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Innovationspreis 2019: Sechs Unternehmen für ihre exzellenten Ideen ausgezeichnet

Wirtschaftskammer Vorarlberg und Land Vorarlberg haben heute, Montag (17. Juni), den 16. Innovationspreis für herausragende Leistungen verliehen. Insgesamt sechs Unternehmen wurden für die Entwicklung innovativer Produkte und Verfahren ausgezeichnet.

Wirtschaftskammer Vorarlberg und Land Vorarlberg haben den 16. Innovationspreis an sechs Unternehmen für ihre exzellenten Ideen und Projekte verliehen.
© Werner Micheli Wirtschaftskammer Vorarlberg und Land Vorarlberg haben den 16. Innovationspreis an sechs Unternehmen für ihre exzellenten Ideen und Projekte verliehen.

„Innovation führt zu einer Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Vorarlberger Unternehmen sowie zu einer Steigerung der Lebensqualität und des Wohlstands der Bürgerinnen und Bürger Vorarlbergs“, würdigten Wirtschaftskammer-Präsident Hans Peter Metzler und Landeshauptmann Markus Wallner die Innovationsleistungen der heimischen Wirtschaft. Sechs Unternehmen wurden heute für ihre herausragenden Leistungen mit dem Innovationspreis ausgezeichnet.

Wirtschaftskammer und Land verleihen gemeinsam im Abstand von zwei Jahren diesen Preis. Über 420 Projekte wurden in den vergangenen Jahren bei den 16 Ausschreibungen eingereicht. Knapp 100 Unternehmer konnten seit 1988 den Innovationspreis entgegennehmen. Viele der ausgezeichneten Unternehmen sind nachhaltig erfolgreich und ihre Produkte international am Markt führend.

Auf die unterschiedlichen positiven Kennzahlen – vom heimischen Export, über die eingesetzten Forschungsmittel im Land bis hin zu den Patentanmeldungen –, die Vorarlberg regelmäßig als eine der innovativsten Regionen in Europa ausweisen, machte bei der Veranstaltung Landeshauptmann Markus Wallner aufmerksam. Gemessen an der Patentdichte hat Vorarlberg im Vorjahr erneut die bundesweite Spitzenposition eingenommen. Beim Export knackten die „Ländle“-Unternehmen bereits vor zwei Jahren die zehn Milliarden Euro Grenze. Die hohe Konkurrenzfähigkeit sei eng mit einer ausgeprägten Innovationsorientierung in den Betrieben verknüpft, sagt Wallner. Diese unterstütze das Land, indem möglichst gute Rahmenbedingungen auf allen Ebenen bereitgestellt werden. „Mit der Konzentration auf Bildung, Ausbildung und Qualifikation wollen wir Vorarlbergs junge Generation für die Zukunft optimal rüsten und unserer Wirtschaft jene Fachkräfte sichern, die sie so dringend benötigt“, verdeutlicht der Landeshauptmann. Darunter würden auch die kontinuierlichen Investitionen in die Infrastruktur fallen. Als Beispiel nannte er den Ausbau der Fachhochschule Vorarlberg. Daneben erinnerte LH Wallner an die Forschungszentren im Land. „Nur wer Zukunftsthemen aktiv angeht, wird auch in Zukunft bestehen können“, umriss der Landeshauptmann die zentrale Aufgabenstellung. Durch die zunehmende Komplexität von Produkten und Dienstleistungen sowie den stetig steigenden globalen Wettbewerbsdruck sind Vorarlbergs Betriebe geforderter denn je, innovativ zu sein.

