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Industrie fordert realistische nationale Energie- und Klimaziele

Was die Bundesregierung aus dem Pariser Klimaschutzabkommen als integrierte nationale Klima- und Energiestrategie ableiten will, stößt bei der Industrie auf Kritik.

Um Versorgungssicherheit und Arbeitsplätze nicht zu gefährden, fordert die heimische Industrie realistische nationale Energie- und Klimaziele.
© Thinkstock Um Versorgungssicherheit und Arbeitsplätze nicht zu gefährden, fordert die heimische Industrie realistische nationale Energie- und Klimaziele.

„Zu viel Optimismus, zu wenig Anreize“, fasst Georg Comploj, Obmann der Sparte Industrie in der Wirtschaftskammer Vorarlberg, im Rahmen des Kooperationstreffens der WKO-Industriesparten der Bundesländer Oberösterreich, Steiermark, Salzburg, Kärnten, Tirol und Vorarlberg, die Kritik zusammen.

Mehr Realismus und Balance werden eingefordert

Spartenobmann Comploj fordert, dass die österreichischen Klimaschutz- und wirtschaftspolitischen Ziele „angemessen und ausbalanciert miteinander verknüpft werden“, dass Wettbewerbsfähigkeit, Wirtschaftsstandort und Beschäftigung als volkswirtschaftliche Ziele stärker in die Betrachtung miteinbezogen werden. Auch prognostizierte Entwicklungen, etwa zur vorgesehenen Energieverbrauchsreduktion um 1,5 bis 2 Prozent pro Jahr oder zum erneuerbaren Erzeugungspotenzial in Österreich stellt Comploj infrage. „Diese unrealistischen Ziele konterkarieren die positiven Ansätze der Bundesregierung, wie etwa die geplante Reform der Ökostromfinanzierung.“  Zudem würden viermal mehr Windenergie und 10-mal mehr Photovoltaik-Energie als derzeit nur den Strombezug verteuern und durch die ungleichmäßige Verfügbarkeit das Netz destabilisieren. Der Industrie-Spartenobmann warnt: „Wir würden damit ein System importieren, das in Deutschland bereits an seine wirtschaftlichen und technischen Grenzen stößt.“ 

Netzausfälle nur knapp abgewendet

Wie sensibel unser Stromnetz mittlerweile geworden ist, zeichnete sich im heurigen Jahr bereits eindrucksvoll ab. Von Jänner bis März 2018 sind aufgrund einer Energieknappheit im europäischen Stromnetz wegen zu geringer Regelleistung im Bereich Kosovo und Serbien alle Uhren, welche für die Zeitmessung die Frequenz im Stromnetz nutzen, ein paar Minuten nachgegangen. Selbst das große europäische Stromnetz konnte die Frequenz über diesen Zeitraum nicht stabil genug halten. Ein weiteres Beispiel sind auch die mittlerweile regelmäßigen Stromengpässe in den Wintermonaten, aufgrund der natürlichen Leistungseinbußen bei Photovoltaik und Wasserkraft. 

Bundesregierung soll realistisch bleiben

Der Anteil erneuerbarer Energie am Gesamtenergieverbrauch soll laut Bundesregierung bis 2030 österreichweit auf 45 bis 50 Prozent angehoben werden. „Hier ist die Frage angebracht, ob der Anteil der erneuerbaren Energien am Energieverbrauch mit vernünftigen Mitteln (fehlende Technik und Leitungen) derart rasant angehoben werden kann“, stellt Comploj fest. „Darüber hinaus ist vorgesehen, den Stromverbrauch 2030 vollständig aus erneuerbaren Energiequellen im Inland zu decken. Diese rein bilanzielle Eigenversorgung mit erneuerbarem Strom ist ohne rigorose Verbrauchssenkung nicht erreichbar, würde die Kosten für den notwendigen Umbau der Energieinfrastruktur unnötig erhöhen sowie den Produktionsstandort und damit wertvolle Arbeitsplätze gefährden und wäre auch sozial unverträglich, ohne einen echten ökologischen Mehrwert zu schaffen.

Wasserkraftpotenzial ausschöpfen

„Wasserkraftwerke sind langfristig betrachtet die wirtschaftlichste Form der erneuerbaren Stromerzeugung. Neue Wasserkraftwerke sind allerdings im derzeitigen Marktumfeld ohne Förderung wirtschaftlich nur sehr schwer darstellbar. Nur auf überzogene Umweltziele zu achten, gefährdet einerseits bestehende Wasserkraftwerke und verhindert andererseits den Neubau. Daher ist auf eine maßvolle Umsetzung der Wasserrahmen-Richtlinien zu achten“, sagt SO Comploj.

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