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Finanzwelt blickt gespannt in die USA

Die US-Präsidentenwahl und somit die Entscheidung zwischen Donald Trump und Hillary Clinton hat auch auf Vorarlberger Anlegerinnen und Anleger massive Auswirkungen. 

Die ganze Welt blickt morgen Nacht (MEZ) gebannt nach Übersee: Einer der spannendsten Wahlkämpfe um das Präsidentenamt in den USA geht ins Finale. Kann die vermeintlich sichere Siegerin und Demokratin Hillary Clinton ihren Vorsprung aus den Umfragen ins Ziel bringen? Oder sorgt der wohl umstrittenste Kandidat in der US-Geschichte, der Republikaner Donald Trump, für eine waschechte Sensation? Eine Entscheidung, die die US-Bürgerinnen und –Bürger treffen – Auswirkungen aber weit über die Landesgrenzen hinaus haben wird. Auch für Anlegerinnen und Anleger in Vorarlberg. „Je nach Wahlausgang gibt es auf wichtige (welt-)politische Fragen – Stichworte Syrien und Mexiko – unterschiedliche Antworten. Natürlich wird das auch hierzulande an den Börsen zu spüren sein“, macht Markus Salzgeber, Obmann der Fachgruppe der Finanzdienstleister in der Wirtschaftskammer Vorarlberg, deutlich. Obwohl sich in der Vergangenheit sowohl die Demokraten als auch die Republikaner wirtschaftsfreundlich positioniert haben: Ein Sieg von Trump würde aller Voraussicht nach Verunsicherung an den Märkten stiften. „Der Milliardär hat im Wahlkampf mit polarisierenden Aussagen auf sich aufmerksam gemacht. Trump als neuer US-Präsident würde anfänglich zu Abwärtsreaktionen an den Finanzmärkten führen“, so Salzgeber. Ein Sieg von Clinton würde sich hingegen positiv auf die Finanzmärkte auswirken. „Mit der richtigen Aktien- bzw. Aktienfondswahl auf Branchen- und Titelebene sollten sich in den kommenden Jahren überdurchschnittliche Gewinne erzielen lassen“, ist der Experte überzeugt.
 
Zukunft von „Obama-Care“ ungewiss
Auswirkungen hat der Wahlausgang v.a. auf spezielle Branchen – darunter Gesundheit, Energie oder Rüstung. So stand während des Wahlkampfs unter anderem der sogenannte „Affordable Care Act“ (ACA), hierzulande besser als „Obama-Care“ bekannt, im Fokus. Während Clinton den ACA erhalten bzw. sogar erweitern möchte, würde Trump das Gesetz – so zumindest seine Ankündigung – wieder außer Kraft setzen. „Die profitablen multinationalen Pharma- und Biotechunternehmen könnten bei damit einhergehender Anhebung der Medikamentenpreise unter Druck geraten“, erklärt Salzgeber. Ein Beispiel? Preiserhöhungen beim Infektionsmedikament „Daraprim“ haben den Nasdaq-Biotech-Index in der Vergangenheit bereits auf Tauchkurs geschickt.


Ähnlich die Situation beim Thema Energie: Die Demokratin Clinton unterstützt sowohl das Pariser Klimaabkommen als auch den „Clean Power Plan“ (CPP) – Trump lehnt beide ab. „Ein Sieg von Clinton würde also zu Kursgewinnen bei Unternehmen aus dem Sektor erneuerbare Energien führen“, so der Fachgruppen-Obmann.


Bei einem Sieg von Trump würde indes der Finanzsektor profitieren. Die ehemalige First Lady tritt für eine stärkere Regulierung des US-Finanzsektors ein, ein Sieg der Demokratin könnte zu einer Aufspaltung größerer Finanzinstitutionen führen. „Clinton möchte Vorstände und Aufsichtsratsmitglieder bei Banken- oder Versicherungspleiten stärker zur Verantwortung ziehen. Unternehmen könnten daher mit einer strengeren Strafverfolgung, Manager mit zusätzlichen persönlichen Risiken konfrontiert sein“, erklärt Salzgeber.
 
Auswirkungen der Krisenherde
Eine Branche, die unabhängig vom Wahlausgang profitieren wird, ist die Rüstungsindustrie. Trumps Motto – „Make America Great Again“ – sei Musik in den Ohren der Waffenlobby. „Die Krisenherde der Welt und das neuerlich angespannte Verhältnis zu Russland erfordern von der Supermacht ständige Militärpräsenz. Das Verteidigungsbudget dürfte also sowohl bei einem US-Präsidenten Trump als auch einer US-Präsidentin Clinton deutlich angehoben werden“, erwartet der Experte. Ganz grundsätzlich gelte: „Privatanleger sind gut beraten, diese typischen Marktmuster als Basis für ihre Anlageentscheidung im Kopf zu behalten“, so Salzgeber abschließend.

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