„Innovationen ermöglichen Produktivitätsfortschritte als unverzichtbare Basis für Löhne und Gehälter, die breiten Wohlstand, gesellschaftliche Stabilität und sozialen Frieden gewährleisten. Mit dem Innovationspreis wollen wir zum einen außergewöhnliche Entwicklungsleistungen auszeichnen und zum anderen Klein- und Mittelbetriebe zu neuen Innovationen motivieren“, betont Wirtschaftskammer-Präsident Metzler. Die Schlüsselplayer für Innovationskraft sind und bleiben unsere Unternehmen.  Metzler: „Ihre Übersetzungsleistung von Forschung in konkrete Innovationen, die auf den Märkten wettbewerbsfähig sind und nachgefragt werden, schafft die Basis für Fortschritt und Wachstum. Für mehr Innovationskraft im Land brauchen wir insgesamt mehr Unternehmertum – und mehr Freiheit für das Unternehmertum.“


Innovationspreis 2019 - Facts

22 Unternehmen haben heuer ihre innovativen Projekte eingereicht, sechs davon wurden mit dem Innovationspreis ausgezeichnet. Die Preise sind mit je 2.000 Euro dotiert. Bewerben konnten sich heimische Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, die innovative Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen entwickelt und auf den Markt gebracht haben. Die Umsetzung der Innovation sollte weitgehend abgeschlossen sein, zumindest erste Erfahrungen über die Auswirkungen sollten bereits vorliegen. Die Preisträger wurden von einer unabhängigen, neunköpfigen Fachjury ermittelt.


Gewinner Innovationspreise 2019 + Auszüge aus den Jurybegründungen

  • Crate.io
    Projekt „Crate IoT Data Platform“ 

Bei der „Crate IoT Data Platform“ handelt es sich um eine IoT Datenbank Technologie für produzierende Unternehmen, um Maschinendaten skalierbar und in Echtzeit zu speichern. Sie ist darauf ausgerichtet, durch Datensammlung, Datenanreicherung und Datenanalyse einen holistischen Blick auf die Produktion zu werfen und in Echtzeit darüber zu informieren, wo ein Problem besteht bzw. wann ein Problem mit einer hohen Wahrscheinlichkeit eintreten wird. Die Lösung bewirkt eine effizientere und ressourcenschonendere Produktion durch Minimierung von Stillstandzeiten, verkürzte Wartungszeiten und durch Abfallreduktion. Die Jury würdigt die hohe Flexibilität derCrate IoT Data Platform sowie das enorme Innovationspotenzial für Industrieunternehmen und die damit verbundene Skalierbarkeit des Geschäftsmodells mit dem Innovationspreis 2019.

 

  • stAPPtronics GmbH
    Projekt „stappone smarte Sensoren-Sohlen“

Bei der stappone Sensoren-Sohle handelt es sich um eine textile Innovation, welche die Bewegung des Menschen direkt am Fuß erfasst und erstmals die Nutzung vonDrucksensorik im Alltag und damit die Sammlung von Daten über einen langen Zeitraum hinweg ermöglicht. Die Sensoren zeichnen die Belastungen des Körpers und die Druckverteilung des Gewichts kontinuierlich auf und geben in Echtzeit über eine entsprechende App am Smartphone Rückmeldung zu schlechter Haltung und falscher Bewegung sowie Empfehlungen, wie der Nutzer Bewegungsabläufe verbessern und den Bewegungsapparat stärken kann. Die Innovation wurde in einem Forschungsnetzwerk gemeinsam mit der Texible GmbH, der Smart Textiles Plattform, dem Institut für Textilphysik und –chemie der Universität Innsbruck und weiteren österreichischen Partnern entwickelt. Die Jury würdigt die Neuheit des Produkts, den umfangreichen Forschungsaufwand, das funktionierende Zusammenspiel zwischen Wissenschaft und Wirtschaft sowie das hohe Marktpotenzial mit dem Innovationspreis 2019.

 

  • TransApp Technologies GmbH
    Projekt „TransApp High Speed Powder Coating

„TransApp“ ist eine alternative Applikationsmethode, um Farbpulver auf die zu beschichtenden Werkstücke aufzutragen. Die Applikationstechnik basiert auf dem Prinzip des elektrostatischen Fluidisierbettverfahrens und kommt daher ohne Pulverpistolen aus. Mit der neuen Entwicklung wird exakt die Pulvermenge verbraucht, die für die Beschichtung erforderlich ist. Die Anwendungsgebiete reichen von flachen Platinen bis hin zu komplexen Geometrien. Die Jury würdigt den Technologievorsprung in der Verfahrensentwicklung sowie die konsequente industrielle Umsetzung von Erkenntnissen aus der Forschung und Entwicklung mit dem Innovationspreis 2019.

