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Freibäder: Gute Stimmung, Sorge um Aufsichtspflicht

Die heurige Sommersaison der Freibäder konnte mit einer durchwachsenen Bilanz abgeschlossen werden.

Freibäder: Gute Stimmung, Sorge um Aufsichtspflicht
© iStock Zunehmend Sorgen bereitet den Bädern der Umgang mit der elterlichen Aufsichtspflicht.
Während im Mai aufgrund des schlechten Wetters Besucher ausblieben, waren die Gästezahlen in den anderen Sommermonaten hingegen positiv. Zunehmend Sorgen bereitet den Bädern allerdings der Umgang mit der Aufsichtspflicht. Im Auftaktmonat Mai blieben durch die Wetterkapriolen viele Besucher aus. Im Juni und Juli konnten dafür wieder positivere Zahlen geschrieben werden. „Die Vorarlberger Freibäder blicken damit auf eine durchschnittliche Saison zurück, mit wetterbedingten Höhen und Tiefen. Es ist zwar kein Vergleich zum Rekordsommer 2018, trotzdem ist die Stimmung bei den Betreibern durchwegs gut“, sagt Bädersprecher Ewald Petritsch. Knapp 155.000 Besucher zählte das Strandbad Bregenz heuer, was einem Minus von etwa 20 Prozent entspricht. In den Rheinauen Hohenems kam es gegenüber dem Vorjahr zu einem Rückgang von 22 Prozent. In Schoppernau, Klösterle, Bezau, Braz und Lustenau waren es jeweils etwa 16 Prozent.
 

Mit Sorge betrachte man allerdings den Umgang mit der Aufsichtspflicht und Sicherheit. Immer öfter werde in den Bädern etwa beobachtet, dass sich Kleinkinder unbeaufsichtigt und ohne Schwimmhilfen im Freischwimmerbereich aufhalten. Immer wieder gebe es Situationen, in denen Eltern durch das Handy abgelenkt sind und sich dann den Gefahren gar nicht bewusst seien: „Oft sind es nur kleine Augenblicke, in denen viel passieren kann“, betont Petritsch. Zudem zeige sich auch, dass immer weniger Menschen – Kinder wie Erwachsene – sicher schwimmen können: Das Kuratoriums für Verkehrssicherheit belegt: 700.000 Menschen in Österreich können sogar gar nicht schwimmen.

Sichere Bäder

Die über 30 Bäder im Land bemühen sich sehr um die Sicherheit in den Bädern. Den Gästen stehen stets gepflegte und sichere Anlagen zur Verfügung, es zeigt sich auch, dass die Rettungskette im Ernstfall bestens funktioniert. „Die Bademeister sind stets wachsam und sind sofort zur Stelle, allerdings ist es uns ein Anliegen, dass auch die Eltern ihre Aufsichtspflicht wahrnehmen und sich ihrer Verantwortung auch nach dem Eintritt ins Bad stets bewusst sind“, sagt Ewald Petritsch. Im Sommer 2019 haben sich zahlreiche Vorarlberger Freibäder bei der Aktion „Wasser-Sicherheits-Check“ zur Verfügung gestellt, um gemeinsam mit dem Initiator Sicheres Vorarlberg auf die Unfallgefahren im und am Wasser aufmerksam zu machen.

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