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Handel trägt Schutzmaskenpflicht mit, braucht aber Unterstützung

„Ab spätestens 6. April müssen Konsumentinnen und Konsumenten beim Einkaufen in ausgewählten Geschäften verpflichtend Mund-Nasen-Schutzmasken tragen – das bedeutet eine Zusatzbelastung für die betroffenen Betriebe“, erklären Michael Tagwerker, Geschäftsführer der Sparte Handel und Dietmar Brunner, Obmann des Vorarlberger Lebensmittelhandels.

„Wir tragen gesundheitsfördernde Maßnahmen selbstverständlich mit, wir können diese aber unmöglich finanzieren.“
© WKO/Corbis Vorarlberger Lebensmittehandel: „Wir tragen gesundheitsfördernde Maßnahmen selbstverständlich mit, wir können diese aber unmöglich finanzieren.“

Um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen, hat die Bundesregierung die Maßnahmen verschärft: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Supermärkten, Drogerien und Drogeriemärkten müssen als Schutz gegen Tröpfcheninfektion ab spätestens 6. April 2020 eine entsprechende mechanische Schutzvorrichtung, sprich eine Mund-Nasen-Schutz-Maske, tragen. „Die Bundesregierung hat außerdem erlassen, dass auch den Kundinnen und Kunden vor Betreten des Verkaufsbereichs solche Mund-Nasen-Schutz-Masken zur Verfügung gestellt werden müssen, sofern diese nicht selbst mitgebracht werden“, informiert Spartengeschäftsführer Michael Tagwerker und erklärt: „Diese Maßnahmen gelten für Supermärkte, Drogerien und Drogeriemärkte, deren Kundenbereich über 400 Quadratmeter groß ist.“

Kleinere Geschäfte müssen laut Michael Tagwerker die allgemeinen Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus sicherstellen: „Dazu gehören zum Beispiel das regelmäßige gründliche Reinigen der Hände der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Seife oder einem Desinfektionsmittel, das Halten eines Abstandes von mindestens einem Meter und die Einhaltung von Atemhygiene der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“

Zusatzbelastung für den Handel

Dietmar Brunner, Obmann des Vorarlberger Lebensmittelhandels, erklärt, was das für die betroffenen Betriebe in der Praxis bedeutet: „Wir tragen gesundheitsfördernde Maßnahmen selbstverständlich mit, wir können diese aber unmöglich finanzieren.“ Leider habe es zu diesem kurzfristigen Erlass im Vorfeld keine Information vonseiten der Bundesregierung gegeben. Dazu komme, dass die Masken laut dem Erlass vom Handel gratis ausgegeben werden müssen. „Das heißt, dass der jeweilige Händler die Kosten selber tragen muss. Wir fordern hier dringend Unterstützung seitens der Bundesregierung, damit es keine Wettbewerbsverzerrung zulasten der kleineren Geschäfte gibt“, stellt Dietmar Brunner klar.

Mangelware Schutzmasken

Noch ist unklar, wie viele Schutzmasken für die Umsetzung der Verordnung tatsächlich benötigt werden. Für die Beschaffung dieser Mund-Nasen-Schutzmasken müsse für die heimischen Händlerinnen und Händler eine Möglichkeit geschaffen werden, diese günstig zu beziehen: „Der Lebensmittelhandel in Vorarlberg wird alle Kräfte mobilisieren, wir appellieren hier aber auch an unsere Kundinnen und Kunden, nach Möglichkeit selbst wieder verwertbare Mund-Nasen-Schutzmasken zu organisieren: Denn Schutzmasken sind weltweit stark nachgefragt und für uns ist ohne Unterstützung schwierig abzuschätzen, ob wir die in Vorarlberg benötigten Mengen termingerecht bekommen und an die einzelnen Händler liefern können.“

Regionalen Handel unterstützen

Die Vertreter des Vorarlberger Handels appellieren bei dieser Gelegenheit eindringlich an die Konsumenten auch regionale Nahversorger, wie Lebensmittelhändler, Bäcker, Fleischer etc. zu berücksichtigen. „In dieser schwierigen Zeit müssen wir alle zusammen versuchen, das System mit dem bewussten Einkauf regionaler Produkte zu erhalten – das ist jetzt wichtiger denn je", betonen Tagwerker und Brunner abschließend.

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