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Fachkräftemangel gefährdet volle Auftragsbücher

Fachgruppe Metalltechnik (Gewerbe) – als wichtiger Zulieferer der Industrie – trotz fehlendem Personal mit sehr gutem Ergebnis.

Fachgruppe Metalltechnik (Gewerbe) – als wichtiger Zulieferer der Industrie – trotz fehlendem Personal mit sehr gutem Ergebnis.
© Fachgruppe Metalltechnik WKV V.l: Fachgruppengeschäftsführer Gert Mayer, GF Rusch Metall-am-Bau Wolfgang Rusch, Fachgruppenobmann Christian Thaler und Bernhard Geiger, Lehrlings- und Ausbildungsverantwortlicher der Fachgruppe.

Die Fachgruppe Metalltechnik (Gewerbe) der Wirtschaftskammer Vorarlberg präsentierte heute in Dornbirn im Rahmen einer Pressekonferenz bei RUSCH Metall-am-Bau die aktuelle Situation in der Branche.

Die Betriebe der Fachgruppe Metalltechnik führen überwiegend heimische Aufträge aus und stehen als Zulieferer der Industrie doch in weltweiter Konkurrenz. Was wie ein Widerspruch klingt, ist schnell erklärt: „Die Metalltechniker sind als einer der wichtigsten Zulieferer für die Industrie von großer Bedeutung für Vorarlbergs Wirtschaft. Die heimische Industrie könnte jederzeit in Osteuropa oder Asien einkaufen, doch unsere Betriebe sind absolut konkurrenzfähig – dank top ausgebildeter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in bester Qualität produzieren. Ebenso schätzt die heimische Bauwirtschaft als auch der Privatkunde die Qualität und Zuverlässigkeit der Metalltechniker“, sagt Innungsmeister und Fachgruppenobmann Christian Thaler und ergänzt: „Wir haben volle Auftragsbücher: 2017 war ein sehr gutes Jahr mit einer Steigerung gegenüber 2016 und auch für 2018 erwarten wir als Branche mindestens ein gleichbleibendes Niveau, wenn nicht sogar erneut ein Plus. 

Aufgrund der fehlenden Fachkräfte müssen wir teilweise sogar Aufträge ablehnen. Der Fachkräftemangel ist und bleibt unsere Herausforderung heute und in der Zukunft.“ Dies unterstreicht Fachgruppengeschäftsführer Gert Mayer mit den passenden Zahlen: „2017 hatten die 428 Mitgliedsbetriebe der Fachgruppe Metalltechnik  gesamt 1.695 Beschäftigte in Vorarlberg – das entspricht einer Steigerung von 40 Arbeitsplätzen im Vergleich mit 2014 und einem Plus von 9,2% zu 2010. Viele Betriebe könnten sofort zusätzliche Mitarbeiter einstellen, wie beispielsweise die Firma RUSCH Metall-am-Bau, doch es gibt keine Metaller am Markt. Dabei ist das Metallgewerbe eine krisensichere Branche, denn auch in den Krisenjahren rund um 2009 war die Mitarbeiterzahl stabil.“

Fachgruppe sagt Fachkräftemangel den Kampf an

Bernhard Geiger, Lehrlings- und Ausbildungsverantwortlicher der Fachgruppe sowie Mitglied des Ausschusses bestätigt: „Es ist wichtig, dass wir selbst ausbilden, nur so können wir höchste Qualität garantieren und die Zukunft unserer Branche absichern. Hier muss teilweise noch ein Umdenken stattfinden. 76 Betriebe tun dies bereits, gesamt hatten die Mitglieder der Fachgruppe 2017 209 Lehrlinge. Das sind 25 Lehrlinge weniger seit 2014 und ein Minus von 15,4% im Vergleich mit 2010. In den letzten beiden Jahren war die Anzahl der Lehrling jedoch konstant.“ Die Fachgruppe Metalltechnik bietet ein breites Spektrum an möglichen Ausbildungen für Lehrlinge wie Metalltechniker, Schmied, Landmaschinentechniker oder aber auch Büchsenmacher. „Lehrlinge erzeugen bei uns aufgrund der Betriebsgröße komplette Werkstücke, tragen von Anfang an Verantwortung und haben abwechselnde Aufgaben. Oft bildet in unserer Branche noch der Chef selbst aus, das ist etwas Besonderes. Da nehmen die Lehrlinge neben dem fachlichen Know-how gleich viel mehr mit“, betont Geiger weiter.

Gert Mayer ergänzt: „Mit dem Fachkräftemangel haben in Vorarlberg viele Branchen zu kämpfen. Das Besondere an unserer Situation ist, dass im Metallgewerbe kleine Betriebe mit den großen Playern konkurrieren.“ Die Fachgruppe wird in Zukunft vermehrt Aktivitäten setzen, um dieser Entwicklung entgegenzusteuern. Neben den Aktivitäten mit der ARGE met (Metall Elektro Technik Gewerbe) soll mit einer Offensive vermehrt kommuniziert und die Zahl der Ausbilder gesteigert werden. Deshalb holte die Fachgruppe den Bundeslehrlingswettbewerb 2018 nach Vorarlberg, der am 5. und 6. Oktober in Bregenz, stattfindet. In der Landesberufsschule zeigen die Teilnehmer/innen die Spitzenleistungen und die Vielseitigkeit des Berufs und lenken somit die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit und der von potenziellen Lehrlingen auf die Branche.

Erfolgreiches Olympia-Projekt beweist Qualität der Lehrlinge

Wie spannend eine Lehre in der Metalltechnik sein kann, beweist das Olympia-Projekt 2017. Die Fachgruppe als Mitglied der ARGE met entsandte im Dezember des vergangenen Jahres Vorarlberger Nachwuchs-Arbeitskräfte nach Pyeongchang: Acht Lehrlinge unterstützten die Montagearbeiten vor Ort und erstellten in 22 Tagen auf zwei Stockwerken und einer Fläche von 1.200 Quadratmetern die umfangreiche Infrastruktur des Österreich-Hauses bei den Olympischen Winterspielen 2018 in Korea. Bernhard Geiger erklärt: „Das beweist einmal mehr: Unsere Lehrlinge sind sehr gut – allerdings wie passende Fachkräfte nur sehr schwer zu finden.“ Innungsmeister und Fachgruppenobmann Christian Thaler appelliert abschließend: „Der Kampf um qualifizierte Fachkräfte wird weiter zunehmen, deshalb muss unsere gesamte Branche zusammenstehen und die Fachgruppe versteht sich als optimale Plattform dafür.“

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