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Handelskriege kennen keine Sieger

Gastkommentar von Mag. Christina Marent, Leiterin der Außenwirtschaft in der Wirtschaftskammer Vorarlberg

Was unsere Wirtschaft braucht, ist eine freie und faire Handelspolitik, bei der sich alle an die Spielregeln halten. Denn eines muss allen Akteuren klar sein: Handelskriege kennen keine Sieger!
© WKV Christina Marent: "Was unsere Wirtschaft braucht, ist eine freie und faire Handelspolitik, bei der sich alle an die Spielregeln halten. Denn eines muss allen Akteuren klar sein: Handelskriege kennen keine Sieger!"

Die Vereinigten Staaten von Amerika sind mit einem Jahresexportvolumen von 502 Millionen Euro Vorarlbergs wichtigster Handelspartner außerhalb der Europäischen Union. Da sorgen die von US-Präsident Donald Trump angekündigten Zölle auf Stahl- und Aluminiumimporte für Irritationen in der Vorarlberger Wirtschaft. Die protektionistische Politik Trumps hätte Auswirklungen auf die rund 80 Vorarlberger Niederlassungen in den USA, genauso wie für die zahlreichen erfolgreichen Automobilzulieferer im Land. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat postwendend europäische Gegenmaßnahmen angekündigt. Doch diese Drohung greift zu kurz: Wichtig ist, dass  Gegenmaßnahmen mit Augenmaß und möglichst handelsschonend erfolgen. Ein Abrüsten verbaler Machtdemonstrationen ist dringend notwendig. Was unsere Wirtschaft braucht, ist eine freie und faire Handelspolitik, bei der sich alle an die Spielregeln halten. Denn eines muss allen Akteuren klar sein: Handelskriege kennen keine Sieger!

Unsere Forderung: Die protektionistische US-Politik ist Anlass genug für die Europäer, handelspolitisch in die Offensive zu gehen und den Abschluss von Freihandelsabkommen mit anderen wichtigen Wirtschaftspartnern in der Welt zu forcieren. Das ist im Besonderen im Interesse Vorarlbergs, das als kleines, exportorientiertes Land auf einen möglichst friktionsfreien Zugang zu Auslandsmärkten angewiesen ist.

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