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Industriekonjunktur: Hohes Niveau trotz Rückgang

42 Vorarlberger Unternehmen mit 23.650 Beschäftigten haben sich an der aktuellen Konjunkturumfrage der IV Vorarlberg und der Sparte Industrie der WKV im ersten Quartal 2018 beteiligt.

Vorarlberger Industriekonjunktur: Hohes Niveau trotz Rückgang – Zeit für Reformen!
© WKO Vorarlberger Industriekonjunktur: Hohes Niveau trotz Rückgang – Zeit für Reformen!

Der Geschäftsklimaindex, also der Mittelwert der Einschätzung zur aktuellen Geschäftslage und jener in sechs Monaten, ergab einen Rückgang auf nach wie vor hohem Niveau von 39,70 auf 29,50 (siehe Grafik). Grund ist sowohl ein leichter Rückgang bei der Einschätzung der aktuellen Geschäftslage, also auch jener in 6 Monaten. „Die Industrie ist und bleibt der Treiber der guten Konjunktur. Aus dem leichten Rückgang einen beginnenden Konjunkturabschwung abzuleiten, wäre übertrieben. Aber es gibt deutliche Signale, dass weitere Anstiege eher nicht mehr zu erwarten sind. Grund dafür sind unter anderem die Verschärfung der Engpässe bei den Fachkräften, der stärkere internationale Wettbewerb mit dem Druck auf die Verkaufspreise und geopolitische Unsicherheiten. Darum wäre es gerade jetzt in einer guten konjunkturellen Situation dringend notwendig, die versprochenen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen und angekündigten Reformen einzulösen und die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern“, so Mathias Burtscher, Geschäftsführer der Industriellenvereinigung Vorarlberg.

Der aktuelle Auftragsbestand und die aktuellen Auslandsaufträge

werden in den Industriebetrieben im ersten Quartal 2018 nach wie vor sehr positiv beschrieben, wenngleich nicht mehr so euphorisch wie Ende 2017. Über die Hälfte der Rückmeldungen aus den Unternehmen – gewichtet nach Mitarbeiterzahlen – sehen eine gute Entwicklung, nur 6 Prozent sehen eine schlechte Entwicklung. Sehr positiv bleibt, dass 45 Prozent der Unternehmen ihren Beschäftigtenstand in 3 Monaten erhöhen möchten, nur 7 Prozent planen den Mitarbeiterstand zu reduzieren. Dass das aktuelle Konjunkturhoch zumindest über den Sommer anhält, scheint aufgrund der jüngsten Umfrageergebnisse gesichert. Das zeigt die voraussichtliche Produktionstätigkeit und Auslastung der Produktionskapazitäten in 3 Monaten. Die Verkaufspreise in 3 Monaten (Saldo: +5 Prozentpunkte, zuvor +30 Prozentpunkte) sind zwar mehr unter Druck, bleiben aber ebenso wie die Ertragslage noch stabil.

Richtige Zeit für Reformen und wirtschaftspolitische Veränderungen

IV-GF Burtscher: „Damit der aktuell herrschende Schwung noch länger anhalten kann, gilt es den Standort insgesamt auf schlechtere Zeiten vorzubereiten.“ Daher richtet die Industrie einen klaren Appell an die neue Bundesregierung, aber auch an die Bundesländer und weiteren Stakeholder die geplanten Reformen nicht zu blockieren: „Die neue Bundesregierung hat mit der Umsetzung der lange diskutierten Arbeitszeitflexibilisierung, der Senkung der Abgabenquote, Deregulierungsmaßnahmen oder Strukturreformen in den Arbeitsmarkt- und Gesundheitssystemen deutliche und überaus wichtige Signal gesendet. Diese gilt es als Win-win-Lösung für Unternehmen und Mitarbeiter auszugestalten. Der Populismus der Gegenseite, dass nun ein 12-Stunden-Tag als Normalarbeitszeit oder eine Aushöhlung des Sozialstaates drohe, ist reine Angstmache und hat mit der Realität nichts zu tun.“ Bis die Steuersenkungen und Reformen bei Unternehmen, Mitarbeitern und Bürgern ankommen, würde es laut Burtscher ohnehin zwei Jahre dauern: „Sie würden also dann spürbar, wenn ein möglicher Konjunkturabschwung eingesetzt hat. Wer jetzt den Standort attraktiviert, verfügt beim nächsten Abschwung über die besseren Karten. Daher muss das Motto sein: Reformieren, um zu entlasten.“

Leichte Unterschiede in den Branchen

Die in Vorarlberg starke Maschinen- und Metallindustrie bleibt weiterhin Treiber der Industriekonjunktur. Die Spitzenwerte des letzten Quartals 2017 konnten jedoch im ersten Quartal 2018 bei Geschäftslage, Auftragsbestand und Auslandsaufträgen nicht mehr erreicht werden. Der Fachkräftemangel ist in dieser Branche am größten, fast zwei Drittel der Unternehmen planen in den nächsten drei Monaten neue Mitarbeiter einzustellen. Starke Signale kommen aus der Nahrungs- und Genussmittelindustrie. Die Auftragsbücher sind nahezu voll, die Ertragslage wird von über der Hälfte als gut eingeschätzt. Allerdings nimmt der Druck auf die Verkaufspreise unter anderem aufgrund steigender Rohstoffpreise zu. Auf verhaltenem Niveau stabil zeigt sich die Textilindustrie. Speziell die bessere aktuelle Geschäftslage und die steigenden Verkaufspreise sind positive Anzeichen, die Geschäftslage in 6 Monaten wird jedoch am negativsten aller Branchen eingeschätzt. Aus der Elektro- und Elektronikindustrie sind unterschiedliche – großteils aber positive – Signale zu vernehmen. Über ein Drittel der Befragten sehen eine gute Geschäftslage, aber auch über ein Drittel sieht eine schlechte Geschäftslage. Das gleiche Bild zeigt auch die Planungen der Unternehmen hinsichtlich ihres Beschäftigtenstandes in 3 Monaten. 

Die Umfragemethode: Den Unternehmen werden drei Antwortmöglichkeiten gegeben: gut, durchschnittlich, schlecht. Errechnet werden die (beschäftigungsgewichteten) %anteile dieser Antwortkategorien, und dann wird die konjunktursensible „Saldo“ aus den %anteilen positiver und negativer Antworten unter Vernachlässigung der neutralen gebildet.

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