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Handelszahlen zeigen weiter nach oben

Export. Aktueller Bericht der Landesstelle für Statistik und der Wirtschaftskammer Vorarlberg – Exportvolumen der Wirtschaft Vorarlbergs im 1. Halbjahr 2019 wieder  auf Rekordkurs.

Die Exporte zum wichtigsten Handelspartner Deutschland sind um 0,2 Prozent zurückgegangen.
© iStock Die Exporte zum wichtigsten Handelspartner Deutschland sind um 0,2 Prozent zurückgegangen.

Vorarlbergs Wirtschaft ist auf den Weltmärkten weiter höchst erfolgreich unterwegs, wie der aktuelle Bericht, den die Landesstelle für Statistik und die Wirtschaftskammer Vorarlberg gemeinsam vorlegen, einmal mehr bestätigt. Die Außenhandelsleistungen haben im ersten Halbjahr 2019 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Jahrs davor erneut zugelegt. Das Exportvolumen betrug 5,32 Milliarden Euro (+2,4 Prozent). Die Importe erreichten einen Gesamtwert von 4,04 Milliarden Euro (+4,2 Prozent). Damit ist die Vorarlberger Handelsbilanz mit einem Überschuss von 1,27 Milliarden Euro wieder klar positiv.

Geopolitischer Gegenwind

Von den handelspolitischen und geopolitischen Spannungen und Entwicklungen kann sich Vorarlberg als kleines, exportorientiertes Land dennoch nicht verschließen. „Und doch ist es immer wieder erstaunlich, wie sich unsere Exportwirtschaft mit Qualität und Mut im internationalen Geschehen behaupten kann. Ein Erfolgsgeheimnis unserer Exportwirtschaft ist, dass sie dank der vielen Klein- und Mittelbetriebe breit und innovativ aufgestellt ist“, betont WKV-Präsident Hans Peter Metzler. Wie sehr sich die Wirtschaft auf widrige Situationen einzustellen vermag, zeigen die positiven Ergebnisse mit den USA (+9,3 Prozent, Stichwort Protektionismus), Russland (+1,3 Prozent, Stichwort Sanktionen), China (+16 Prozent, Stichwort Handelsstreit) oder dem Vereinigten Königreich (+5,2 Prozent, Stichwort Brexit). Das Wachstum mit UK ist wohl auch damit zu erklären, dass viele Firmen aufgrund der Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Brexit ihre Lager in Großbritannien gefüllt und Lieferungen noch forciert haben.

„Brexit hin oder her: Das Vereinigte Königreich ist und bleibt für uns ein wichtiger Handelspartner und Absatzmarkt. Die Anbindung des Vereinigten Königreichs an die EU muss auch in Zukunft eine möglichst enge sein, sprich es braucht einen umfassenden Handels-Deal.“
Hans Peter Metzler, WKV-Präsident

Die Bedeutung von Handelsabkommen (z.B. CETA) wird mit der Exportperformance nach Kanada ersichtlich. Das Vorarlberger Exportvolumen hat gegenüber dem 1. Halbjahr 2018 um 36,8 Prozent zugelegt.

Weniger Exporte nach Deutschland

Doch trotz dieser positiven Zahlen stimme das seit Jahren erstmal wieder zurückgegangene Exportvolumen (- 0,2 Prozent) mit Deutschland bedenklich. Es gelte die Situation unseres wichtigsten Handelspartners genau zu beobachten.
„Der Wettbewerb wird härter, die Musik der Zukunft spielt vorwiegend in Asien“, sagt Präsident Metzler. In ein paar Jahren werden 90 Prozent des weltweiten Wachstums außerhalb Europas generiert werden. „Wettbewerbsfähigkeit, Digitalisierung, Innovation und Nachhaltigkeit sind die Wachstumsbringer der Zukunft. Da brauchen wir ein stärkeres Europa, wenn wir im globalen Wettbewerb in der Top-Liga mitspielen wollen."

Gerade auch deswegen hat das Wirtschaftsministerium die Exportoffensive „go-international“ bis 2021 verlängert. Insgesamt stehen dafür über zwei Jahre rund 25,6 Millionen Euro zur Verfügung.  Präsident Metzler: „Dass ‚go-international‘ nun in die Verlängerung geht, ist sehr erfreulich und stärkt unseren Exporteurinnen und Exporteuren im globalen Wettbewerb den Rücken. Mit ‚go-international‘ helfen wir unseren Unternehmen bei der Erschließung von Zukunftsmärkten mit neuen Waren und Dienstleistungen.“ Seit 2003 wurden 35.000 österreichische Unternehmen durch go-international unterstützt.

Ausfuhren nach Warengruppen

Den größten Warenwert macht sowohl bei den Ein- als auch Ausfuhren der Bereich Eisen- und Metallwaren aus. Hier haben die Exporte auf 1,55 Milliarden Euro zugelegt, die Importe auf 961 Millionen Euro. Die weiteren im Außenhandel dominierenden Warengruppen sind Kessel, Maschinen und Apparate, Nahrungs- und Genussmittel, Textilien sowie Elektronik.

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