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Handel plädiert für vorzeitiges Aus der 22-Euro-Freigrenze für Kleinsendungen aus Drittstaaten

KommR Theresia Fröwis, Obfrau der Sparte Handel in der Wirtschaftskammer Vorarlberg: „Die Freigrenze für Kleinsendungen aus Drittstaaten muss auf nationaler Ebene vorzeitig abgeschafft werden. Jeder Tag, der bis zur Abschaffung verstreicht, ist ein verlorener Tag.“

KommR Theresia Fröwis, Obfrau der Sparte Handel in der Wirtschaftskammer Vorarlberg: „Die Freigrenze für Kleinsendungen aus Drittstaaten muss auf nationaler Ebene vorzeitig abgeschafft werden.
© Miro Kuzmanovic KommR Theresia Fröwis, Obfrau der Sparte Handel in der Wirtschaftskammer Vorarlberg

Die Sparte Handel in der Wirtschaftskammer Vorarlberg macht sich weiter dafür stark, dass die 22-Euro-Freigrenze für Kleinsendungen aus Staaten außerhalb der europäischen Union in Österreich bereits 2020 abgeschafft wird. EU-weit steht die Streichung erst 2021 auf dem Programm. „Dieses Steuerschlupfloch für ausländische Onlinehandelskonzerne muss so rasch wie möglich geschlossen werden. Jeder Tag, der bis zur Abschaffung vergeht, ist ein verlorener Tag“, erklärt Spartenobfrau Theresia Fröwis. Andere Staaten haben das bereits erkannt und die Freigrenze vorzeitig abgeschafft, Schweden zum Beispiel innerhalb von drei Monaten. 

Steuerschlupfloch schließen

Die Streichung der Freigrenze für Online-Bestellungen aus sogenannten Drittstaaten bedeutet, dass Pakete künftig ab dem ersten Cent zu verzollen und zu versteuern sind. Die aktuell geltende Einfuhrumsatzsteuer-Freigrenze bei 22 Euro eröffnet die Möglichkeit zur Umgehung der korrekten Versteuerung. „Das kann nicht in unserem Interesse sein", sagt KommR Fröwis und betont: „Mit der Streichung der Freigrenze wird ein Steuerschlupfloch für ausländische Onlinehandelskonzerne geschlossen. Das ist notwendig und sinnvoll! Die Politik ist angehalten, das Digitalsteuer-Paket entsprechend zu adaptieren.“

Zuwächse beim Online-Handel 

„Tagtäglich treffen auch in Vorarlberg viele Pakete ein, für die in Österreich quasi keine Steuer bezahlt wird. Vonseiten des Handels fordern wir deshalb, dass diese Hürde schon im kommenden Jahr abgeschafft wird“, betont Fröwis. Denn Online-Shopping boomt nicht nur in Hinblick auf die rasch wachsende Anzahl der Internet-Käufer, auch die durchschnittlichen Ausgaben steigen kontinuierlich an. In Vorarlberg haben die Online-Shopper 2018 im Durchschnitt rund 1.600 Euro ausgegeben. Insgesamt belaufen sich die Gesamtausgaben der Vorarlberger beim Einkauf im Internet auf rund 300 Millionen Euro im Jahr, wie Fröwis in einer Aussendung mit aktuellen Zahlen der KMU Forschung Austria bereits vor zwei Wochen thematisiert hat. „Diese Ausgaben kommen jedoch nur zum Teil dem heimischen Internet-Einzelhandel zugute, da 42 Prozent der Vorarlberger (16-74 Jahre) Einkäufe im österreichischen Internet-Einzelhandel tätigen, während 51 Prozent (auch) bei ausländischen Internet-Anbietern einkaufen“, zitiert Fröwis weiter aus der Erhebung der KMU Forschung Austria.

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