th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

Für die Urlaubsrückkehrer gelten neue Regelungen

Reisewarnungen, Quarantäne und PCR-Tests sorgen in vielenBetrieben für Verunsicherung. Was es nach der Rückkehr aus dem Urlaub im Ausland auch arbeitsrechtlich zu beachten gilt.

Für Reiserückkehrer gibt es neue Regelungen zu beachten.
© istock Für Reiserückkehrer gibt es neue Regelungen zu beachten.

Darf ich Urlaub in einem anderen Land machen?

Ja, ein Urlaub im Ausland ist nach wie vor möglich. Das Außen- und das Gesundheitsministerium passen in gemeinsamer Abstimmung laufend die Reisewarnungen und Reisebeschränkungen an, die es jedenfalls zu beachten gilt. Ob nach dem Urlaub die Einreise nach Österreich mit Einschränkungen verbunden ist, hängt vom jeweiligen Urlaubsland ab.

Wie werden Länder mit Reisewarnungen klassifiziert?

Grundsätzlich wird in Länder der Anlage A1 (Reisewarnstufe 4) und A2 (Reisewarnstufen 5 und 6) unterschieden. Staaten der Anlage A1 gelten als „epidemiologisch sicher“, während bei Ländern der Anlage 2 erhöhtes Risiko hinsichtlich Covid-19 besteht. Bei allen anderen Ländern (also jenen Ländern, die nicht in der Anlage 1 oder 2 der Einreise-Verordnung genannt werden, wie z.B. Kanada, Kuba oder die Malediven) gelten grundsätzlich Beschränkungen bei der Wiedereinreise nach Österreich.

"Das Urlaubsverhalten kann auch Auswirkungen auf den Betrieb haben. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an unsere Servicehotline: 05522 305-1122.“
Christoph Jenny, WKV-Direktor


In welche europäischen Länder darf ich aktuell ohne Einschränkungen einreisen?

Derzeit können alle Personen, die ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in Österreich haben, in über 20 europäische Länder ohne Einschränkungen bei der Rückkehr nach Österreich reisen – sie alle werden in der Anlage A1 gelistet. In diesen Staaten gilt derzeit Sicherheitsstufe 4. Hier ist die Einreise nach Österreich ohne Einschränkungen möglich, sofern man in den letzten zehn Tagen vor Einreise ausschließlich in Ländern der Anlage A1 war. Ist das nicht der Fall (hat man z.B. einen Aufenthalt in Slowenien mit einer Reise nach Kroatien kombiniert und war weniger als zehn Tage in Slowenien), ist bei der Einreise ein höchstens drei Tage altes ärztliches Zeugnis über einen negativen SARS-CoV-2-Test vorzulegen oder eine zehntägige Heimquarantäne anzutreten.

In welchen Ländern gibt es aktuell eine Reisewarnstufe 5 oder 6?

Es bestehen derzeit erhöhte Reisewarnungen unter anderem für Spanien (inkl. Balearen), Schweden, Portugal, Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Kroatien, Montenegro, Nordmazedonien und Serbien, Rumänien, Bulgarien, Moldau, die USA, Russische Föderation und die Türkei. Hier gibt es strenge Vorlagen.

Was passiert, wenn Mitarbeiter im Ausland an Corona erkranken und nicht rechtzeitig an ihren Arbeitsplatz zurückkehren können?

In erster Linie muss sofort der Arbeitgeber verständigt und eine ärztliche Bestätigung vorgewiesen werden. Wie bei jeder anderen Erkrankung besteht auch bei einer Erkrankung an Covid-19 ein Entgeltfortzahlungsanspruch gegenüber dem Arbeitgeber, außer die Erkrankung wurde vorsätzlich oder grob fahrlässig herbeigeführt, wie etwa durch das Feiern einer Party unter Missachtung aller Abstands- und Hygieneregeln. 

Was passiert, wenn nach der Rückkehr aus dem Ausland ein Covid-19-Infektionsverdacht auftaucht?

Als Erstes muss unverzüglich die Gesundheitshotline unter der Nummer 1450 kontaktiert werden. Es gelten die Regeln des Epidemiegesetzes, d.h. bei einer behördlichen Absonderung durch die österreichischen Behörden wird das Entgelt weiterbezahlt, unabhängig davon, wo man zuvor seinen Urlaub verbracht hat. Der Arbeitgeber hat einen Ersatzanspruch für das fortgezahlte Entgelt gegenüber dem Staat.

