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FG Werbung und Marktkommunikation: Ohne Kreativwirtschaft wird die Krise länger dauern

Die Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation wählte den PR-Spezialisten Martin Dechant (ikp Vorarlberg) zum neuen Obmann. Als Stellvertreter wurden Hanno Schuster (Schuster Strategien) und Gerhard Hofer (Spiritworks) bestellt. Auf Dechant und den Ausschuss warten herausfordernde Zeiten. Durch Covid-19 sind auch die Kreativen unter Druck geraten. Dechant will ein Rezept dagegen kennen: Er setzt auf eine starke Vernetzung und Kooperation der gesamten Kreativwirtschaft.   

Martin Dechant, Obmann der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation in der Wirtschaftskammer Vorarlberg.
© Frederick Sams Martin Dechant, Obmann der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation in der Wirtschaftskammer Vorarlberg.

Durch die Corona-Krise stehen auch Vorarlbergs Kreative vor großen Herausforderungen. Und glaubt man Vorhersagen, wird die Kreativbranche die Krise zudem noch verzögert spüren, wenn die neuen Jahresbudgets der Auftraggeber viele Aufträge rund um Kommunikation, Design oder Werbung für 2021 nicht mehr vorsehen. Genau das sieht Martin Dechant sehr kritisch – für Auftraggeber, als auch für die Kreativbranche: „Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten muss die Kommunikation und die Kreativität im Mittelpunkt stehen. Durch gute Kommunikation können zum Beispiel Kunden aktiviert werden und durch clevere Kreativprozesse neue Geschäftsfelder erschlossen werden. Eine Einsparung in diesen Bereichen kann eigentlich einer Bankrotterklärung gleichgestellt werden. Das wäre Wahnsinn. Und damit ist es Fakt: Ohne Kreativwirtschaft wird diese Krise länger dauern.“ 

Ein physischer Ort für die Kreativwirtschaft 

Als eins der wichtigsten Ziele sieht Dechant die intensive Vernetzung der Kreativwirtschaft. Denn die meist aus Ein-Personen-Unternehmen bestehende Branche soll mehr zusammenarbeiten: „Das Vernetzen der Kreativwirtschaft muss gleich beginnen. Gerade in solch schweren Zeiten müssen wir weiter zusammenrücken und kooperieren. Mit den Fotografen, der schwer gebeutelten Eventbranche oder den Filmern gibt es viele Synergien. Wir sind schon bzw. werden auf die Kolleginnen und Kollegen zugehen, um hier ein Miteinander mit Mehrwert zu schaffen. Wir möchten zum Beispiel einen physischen Platz der Kreativwirtschaft schaffen. Der kann zum Beispiel im Designforum in Dornbirn sein – hier laufen bereits Gespräche. Aber auch in den anderen Bezirken soll es Kooperationsstellen geben“, führt der neue Fachgruppenobmann seine Ziele aus. 

Vorarlberg als fruchtbarer Kreativboden 

Im neu konstituierten Ausschuss der FG Werbung und Marktkommunikation will man sich zudem noch mehr für alle Kreativen öffnen. „Wichtig ist, dass sich so viele wie möglich an dem offenen Dialog und Kooperationen in der Fachgruppe, aber vor allem in der Kreativwirtschaft beteiligen. Dazu werden wir im ersten Schritt in der Fachgruppe dazu aufrufen und in einem zweiten Schritt dann alle Kreative des Landes einladen. Egal ob Ausbildungsstätte wie die FH oder die große Vielzahl an kreativen Berufsbildern, die es bei uns gibt: Nur zusammen werden wir hier weiterkommen. Klar ist, dass Vorarlberg als starker Wirtschaftsraum ein perfekter Nährboden für Kreativität ist. Denn eine starke Wirtschaft ist immer abhängig von Kreativität. Somit bin ich sehr positiv gestimmt, dass wir Kreativen weiter eine sehr wichtige Rolle in dieser Krise einnehmen“, fasst Martin Dechant abschließend zusammen.

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