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Industrie braucht ganzheitliche Energie- und Klimapolitik

Unverzichtbar für die Standortsicherung der Industrie gilt vor allem auch das bestehende System der Energieabgabenvergütung für energieintensive Branchen

Die Themen Klimawandel und höchstmögliche Versorgungssicherheit bei Energie wurden im Rahmen des jährlichen Kooperationstreffens der Industriesparten der Bundesländer Oberösterreich, Steiermark, Salzburg, Kärnten, Tirol und Vorarlberg diskutiert.
© iStock Industrie braucht ganzheitliche Energie- und Klimapolitik – Energieabgabenrückvergütung dabei unerlässlich!

Die komplexen Themen Klimawandel und höchstmögliche Versorgungssicherheit bei Energie wurden im Rahmen des jährlichen Kooperationstreffens der Industriesparten der Bundesländer Oberösterreich, Steiermark, Salzburg, Kärnten, Tirol und Vorarlberg diskutiert und mit einem Maßnahmenpaket hinterlegt.

„Da Energie in Österreich für die Industrie sehr teuer ist, würde eine Streichung der Energieabgabenrückvergütung die Wettbewerbsfähigkeit von energieintensiven Industriebranchen stark gefährden. Einen entscheidenden Beitrag zur Reduktion der Treibhausemissionen „mit doppelter Dividende“ könnte dagegen durch eine massive Anhebung der Förderung bei energiesparenden Maßnahmen im Gebäudesektor erreicht werden. Dies bedeutet nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Außerdem bleibt in diesem Fall der größte Teil der Wertschöpfung in Österreich“, sagt Georg Comploj, Obmann der Sparte Industrie in der Wirtschaftskammer Vorarlberg.

Werden mehr Güter bei uns erzeugt, verringern sich klimaschädliche Emissionen um bis zur Hälfte! 

„Unser Ziel im Kampf gegen den Klimawandel muss es sein, Beiträge zur globalen Treibhausgas-Reduktion zu liefern.“ Diese Aussage wird durch die Studie „climApro“, die das Institut für Industrielle Ökologie im Auftrag der Wirtschaftskammer Österreich erstellt hat, mit Zahlen und Fakten untermauert. „In der Studie wird belegt, dass eine zusätzliche nationale Produktion zwar auch zu Mehremissionen in Österreich führt, dem stehen aber – global gesehen - in der gesamten Wertschöpfungskette deutlich größere Einsparungen gegenüber. Umgekehrt steigen als Folge einer Produktionsverlagerung ins Ausland die Emissionen um 1,9 Tonnen, während in Österreich eine Tonne CO2 weniger emittiert wird. Das wäre eindeutig kontraproduktiv“, betont Comploj weiter.

„Die Ergebnisse zeigen ganz klar, dass der Hebel zur CO2-Reduktion sehr groß ist, wenn dort produziert wird, wo Technologie, Effizienz und Energiemix am besten sind, wie am Industriestandort Österreich. Unterm Strich wirkt sich eine Reindustrialisierung Österreichs eindeutig positiv auf die nationale und globale Klimabilanz aus. Dafür muss jedoch die Energieabgabenrückvergütung auf jeden Fall bestehen bleiben“, führt Comploj abschließend aus. 

Die Industriesparten der Bundesländer Oberösterreich, Steiermark, Salzburg, Kärnten, Tirol und Vorarlberg haben im Rahmen ihrer Kooperation Lösungsansätze erarbeitet und setzen gemeinsame Initiativen und Maßnahmen für eine realistische und wirtschaftsfreundliche Klima- und Energiepolitik.

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