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Exporttag 2018: Die Welt zu Gast in Vorarlberg

Beim 4. Vorarlberger Exporttag informieren 30 Wirtschaftsdelegierte aus 26 Ländern aller Kontinente rund 200 exportinteressierte Unternehmer aus Vorarlberg über neue Marktplätze und attraktive Chancen auf den Weltmärkten.

Beim 4. Vorarlberger Exporttag informieren 30 Wirtschaftsdelegierte aus 26 Ländern aller Kontinente rund 200 exportinteressierte Unternehmer aus Vorarlberg über neue Marktplätze und attraktive Chancen auf den Weltmärkten.
© Dietmar Mathis Pressekonferenz mit Rudolf Lukavsky, österreichischer Wirtschaftsdelegierter in Moskau, WKV-Präsident Hans Peter Metzler, WKV-Direktor-Stv. Marco Tittler und Martin Glatz, österreichischer Wirtschaftsdelegierter in Peking.

Der 4. von der Wirtschaftskammer Vorarlberg veranstaltete Exporttag rückt die Kraft des Vorarlberger Unternehmertums einmal mehr in den Mittelpunkt: „Vorarlbergs Wirtschaft ist überdurchschnittlich exportorientiert - mit einem Exportanteil von knapp 60 Prozent ist der Außenhandel eine wichtige Triebfeder unserer Wirtschaft“, erklärt Hans Peter Metzler, Präsident der Wirtschaftskammer Vorarlberg, bei der Pressekonferenz. In den vergangenen Jahren konnten die erfolgreichen Vorarlberger Unternehmen ihre Exporte weiter steigern und Marktanteile dazugewinnen - ein neuer Exportrekord von zehn Milliarden Euro ist damit laut Metzler in greifbarer Nähe. Für den Standort Vorarlberg ist der erfolgreiche Außenhandel von entscheidender Bedeutung: „Wir alle profitieren davon, dass Vorarlbergs große – und immer öfter auch kleine und mittlere – Unternehmen, auf den internationalen Märkten erfolgreich unterwegs sind. Exportorientiertes Wirtschaften ist für Vorarlberg wichtig, weil es Arbeitsplätze schafft und auch absichert“, betont der WKV-Präsident.

Vorarlberger Exporttag

Der Vorarlberger Exporttag bietet den exportierenden Unternehmen des Landes die Möglichkeit, sich einen Gesamtüberblick über neue Geschäftschancen und aktuelle Entwicklungen in den Auslandsmärkten zu verschaffen und Fragen und Anliegen mit 30 Wirtschaftsdelegierten aus 26 Ländern aller Kontinente individuell zu besprechen. Bei spezifischen Workshops erhalten die Teilnehmer außerdem Export-Know-how aus Expertenhand. Alle vier Workshops verzeichnen eine ausgezeichnete Buchungslage und haben zwischen 60 und 80 Teilnehmer. Zusätzlich wird an Infoständen über wesentliche Fragen rund um Themen wie Förderungen, Finanzierung und Absicherung im Export, Zoll, Transport und Logistik informiert.

Unternehmer aus allen Branchen

Auch der 4. Exporttag zeichnet sich wieder durch ein hochkarätiges Teilnehmerfeld aus: „Dieses zeigt einen perfekten Querschnitt unserer Unternehmenslandschaft
- über alle Branchen hinweg sind Vertreter großen Leitbetriebe sowie innovative KMU und zahlreiche Ein-Personen-Unternehmen vertreten. Besonders freut uns, dass etwa zehn Prozent der heute anwesenden Unternehmensvertreter erstmalig den Exporttag besuchen und sich hier Informationen und Tipps aus erster Hand holen“, weiß WKV-Präsident Metzler.

