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Fahrzeughandel: NoVA-Erhöhung belastet viele Betriebe und Branchen

Rudi Lins, Obmann der Fachgruppe Fahrzeughandel in der Wirtschaftskammer Vorarlberg, begrüßt, dass die E-Mobilitätsförderung 2021 fortgesetzt wird: „Die Förderung von Elektromobilität ist in der jetzigen Phase ein wichtiges Instrument.“ Allerdings werde diese sinnvolle Maßnahme von der NoVA-Erhöhung getrübt.

Rudi Lins, Obmann der Fachgruppe Fahrzeughandel in der WKV.
© Frederick Sams Rudi Lins, Obmann der Fachgruppe Fahrzeughandel in der WKV.

Für die Mobilität der Zukunft ist die Elektromobilität ein wesentlicher Faktor. Bei den Neuzulassungen von elektrifizierten Fahrzeugen ist eine konstante Steigerung zu beobachten; das Niveau ist insgesamt aber weiterhin niedrig: Zwischen Jänner und Oktober 2020 wurde in Vorarlberg ein Plus von 23,29 Prozent (614) bei neu zugelassenen E-Fahrzeugen und ein Plus von 82,51 Prozent (1106) bei Hybrid-Fahrzeugen verzeichnet. Rudi Lins, Fachgruppenobmann des Vorarlberger Fahrzeughandels, erklärt: „Deshalb sind speziell in der jetzigen Phase Förderungen ein wichtiges Instrument, um den Marktdurchbruch der Elektromobilität voranzutreiben. Wir begrüßen daher, dass die E-Mobilitätsförderung, eine Aktion des Bundesministeriums für Klimaschutz und der österreichischen Automobilimporteure, auch im kommenden Jahr weitergeführt wird.“

Konkret wird 2021 für Private die Anschaffung eines reinen Elektroautos (BEV) weiterhin mit 5.000 Euro und die eines Plug-in-Hybrids mit 2.500 Euro gefördert. Bei den Betrieben wurde die öffentliche Förderung reduziert, sodass die reinen Elektroautos (BEV) mit 4.000 Euro und die Plug-in-Hybride mit 2.000 Euro gefördert werden.

NoVA-Erhöhung belastet Betriebe zusätzlich

Die Freude über die Fortsetzung der E-Mobilitätsförderung wird durch die vor Kurzem überraschend – ohne Begutachtungsphase und ohne jeglichen Dialog mit den betroffenen Branchen – angekündigte Erhöhung der NoVA stark getrübt, wie Fachgruppenobmann Lins erläutert: „Diese Maßnahme bedeutet über alle Fahrzeugklassen hinweg eine Steuererhöhung! Die Anschaffung eines innovativen, effizienten Neuwagens ohne Rücksicht auf den tatsächlichen Verbrauch und CO2-Ausstoß im Alltag zu bestrafen, ist das Gegenteil einer ökologischen Förderung!“ Außerdem führe eine solche Steuererhöhung dazu, dass ältere Fahrzeuge tendenziell länger gefahren werden, gibt Rudi Lins zu bedenken: „Das ist aus ökologischer Perspektive absolut kontraproduktiv! Es ist ein Versäumnis, dass eine sinnvolle Maßnahme wie die E-Mobilitätsförderung durch die Erhöhung der NoVA den Umstieg auf grundsätzlich saubere Fahrzeuge der neuesten Abgasklasse konterkariert.“ Der Obmann der Fachgruppe Fahrzeughandel in der WKV nennt Fahrzeuge der Klasse N1 als Beispiel: „Erstmalig wird die NoVA auch für leichte Nutzfahrzeuge fällig; dabei handelt es sich vorrangig um Kastenwägen und Pritschenfahrzeuge – also wichtige Betriebsmittel für die heimischen Betriebe; das trifft Kleintransporteure, Gewerbetreibende, Handwerker, Zustell- und Handelsbetriebe besonders hart. Wir stecken inmitten einer großen Gesundheits- und Wirtschaftskrise; gerade jetzt die ohnehin belasteten Klein- und Mittelbetriebe weiter zu strapazieren, ist das völlig falsche Signal!“


Was die Einführung der NoVA bei N1 konkret bedeutet, zeigen Beispiele von in der Praxis häufig eingesetzten leichten Nutzfahrzeugen:  

 

Fiat Ducato Fahrgestell L4 35 Maxi Doppelkabine Dreiseitenkipper 2.3 Multijet 180

NoVA 2020     € 0,00

NoVA 2021     € 14.553,70 

NoVA 2024     € 21.281,80

 

Iveco Daily 35S16 A8 Kastenwagen 1900/3520L

NoVA 2020     € 0,00

NoVA 2021     € 8.096,60 

NoVA 2024     € 13.463,60

 

MAN TGE 3.180 4x4 AQ

NoVA 2020     € 0,00

NoVA 2021     € 13.473,00

NoVA 2024     € 24.255,00

 

Mercedes-Benz Sprinter Kastenwagen 314 CDI Hochdach, lang

NoVA 2020     € 0,00

NoVA 2021     € 11.200,00

NoVA 2024     € 17.026,00

 

VW Crafter DoKa-Pritsche

NoVA 2020     € 0,00

NoVA 2021     € 11.420,80

NoVA 2024     € 17.348,20

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