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Gute Industriekonjunktur durch mutige Standortpolitik unterstützen

Aktuelle Konjunkturumfrage der IV und der Sparte Industrie in der Wirtschaftskammer zeigt eine positive Einschätzung der aktuellen Geschäftslage und jener in sechs Monaten.

Gute aktuelle Konjunktursituation in der Vorarlberger Industrie.
© IV/Wirtschaftskammer Der Geschäftsklimaindex seit dem 4. Quartal 2013

Der Geschäftsklimaindex der Vorarlberger Industrie – also der Mittelwert der Einschätzung zur aktuellen Geschäftslage und jener in sechs Monaten – blieb bei 39,50 nahezu unverändert. Die Industrie ist und bleibt der Wachstumsmotor und sichert damit den Wohlstand in Vorarlberg. Sowohl Geschäftslage, Auftragsbestand und Auslandsaufträge werden positiver als zu Jahresbeginn eingeschätzt. 

70 Prozent der befragten Unternehmen beurteilen die aktuelle Geschäftslage als gut. Jedoch nur mehr zwölf Prozent der Unternehmen gehen von einer noch besseren Geschäftslage in sechs Monaten aus, im ersten Quartal des Jahres waren das noch 21 Prozent. 

Stabiler als bei den letzten Umfragen zeigen sich die Erwartungen zu den Verkaufspreisen. 89 Prozent der befragten Unternehmen erwarten sich gleichbleibende Verkaufspreise in drei Monaten. Dementsprechend stabil wird auch die derzeitige Ertragssituation eingeschätzt, die für weitere Investitionen von großer Bedeutung ist. Der Ausblick der Betriebe zu ihrem Beschäftigtenstand in drei Monaten bleibt erfreulich, über ein Drittel der Unternehmen können sich vorstellen, mehr Mitarbeiter einzustellen. 

43 Vorarlberger Unternehmen mit fast 23.000 Beschäftigten haben sich an der Konjunkturumfrage der Industriellenvereinigung und der Sparte Industrie in der Wirtschaftskammer im zweiten Quartal 2017 beteiligt.

Branchenergebnisse Detail

  • Die Maschinen- und Metallindustrie gibt den positiven Trend bei der Vorarlberger Industriekonjunktur vor. Der Saldo von „Gut“ und „Schlecht“ wird bei keinem Indikator negativ beurteilt. Insbesondere positiv werden die aktuelle Geschäftslage, der Auftragsbestand und die Auslandsaufträge beurteilt. Erfreulich ist vor allem, dass 61 Prozent der Unternehmen in den nächsten drei Monaten planen neue Mitarbeiter einzustellen, wenn sie denn welche finden.
     
  • Unterschiedliche Signale kommen aus der Nahrungs- und Genussmittelindustrie. Lichtblick sind die derzeit gute Geschäftslage und die Auslandsaufträge. Bei den Verkaufspreisen zeichnet sich eine Entspannung ab, ein Drittel der Betriebe rechnet damit, die entstandenen Mehrkosten durch höhere Verkaufspreise abdecken zu können. Trotzdem schätzen die Betriebe die Geschäftslage in sechs Monaten zurückhaltender als zu Beginn des Jahres ein. Beim Beschäftigtenstand in den Unternehmen sind keine Schwankungen zu erwarten.
     
  • Ein aktuell leider düsteres Bild mit besserem Ausblick zeigt die Textilin-dustrie. Die aktuelle Geschäftslage und Ertragssituation wird negativer als im ersten Quartal eingeschätzt. Hoffnung bringt der Blick in die Zukunft. Über die Hälfte der Unternehmen erwarten sich eine bessere Geschäftslage in sechs Monaten und eine bessere Ertragssituation.
     
  • Aus der Elektro- und Elektronikindustrie sind durchwachsene – großteils aber positive – Signale zu vernehmen. Der Großteil der befragten Unternehmen beurteilt die aktuelle Geschäftslage und die Auslandsaufträge sowie den Ausblick in die nächsten sechs Monate gleichbleibend oder positiv. Trotzdem geben jeweils 18 Prozent aktuell weniger Auslandsaufträge, fallende Verkaufspreise und ein Sinken des Beschäftigtenstands in drei Monaten an.






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