 

  • SIE Connect GmbH
    Projekt „Chips.AC“

Chips.AC ist eine intelligente Online-Handelsplattform, die den Fokus auf die Rückführung der Überschussware von Verarbeitern elektronischer Baugruppen in den Markt legt. SIE Connect übernimmt die Vermarktung, den Verkauf und die Logistik der Teile. Beim Verkauf erhalten die Verarbeiter einen Anteil von 50 Prozent des Verkaufspreises. Für die Kunden der Plattform kann immer der beste Preis garantiert werden. Überbestände und Restmaterialien in der Elektroindustrie werden nicht nach Jahren verschrottet, sondern über Chips.AC wieder in den Kreislauf der Industrie gebracht und damit weniger E-Waste erzeugt. Die Jury würdigt die neuartige Handelsplattform aufgrund ihres innovativen Zugangs in Form der Big Data Analyse, des enormen Geschäftspotenzials und die damit einhergehende Schonung der Umweltressourcen mit dem Innovationspreis 2019.

 

  • Wolford AG
    Projekt „Entwicklung kreislauffähiger Bekleidung nach Cradle to Cradle®“

Beim Projekt „Entwicklung kreislauffähiger Bekleidung nach Cradle to Cradle® handelt es sich um eine grundlegende und sehr komplexe Neuentwicklung im Textilbereich. Der Ursprung der Aktivität, ein textiles Produkt nach den Kriterien von Cradle to Cradle zu entwickeln, findet sich in einem FGG COIN Projekt. In diesem Projekt arbeiten unter dem Lead von Wolford 11 Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette und drei Forschungseinrichtungen (FH Vorarlberg, V-trion und das Forschungsinstitut für Textilchemie und Textilphysik der Universität Innsbruck) mit dem Ziel zusammen hochwertige Strümpfe, Ready-to-wear und Wäsche so zu entwickeln, dass die Produkte nach Gebrauch ohne Probleme für die Umwelt kompostiert (biologischer Kreislauf) oder recycliert (technischer Kreislauf) werden können. Die Jury würdigt die hohe Innovationskraft, die enorme Komplexität des Kooperationsprojekts, die durchgängige Integration von C2C Aspekten in die gesamte Wertschöpfungskette und den Ressourcenerhalt durch biologische oder technische Kreislaufschließung mit dem Innovationspreis 2019.

 

  • Kaufmann Zimmerei und Tischlerei GmbH
    Projekt „Seriell vorgefertigte Raummodule aus Holz“ 

Generell werden im Holzbau nur Wandelemente oder Dachelemente vorgefertigt und auf der Baustelle zu einem Gebäude zusammengefügt. Die Kaufmann Zimmerei und Tischlerei GmbH fertigt ganze Raumzellen, komplett möbliert und ausgestattet in der im Jahr 2017 errichteten modernen Montagehalle aus Holz. Ganze Raumzellen werden in der Halle produziert, auf die Baustelle transportiert und innerhalb kürzester Zeit montiert. Alle Mitarbeiter des Unternehmens und lokale Handwerker können wetterunabhängig in einer temperierten Halle arbeiten. Anfahrten zur Baustelle und lange Arbeitszeiten unter Witterungseinflüssen entfallen. Die Module werden innerhalb weniger Tage auf der Baustelle montiert. Die Wartezeiten für Kunden erheblich verkürzt. Die Jury würdigt die herausragende Leistung des Kleinunternehmens in Hinblick auf die innovative Art der seriellen Fertigung der Raummodule (Methoden der Serienfertigung für Bau und Baunebengewerbe) mit dem Innovationspreis 2019.


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