diese. Das ist bisher etwa vierzig Mal so geschehen. Der Kreis dient also der Vernetzung der Angels untereinander sowie dem Anbieten einer Finanzierungsplattform  für Start-ups.

Sie sind mit Ihrem neuen Album direkt in die deutschen Albumcharts eingestiegen. Wie bringen Sie die Musik mit Entrepreneurship und Dozententätigkeit unter einen Hut?

Musik ist seit jeher mein Herz und meine Seele. Das war so und wird so bleiben. Ich habe mein Leben darum herum aufgebaut. Ich bin überzeugt,  dass ein Leben von der Liebe zu dem, was man tut, geprägt sein sollte. Aber alle Dinge haben ihre Peaks und Phasen, deshalb hat es auch mit den anderen Aktivitäten bisher immer ganz gut harmoniert. Man wird auch – entgegen der eigenen Wahrnehmung – nicht immer und überall unbedingt gebraucht.

Abschließend: Was sind Ihre Faustregeln für eine erfolgreiche Gründung und Entwicklung eines Unternehmens?

Nicht aufgeben und stur, aber klug sein. Wenn es nicht geht, dann geht es anders. Und ganz wichtig: Spaß haben und es lieben. Nur Geld kann nicht die Motivation sein und nicht glücklich machen. Es muss Sinn machen!

Vielen Dank für das Gespräch!

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