Was passiert, wenn ich in einem Land mit Reisewarnung erkranke oder unter Quarantäne gestellt werde?

Dadurch, dass der Arbeitnehmer in ein Land, für das eine Reisewarnung besteht, gereist ist, hat er die Dienstverhinderung grob fahrlässig verursacht. Es besteht daher weder im Fall einer Erkrankung mit dem Coronavirus noch im Fall einer behördlich verfügten Absonderung im Ausland ein Anspruch auf Entgeltfortzahlung gegenüber dem Arbeitgeber. 

Was passiert, wenn ich in einem Land auf Urlaub bin, für das während des Urlaubs eine Reisewarnung ausgesprochen wird?

Fällt das Land aufgrund der Reisewarnung aus der Anlage A1 heraus und wird in der Anlage A2 gelistet, dann muss ab diesem Zeitpunkt bei der Einreise ein aktuelles (höchstens drei Tage altes) negatives SARSCoV-2-Gesundheitszeugnis vorgelegt oder eine zehntägige Heimquarantäne absolviert werden. Zusätzlich ist nach Antritt der Heimquarantäne zwingend binnen 48 Stunden ein SARS-CoV-2-Test vorzunehmen. Kann der Arbeitnehmer die Arbeit dadurch nicht rechtzeitig antreten, besteht für diese Zeit weder ein Entgeltfortzahlungsanspruch gegenüber dem Arbeitgeber noch ein Erstattungsanspruch.

Was muss ich beachten, wenn ich aus einem Land zurückkehre, das nicht in Anlage 1 oder 2 gelistet ist?

Bei direkter Einreise aus allen anderen Ländern (also allen Ländern, die nicht in Anlage A1 oder A2 der Einreise-Verordnung geführt werden) muss bei der Einreise ein höchstens drei Tage altes ärztliches Zeugnis über einen negativen SARS-CoV-2-Test vorgelegt oder eine zehntägige Heimquarantäne angetreten werden. Ist ein währenddessen durchgeführter Test auf SARS-CoV-2 negativ, kann die Heimquarantäne beendet werden.

Muss ich meinem Arbeitgeber mitteilen, wohin ich auf Urlaub fahre, oder muss ich eine Frage meines Arbeitgebers nach meinem Urlaubsort wahrheitsgemäß beantworten?

Der Urlaub gehört zur privaten Lebensgestaltung des Arbeitnehmers bzw. der Arbeitnehmerin, sodass keine Verpflichtung besteht, dem Arbeitgeber von sich aus mitzuteilen, wohin man auf Urlaub fährt. Aufgrund der aktuellen Pandemiesituation muss aber der Arbeitgeber die Möglichkeit haben, im Betrieb geeignete Schutzvorkehrungen zu treffen. Dazu kann es notwendig sein, auf Nachfrage auch das Urlaubsland bekanntzugeben.

Tipp!

Alle Informationen zu „Covid-19: Urlaub und Entgeltfortzahlung“ finden Sie auf der
Seite des Bundesministeriums für Arbeit, Familie und Jugend unter bit.ly/2YbYuzO.

Alle aktuellen Reisewarnungen und Einreisebestimmungen finden Sie unter bit.ly/2YbYuzO und unter bit.ly/2Q2rky7.

WKV-Rechtservice, Mag. Carolin Grabher, t 05522 305-324, grabher.carolin@wkv.at, wko.at

Das könnte Sie auch interessieren

JWV und KSV1870 verlängern erneut die erfolgreiche Partnerschaft.

JWV und KSV1870 verlängern erneut erfolgreiche Partnerschaft

Mitglieder der JWV profitieren damit vom Service des führenden österreichischen Gläubigerschutzverbandes und Jungunternehmer erhalten zu Beginn eine kostenfreie Mitgliedschaft. mehr

Einreichungen sind bis Samstag, 15. August 2020, bei der landesweiten MINT-Koordinationsstelle im BIFO möglich.

Förderwettbewerb für MINT-Bereich

Auf Grundlage einer im September 2019 vorgestellten MINT-Strategie schreiben Landesregierung, Bildungsdirektion und Wirtschaftskammer Vorarlberg einen mit 32.000 Euro dotierten Förderwettbewerb aus. mehr