Großes Interesse an Gesprächen mit Delegierten aus China und Iran
Insgesamt wurden von den rund 200 Teilnehmern am Exporttag über 300 persönliche Beratungsgespräche mit den Wirtschaftsdelegierten gebucht. „Heuer sind die Gespräche mit unseren Experten aus dem Iran, China, Japan, Brasilien, den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie Russland besonders gefragt. Die USA sind etwas weniger stark gebucht als in den vergangenen Jahren“, informiert Marco Tittler, Direktor-Stv. der Wirtschaftskammer Vorarlberg. Er führt aus: „Bei den Ausfuhren in der ersten Jahreshälfte 2017 konnten wir insgesamt ein Plus von sieben Prozent verzeichnen. Negativ überrascht haben allerdings die USA: Erstmals seit Jahren verzeichnet Vorarlberg wieder einen Rückgang bei den Exporten (-4,8 Prozent).“ Für die Vertreter der Wirtschaftskammer Vorarlberg könnte sich damit die protektionistische US-Politik von Präsident Donald Trump bereits bemerkbar gemacht haben. Positiv haben sich hingegen die Exporte nach China (+ 42,5 Prozent), Russland (+ 19,3 Prozent) und die Türkei (+ 15,1 Prozent) entwickelt.

Rekordmarke im Export möglich

Das Plus von sieben Prozent bei den Ausfuhren im ersten Halbjahr 2017 - konkret von rund 4,8 Milliarden Euro auf rund 5,1 Milliarden Euro - deutet darauf hin, dass die absolute Rekordmarke von zehn Milliarden Euro im Gesamtjahr 2017 erreicht werden könnte. „Dass es trotz vieler inter- nationaler Krisen und teils widrigen Rahmenbedingungen zu einer stabilen Weiterentwicklung der Exporte gekommen ist, ist nicht selbstverständlich und spricht für die hervorragenden Produkte und Dienstleistungen unserer Unternehmen, ihre Innovationskraft, sich auf neue Situationen und Märkte einzulassen sowie ihren Mut, sich von Schwierigkeiten nicht gleich abschrecken zu lassen“, stellt Direktor-Stv. Tittler fest.

Spielregeln einhalten

In Zeiten des drohenden Protektionismus wird es umso wichtiger, die Kooperation mit den Handelspartnern nicht nur aufrechtzuerhalten, sondern zu stärken. „Freier und vor allem fairer Handel braucht Spielregeln, die für alle gelten, statt einseitiges Aufkündigen von Verträgen oder das Abschotten mit Schutzzöllen“, verdeutlicht Tittler.

Ziel: Neue Handelsbeziehungen stärken

Die österreichischen Unternehmen unterhalten oftmals langfristige Beziehungen, die von einem vertrauens- und respektvollen Umgang geprägt sind. Das bedingt, dass man auch in schwierigen Zeiten im Gespräch bleibt. Wir haben als österreichische Wirtschaft die Funktion eines Brückenbauers“, erklärt Direktor-Stv. Tittler. Aus diesem Grund setzt sich die Wirtschaftskammer Vorarlberg stark dafür ein, die Beziehungen zu attraktiven und wichtigen Märkten, wie beispielsweise Russland oder China, weiter zu verbessern.

Unternehmerreise nach Moskau

Vor diesem Hintergrund organisiert die Wirtschaftskammer Vorarlberg in Kooperation mit dem Land Vorarlberg und unter der Leitung von Präsident Hans Peter Metzler und Landeshauptmann Markus Wallner von 22. bis 25. Oktober 2018 eine Unternehmerreise nach Moskau.

