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Güterverkehr: Der Kreis muss sich schließen

Mobilitätsziele lassen sich nur durch konstruktives und langfristiges Denken in komplexeren Zusammenhängen umsetzen. Dazu gehören neben einem zukunftsfitten Verkehrsinfrastrukturausbau auch „Nebenprojekte“ wie die Modernisierung der Zollstelle Wolfurt.

Spartenobmann Michael Zimmermann: „Damit sich der Kreis schließt, ist eine effiziente, funktionierende und zukunftsfitte Verkehrsinfrastruktur auf verschiedenen Ebenen  unerlässlich, und das hat sich vor allem in Krisenzeiten gezeigt.
© Groß Spartenobmann Michael Zimmermann: „Damit sich der Kreis schließt, ist eine effiziente, funktionierende und zukunftsfitte Verkehrsinfrastruktur auf verschiedenen Ebenen unerlässlich, und das hat sich vor allem in Krisenzeiten gezeigt."

Bei der Umsetzung des aktuellen Mobilitätskonzepts des Landes Vorarlberg, in dem zahlreiche von der Wirtschaft formulierte Ideen und Vorschläge zu Maßnahmen und zentralen Handlungsfeldern übernommen wurden,  muss stets ein starker Fokus auf den wichtigen Infrastrukturprojekten sowie dem konsequenten Ausbau des Schienennetzes im Land liegen. Ein wesentlicher Punkt ist die rasche Modernisierung beziehungsweise der Ausbau der Bahnstrecken. Die Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene muss auch für Vorarlberg unter besten Rahmenbedingungen ermöglicht werden. Immerhin gilt der „unbegleitete kombinierte Güterverkehr“ als Logistikoption der Zukunft, wenn es darum geht, den Verkehr langfristig von der Straße auf die Schiene zu verlagern. „Für die weitere Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Vorarlberg müssen wir klarerweise langfristig denken. Deswegen werden wir an der Forderung nach dem Ausbau der Bahnstrecken in Vorarlberg festhalten“, betont Michael Zimmermann, Spartenobmann Transport und Verkehr. Allen voran steht die unerlässliche Arlbergstrecke als Zulaufstrecke zum Brenner und zu einer der wichtigsten Nord-Süd-Achsen. 

Kapazitäten schaffen – und nützen

Aber auch in Richtung Norden müssen die Schienen-Kapazitäten der Exportleistung unserer Sachgüterproduktion angepasst werden, das heißt auch ein drittes Gleis im Rheintal: Die Auslastung des ÖPNV hat zwar erfreulicherweise stark zugenommen, wobei aber gleichzeitig Kapazitäten für den Güterverkehr beeinträchtigt sind. Das könnten künftig vor allem große Unternehmen im Land spüren, die Güterzüge über die Anschlussgleise vom Betriebsstandort auf das Streckennetz bringen müssen. Daher darf langfristig gesehen auch die eingleisige Engstelle zwischen Bregenz und Lochau nicht aus den Augen verloren werden. Auch wenn diese Strecke heute noch ausreichen mag, muss bereits jetzt mit konkreten Überlegungen zu einem möglichen Ausbau begonnen werden. Diese wichtige Anbindung an die großen Seehäfen im Norden wie etwa Hamburg und Rotterdam darf keinesfalls zum Nadelöhr werden. Ohne ein leistungsstarkes, gut ausgebautes und entsprechend adaptiertes Schienennetz nützt schließlich die Kapazitätssteigerung des Güterterminals in Wolfurt nichts. „Wir dürfen keinesfalls den Anschluss verpassen“, sagt Zimmermann.

Mehrwert 

Der Ausbau des Güterterminals war ein bedeutender Meilenstein für unsere Transportinfrastruktur. Durch die Nähe zur Rheintalautobahn und der Arlbergachse ist das Terminal für den Güterumschlag von der Straße auf die Schiene sehr attraktiv. Ein weiterer Vorteil liegt im großen Gewinn für die Umwelt, denn die Verlagerung von Gütern auf die Schiene trägt wesentlich zur Ökologisierung des gesamten Güterverkehrs bei. 

Effizient Abfertigen 

Die veraltete Zollstelle in Wolfurt ist dem Ansturm des internationalen Transitverkehrs längst nicht mehr gewachsen, was sichtlich zu chaotischen Umständen im Umfeld führt. Eine umfassende Modernisierung des Zollamtsgebäudes zu einem Mehrzweckgebäude, das alle Akteure unterbringt, ist unerlässlich. Bisher sind die Spediteure noch in behelfsmäßigen Containern einquartiert – ein untragbares Provisorium und Relikt der Übergangsregierung. Ein moderner Amtsplatz, mit dem die Optimierung bzw. Erweiterung der Stellplatzsituation sowie die Digitalisierung der Abfertigungsprozesse einhergehen, lässt sich nicht mehr hinausschieben. Neben diesen Maßnahmen braucht eine Vereinfachung und Beschleunigung der Zollabfertigung ebenso eine ausreichende Besetzung mit Zollpersonal. 

Kreis muss sich schließen

Transit-Lkw gehören auf das hochrangige Straßennetz, darüber ist man sich im Land einig. Dafür braucht es aber auch die entsprechenden Verkehrslösungen wie insbesondere die S18, die eine zentrale Forderung der heimischen Verkehrswirtschaft bleibt. Das entscheidende Straßenbauprojekt ist unbestreitbar ein effektiver Beitrag für die Verkehrssicherheit und eine Entlastung der gesamten Bevölkerung. Täglich stockender Verkehr und Staus zeigen, dass sich die entsprechend rasche Realisierung keinesfalls mehr aufschieben lässt. Zu groß ist der Druck durch die staugeplagte Bevölkerung und die Wirtschaft im Land.

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