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Exportwirtschaft auf der Überholspur: Zehn-Milliarden-Euro-Marke geknackt!

Die Vorarlberger Exportwirtschaft hat 2017 erstmals die Marke von zehn Milliarden Euro überschritten. „Unsere Exportunternehmen bleiben auch in turbulenten Zeiten international auf der Überholspur“, kommentiert WKV-Präsident Metzler.

Die Außenhandelsstatistik für das Gesamtjahr 2017 weist für Vorarlberg einen Zuwachs von 6,8 Prozent bei den Exporten aus. Mit dieser Steigerung hat die heimische Exportwirtschaft erstmals die 10-Milliarden-Euro-Marke Euro überschritten.
© unsplash Die Außenhandelsstatistik für das Gesamtjahr 2017 weist für Vorarlberg einen Zuwachs von 6,8 Prozent bei den Exporten aus. Mit dieser Steigerung hat die heimische Exportwirtschaft erstmals die 10-Milliarden-Euro-Marke Euro überschritten.

Die Außenhandelsstatistik für das Gesamtjahr 2017 weist für Vorarlberg einen Zuwachs von 6,8 Prozent bei den Exporten aus. „Mit dieser Steigerung hat die heimische Exportwirtschaft erstmals die 10-Milliarden-Euro-Marke (10.185.643.004 Euro) überschritten“, informiert Hans Peter Metzler, Präsident der Wirtschaftskammer Vorarlberg (WKV). „Diese hervorragende Entwicklung ist das Ergebnis der beachtlichen Leistungen unserer heimischen Exportwirtschaft. Mit ihren frischen Ideen, innovativen Produkten und ihrem hohen Qualitätsanspruch schreiben die Unternehmen Erfolgsgeschichten auf den internationalen Märkten.“ Für den Standort Vorarlberg ist der erfolgreiche Außenhandel von entscheidender Bedeutung: „Sechs von zehn Euro unseres Bruttoinlandsprodukts werden im Außenhandel generiert. Und jeder zweite Arbeitsplatz hängt direkt oder indirekt vom Export ab.“

Die wichtigsten Handelspartner Vorarlbergs

Christina Marent, Leiterin der Außenwirtschaft in der WKV, informiert über die Top-Handelspartner Vorarlbergs: „Zugpferd ist und bleibt mit einem Exportvolumen von knapp drei Milliarden Euro Deutschland (2017: +5,6 Prozent). Der zweitwichtigste Exportmarkt Vorarlbergs ist mit 1,2 Milliarden Euro die Schweiz (2017: +1,9 Prozent). Auf Platz drei der wichtigsten Handelspartner Vorarlbergs liegt Italien mit einem Exportvolumen von knapp 588 Millionen Euro (2017: +11,4 Prozent).“

Erfreulich ist laut Marent auch das Wachstum in den Fernmärkten, allen voran China, verlaufen, aber auch die Wirtschaftsbeziehungen zu den Handelspartnern in der EU haben sich auf hohen Niveau sehr positiv weiterentwickelt. Die größten Wachstumsmärkte sind demnach China mit einem Plus von 42,7 Prozent (273 Millionen Euro), die Türkei mit einem Plus von 12,6 Prozent (134 Millionen Euro), Spanien mit einem Plus von 12,1 Prozent (140 Millionen Euro), Italien mit einem Plus von 11,4 Prozent (588 Millionen Euro) und Frankreich mit einem Plus von 7,6 Prozent (415 Millionen Euro).

Ein Minus von 6,5 Prozent wurde hingegen beim Export in die USA verzeichnet. „Trotzdem bleibt Amerika der wichtigste nicht-europäische Exportmarkt für Vorarlberg. Insgesamt liegen die USA mit einem Volumen von 469 Millionen Euro an vierter Stelle der Exportpartner unserer heimischen Unternehmen“, erklärt Christina Marent. 

Ziel: Neue Handelsbeziehungen stärken

In turbulenten Zeiten ist das Rekordergebnis von zehn Milliarden Euro für WKV-Präsident Metzler umso beeindruckender: „Export ist immer mit Mut und Risiko verbunden – die Vorarlberger Exportwirtschaft beweist, dass es sich lohnt sich von Schwierigkeiten nicht gleich abschrecken zu lassen.“ Gerade im Zusammenhang mit zunehmendem Protektionismus sieht Metzler Wirtschaftsabkommen als eine „Versicherung für die Zukunft: Denn für die erfolgreiche Entwicklung und Entfaltung unserer Wirtschaft brauchen wir Kooperation, Innovation und Qualität statt Handelsbarrieren.“ Eine protektionistische Politik, wie sie derzeit zum Beispiel die USA betreiben, sieht der WKV-Präsident als „Bumerang, der allen schadet – auch jenen, die ihn werfen.“ Deshalb gelte es nun, die Kooperationen mit verlässlichen Handelspartnern nicht nur aufrechtzuerhalten, sondern zu stärken. „Einseitiges Aufkündigen von Verträgen oder das Abschotten mit Schutzzöllen ist jedenfalls der falsche Weg“, erklärt Metzler abschließend.

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