Wirtschaftslage China Martin Glatz, österreichischer Wirtschaftsdelegierter in Peking/China informiert:

Wenngleich die chinesische Wirtschaft
nun endgültig in der als „neue Normalität“ bezeichneten Phase langsameren Wachstums und wirtschaftlicher Umstrukturierung angekommen ist (2017: BIP +6,9%), bestehen nach wie vor gute - und oft neuartige - Geschäftschancen. Zwar verliert China für reine Lohnfertigungen an Wettbewerbsfähigkeit, gleichzeitig gewinnt das Reich der Mitte jedoch als Absatzmarkt für höherwertige Waren wie auch für Dienstleistungen an Bedeutung. Allein die Größe des Landes sorgt für entsprechende Nachfrage und Diversität: China ist ca. 114 Mal so groß wie Österreich und von Provinz zu Provinz variieren Marktgegebenheiten und Geschäftsmöglichkeiten. Die chinesische Mittelschicht wird bei gleichbleibendem Wirtschaftswachstum bis 2020 bereits auf 400 Millionen Personen angewachsen sein, was schon sehr nah an die Einwohnerzahl Europas herankommt. Investitionen sind immer noch ein wichtiger Treiber des Wachstums, Konsum und Dienstleistungen gewinnen allerdings gegenüber Exporten und der Industrieproduktion an Bedeutung. Für das Jahr 2018 strebt die chinesische Regierung ein Wachstum von 6,3% bis 6,5% an, welches als ausreichend betrachtet wird, um das Pro-Kopf-BIP bis 2020 gegenüber dem Stand von 2010 zu verdoppeln. Mit einem bilateralen Handelsvolumen von rund 12,19 Milliarden Euro (2017) ist China mit Abstand der wichtigste Handelspartner Österreichs in Asien. Insgesamt verfügen circa 650 österreichische Unternehmen über rund 900 Niederlassungen in China (inklusive Hongkong).

Wirtschaftsbeziehungen Vorarlberg – China

Unter den vielen österreichischen Firmen auf dem chinesischen Markt sind zahlreiche Vorarlberger Unternehmen. Innovative Lösungen aus Vorarlberg sind gefragt, wie die „Erfolgsgeschichten Vorarlberger Unternehmen in China“ deutlich machen. Bereits 42 Unter- nehmen aus Vorarlberg haben insgesamt 86 Niederlassungen in China. Die Vorarlberger Exportzahlen lassen sehr positive Wachstumstrends erkennen. Im ersten Halbjahr 2017 wurden bereits Waren im Wert von 131 Millionen Euro von Vorarlberg nach China ausgeführt und 312 Millionen Euro von China nach Vorarlberg geliefert. Im Gesamtjahr 2016 wurden Waren im Wert von 192 Millionen Euro von Vorarlberg nach China exportiert, was Platz neun der wichtigsten Exportmärkte Vorarlbergs bedeutete. Der Importwert für das Jahr 2016 betrug 631 Millionen Euro. Bei den Dienstleistungsexporten aus Vorarlberg nimmt der Tourismus eine prominente Stellung ein. In der Wintersaison 2017/18 November bis einschließlich März gab es 1.584 Ankünfte chinesischer Reisender in Vorarlberg, ein Plus von 38,2 % im Vergleich zur Vorjahresperiode. Außerdem wurden 4.419 Nächtigungen chinesischer Reisender in dieser Zeit aufgezeichnet, ein Plus von 27,8 % im Vergleich zum Vorjahr. Insbesondere die vielfachen Möglichkeiten, die der österreichische Wintersport bietet, und die chinesische Begeisterung für Natur und intakte Umwelt kann diesen Anstieg begründen.

Wirtschaftslage in Russland Rudolf Lukavsky, österreichischer Wirtschaftsdelegierter in Moskau/Russland berichtet:

