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Gastronomiebranche sieht erste Öffnungsschritte als wichtiges Signal

Vorarlbergs Gastronomen begrüßen Öffnung als ersten Schritt, fordern aber ein rasches Nachverhandeln wichtiger Forderungen wie Selbsttests und 1-Meter-Abstand.

Gastro-15
© iStock

Vorarlbergs Gastronomievertreter in der Wirtschaftskammer sehen in den ersten Öffnungsschritten ab 15. März ein wichtiges Signal. „Wir kämpfen seit geraumer Zeit nahezu Tag und Nacht sowie auf allen Ebenen für eine Möglichkeit, wieder Gastgeber sein zu dürfen.  Dass es jetzt bald soweit ist, zeugt vom Vertrauen, das die Landespolitik mittlerweile in uns als Branchenvertreter setzt. Landeshauptmann Markus Wallner hat sich deshalb dankenswerterweise bis zur letzten Minute in Wien für unsere Forderungen eingesetzt, wobei manches leider unerfüllt geblieben ist“, betonen Mike P. Pansi, Fachgruppen-Obmann der Gastronomie sowie sein Stellvertreter Stefan Köb.

Insbesondere die Möglichkeit, Gastronomiebetriebe ab 15. März zusätzlich zu outdoor auch indoor zu öffnen, ist aus Sicht der Branchenvertreter ein wichtiger, aber auch mutiger Schritt. „Damit übernimmt unsere Branche eine hohe Verantwortung. Die Betriebe haben jedoch in den vergangenen Monaten sehr viel in umfassende Sicherheits- und Präventionskonzepte investiert. Jetzt können wir endlich zeigen, dass damit ein ‚Sicheres Gastgeben‘ möglich ist“, sagt Mike P. Pansi. „Fragen muss sich aber jeder einzelne Betrieb angesichts der gesetzten Rahmenbedingungen, ob ab 15. März auch betriebswirtschaftlich verantwortungsvoll geöffnet werden kann.“ 

Wesentliche Forderungen der Branche bleiben unerfüllt

Trotz des Lichtblicks einer Öffnung bedauern die Gastronomievertreter, dass wesentliche Forderungen, für die sich auch die Vorarlberger Landesregierung eingesetzt hat, vom Gesundheitsministerium in Wien unerfüllt geblieben sind. So werden die sogenannten Selbsttests nur für Kultur- und Freizeiteinrichtungen kommen, nicht aber für die Gastronomie. „Die Selbsttests und damit mehr Eigenverantwortung von Seiten der Gäste wären wichtig, damit wir auch organisatorisch und wirtschaftlich verantwortungsvoll öffnen können. Auch eine 1 Meter- anstelle der jetzt angekündigten 2-Meter-Abstandsregel wurde uns zunächst in Aussicht gestellt, war aber in Wien nicht durchsetzbar. Damit stoßen viele kleinere Betriebe an räumliche oder betriebswirtschaftliche Grenzen“, sagt Stefan Köb. 

Gastronomievertreter hoffen auf nächste Öffnungsstufe

Die Gastronomievertreter appellieren an alle Betriebe, die Gäste und die Bevölkerung, sich an die Schutzmaßnahmen zu halten. Nur dann gäbe es Hoffnung auf eine nächste Öffnungsstufe. Sollte es die Infektionsentwicklung als Voraussetzung dafür zulassen, fordern sie vehement, drei Punkte bis spätestens Ostern nachzuschärfen: Die Anerkennung von Selbsttests in der Gastronomie sowie die Rückkehr zu früheren Regelungen, zum Beispiel über die Anzahl von sechs Gästen an einem Tisch oder die 1-Meter-Abstandsregel für Verabreichungsplätze - eine Adaptierung der derzeit gültigen Ausgangssperre, eine entsprechende Ausweitung der Betriebszeiten oder eine Anpassung der Sperrstunde auf 23 Uhr. Covid-Förderungen und Unterstützungsleistungen können auch dann in Anspruch genommen werden, wenn Betriebe aus betriebswirtschaftlichen Gründen entscheiden nicht zu öffnen.

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