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Gründerstatistik für das erste Halbjahr 2019: Neuerlich Plus bei Neugründungen

581 Gründungen im ersten Halbjahr 2019 bedeuten ein Plus von 3,57 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2018.

„Sein eigener Chef sein“: Mit knapp 70 Prozent der Hauptgrund für Gründungen.
© iStock „Sein eigener Chef sein“: Mit knapp 70 Prozent der Hauptgrund für Gründungen.

Insgesamt 1.129 Neugründungen gab es vergangenes Jahr in Vorarlberg, damit wurde seit den Aufzeichnungen ab 1993 ein Höchststand erreicht. 581 Gründungen im ersten Halbjahr 2019 bedeuten ein Plus von 3,57 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2018. Für Marco Tittler, Direktor-Stv. der Wirtschaftskammer Vorarlberg, Grund zur Freude, aber: „Es muss dennoch an den Forderungen nach bürokratischen und steuerlichen Entlastungen festgehalten werden.“

Mut und Entschlossenheit

Laut Hochrechnung der aktuellen Gründerstatistik dürfte für 2019 mit einer ähnlich hohen Zahl an Neugründungen wie im Rekordjahr 2018 zu rechnen sein – der Mut und die Entschlossenheit in Zeiten der Hochkonjunktur sind jedenfalls spürbar größer. „Die Motive, sich selbstständig zu machen, haben sich kaum verändert“, kommentiert Christoph Mathis, Leiter des Gründerservice in der Wirtschaftskammer Vorarlberg, die aktuelle Statistik für das erste Halbjahr 2019: „Sein eigener Chef zu sein“ ist mit knapp 70 Prozent der Hauptgrund für Unternehmensgründungen. Dicht gefolgt von dem Wunsch, flexibler in der Zeit- und Lebensgestaltung zu sein (66 Prozent). 59 Prozent gaben an, die Verantwortung als Angestellte/-r lieber im eigenen Unternehmen einbringen zu wollen, 58 Prozent sehen in der Selbstständigkeit eine neue Berufsperspektive und 56 Prozent wollten immer schon selbstständig sein.

Start-up-Kultur fördern

Österreichweit wurden laut aktueller Motivumfrage des Gründerservice 8,5 Prozent der Befragten in der Schule, Fachhochschule bzw. Universität für das Gründen begeistert. In Vorarlberg sind es erst rund 1,7 Prozent. Umso mehr sind hier Anstrengungen zu unternehmen, potenzielle Start-ups im Land zu halten und nicht an Universitätsstädte zu verlieren. „In der Postgarage werden sich ab diesem Herbst heimische Unternehmen mit der Start-up-Szene vernetzen können. Allen Vorarlberger Start-ups steht mit der Initiative Startupland in der Postgarage eine zentrale Anlaufstelle zur Verfügung. Hier wird bestmögliche Unterstützung durch Networking Events, Coaching und Betreuung angeboten“, sagt Marco Tittler, stellvertretender Direktor der Wirtschaftskammer Vorarlberg.

Hürden

26 Prozent der Vorarlberger Gründer/-innen sehen die Belastung durch Sozialversicherung, Steuern und Abgaben sowie die Finanzierung und die Möglichkeit für Kredite (ca. 21 Prozent) als Haupthindernisse. Ebenfalls mit 21 Prozent – gegenüber 13 Prozent im Bundesschnitt – werden die allgemeinen rechtlichen Anforderungen und Amtswege als Hindernis eingestuft.



Marco Tittler, Direktor-Stv. in der WKV
© Dietmar Walser
„Die Befragung zeigt deutlich, dass die Forderungen nach Steuerentlastungen und Entbürokratisierung gerade für Gründer/-innen weiterverfolgt werden müssen“
Marco Tittler, Direktor-Stv. in der WKV


Risiko und Verantwortung

Da die meisten Gründungen als Kleinunternehmen bzw. EPU erfolgen, könne eine großzügige Betriebsausgabenpauschalierung der Einnahmen bei einem jährlichen Umsatz bis 35.000 Euro, eine Tarifsenkung bei der Einkommensteuer sowie ein kontinuierlicher Bürokratieabbau einen wesentlichen und effektiven Beitrag zur Verminderung der Gründungshemmnisse leisten, so
Mathis. Eine weitere Entlastung, die speziell EPU betrifft, ist die Absetzbarkeit des Arbeitsplatzes oder Büros im Wohnungsverband. „Gerade in der schnelllebigen Zeit von heute gehört die Übernahme von Risiko und unternehmerischer Verantwortung entsprechend gewürdigt und unterstützt“, unterstreicht Tittler die Forderungen. Daher muss gelten:


  • weitere steuerliche Entlastungen für unternehmerische Aktivitäten,
  • weniger Bürokratie durch pauschalierte Abrechnung der Betriebsausgaben und
  • weitere Vereinfachungen bei Unternehmensgründungen.


Anlaufstelle

Das Gründerservice der Wirtschaftskammer Vorarlberg ist die erste Anlaufstelle für Neugründer/-innen und verfügt über ein umfassendes Informations- und Beratungsangebot. Bereits im ersten Halbjahr 2019 konnten 367 Kunden durch individuelle Gründungsberatungen und 240 Gründungsinteressierte in Workshops durch das Gründerservice betreut werden.

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