Nach zwei Jahren Rezession in Russland wächst die russische Wirtschaft seit Mitte 2016 wieder. 2017 konnte ein Wachstum von +1,5 % erzielt werden. Für
die kommenden Jahre bleiben die Aussichten gedämpft, das Wachstum dürfte sich im aktuellen Ausmaß bewegen. Ausgelöst wurde die Wirtschaftskrise in Russland durch den Ölpreisverfall und niedrigere Rohstoffpreise ab 2014, verstärkt durch die Konflikte mit der Ukraine und die internationalen Sanktionen der EU und der USA. Russland ist immer noch die sechstgrößte Volkswirtschaft der Welt. Strukturelle Schwächen der russischen Wirtschaft sind trotz einiger Fortschritte die starke Rohstoffabhängigkeit. Fast 70 % der russischen Exporte werden von den fossilen Energieträgern Öl, Gas und Kohle erwirtschaftet. Im vergangenen Jahr ist der russische Außenhandel mit einem Plus von 25 % wieder kräftig gestiegen. Der Anteil der EU am russischen Außenhandel ist allerdings auf 42,5 % gefallen, auch aufgrund der Sanktionen und der russischen Einfuhrbeschränkungen in den Bereichen Lebensmittel und Agrarprodukte. Während sich die ehemals sehr zahlungskräftige russische Privatwirtschaft im Zuge der wirtschaftlichen Flaute nach günstigeren Waren in Asien umsah, sind Behörden und staatliche Unternehmen in vielen Bereichen per Gesetz dazu verpflichtet, Lieferanten im Inland oder der Eurasischen Wirtschaftsuni- on bzw. Ländern, die keine Russland- Sanktionen erlassen haben, zu bevorzugen. Lieferanten aus China, Taiwan, Korea und  anderen asiatischen Ländern gewinnen da- durch in Russland stark an Bedeutung, nicht nur bei Konsumgütern und Industrieanlagen, sondern auch im Bereich Infrastruktur. Russland ist für Österreich nicht nur ein sehr wichtiger Handelspartner, sondern auch bedeutend für Auslandsinvestitionen. Während österreichische Firmen in Russland rund 6,9 Milliarden Euro investiert haben, sind die russischen Investitionen bis 2017 stark auf 27 Milliarden Euro angestiegen. Russland ist damit hinter Deutschland weltweit zweitwichtigster Investor in Österreich.

Wirtschaftsbeziehungen
 Vorarlberg – Russland


Auch auf dem russischen Markt sind zahlreiche Vorarlberger Unternehmen erfolgreich tätig. Höchste Qualität, moderne Technologie und Know-how aus Vorarlberg sind gefragt, wie die „Erfolgsgeschichten Vorarlberger Unternehmen in Russland“ deutlich machen. Die Präsenz Vorarlberger Firmen in Russland ist jedoch noch relativ gering, nicht alle wagen den Schritt auf den russischen Markt – sei es aufgrund des Marktrisikos, aufgrund mangelnder Marktkenntnis, Verunsicherung oder der aktuellen Sanktionsbedenken. Dennoch lassen die Vorarlberger Exportzahlen sehr positive Wachstumstrends erkennen. Nach 134,5 Millionen Euro im Jahr 2016 wurden im ersten Halbjahr 2017 Waren im Wert von 72,2 Millionen Euro von Vorarlberg nach Russland ausgeführt (+ 19,3 %). Waren um 9,8 Millionen Euro wurden von Russland nach Vorarlberg geliefert. Russland ist damit an 14. Stelle als Exportmarkt für Vorarlberg. Bei den Dienstleistungsexporten aus Vorarlberg nimmt der Tourismus eine prominente Stellung ein. Von November 2016 bis einschließlich Oktober 2017 gab es 4.834 Ankünfte russischer Reisender in Vorarlberg, ein Plus von 18,6 % im Vergleich zum Vorjahr. Dabei wurden 16.388 Nächtigungen russischer Reisender in dieser Zeit verzeichnet, ein Plus von 5,5 % im Vergleich zum Vorjahr. In der Wintersaison November 2017 bis April 2018 gab es weitere erfreuliche Steigerungen. 2.973 Reisende, ein Anstieg um +9,3 % und 13.093 Nächtigungen (+8,4 %) stammen aus Russland. Hier kann Vorarlberg mit hoher Servicequalität bei den russischen Reisenden punkten, insbesondere in der Winterssaison.

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