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Erfreuliche Konjunktur in der Vorarlberger Bauwirtschaft

Umsatzwachstum vor allem im Hochbau - Maßnahmen gegen überhitzten Grundstücksmarkt werden unterstützt.

Erfreuliche Konjunktur in der  Vorarlberger Bauwirtschaft: Umsatzwachstum vor allem im Hochbau - Maßnahmen gegen überhitzten Grundstücksmarkt werden unterstützt.
© Igor Emmerich/Corbis Erfreuliche Konjunktur in der Vorarlberger Bauwirtschaft: Umsatzwachstum vor allem im Hochbau - Maßnahmen gegen überhitzten Grundstücksmarkt werden unterstützt.

Die heimische Baukonjunktur kann auf eine positive Entwicklung in den letzten Jahren zurückblicken. Die gute Wirtschaftssituation in Vorarlberg hat dazu genauso beigetragen wie die steigende Nachfrage nach Wohnraum, berichtete Innungsmeister Peter Keckeis vor den Vorarlberger Bauunternehmern bei der Fachgruppentagung in der Bauakademie in Hohenems. Interessenpolitisch will sich die Bauinnung künftig stärker den brennenden Fragen der Raumplanung widmen. „Hier sind Maßnahmen notwendig, die jedoch nicht zu einer weiteren Preissteigerung am Grundstücksmarkt führen dürfen“, sagt Keckeis.

Bauunternehmer in Vorarlberg sind sich derzeit einig – sie sprechen durchwegs von einer erfreulichen Auftragssituation. Vor allem im Hochbau herrsche Zufriedenheit, während der Tiefbau zwar keinen Grund zum Jammern gebe, aber doch etwas besser laufen könne, meint Innungsmeister Keckeis. Die heimische Bauwirtschaft erzielte 2016  einen Jahresumsatz von knapp 640 Mio Euro. Dies entspricht einer Steigerung von 1,9 Prozent im Vergleich zum ebenfalls erfreulichen Jahr 2015.

Vorarlberg bei Lehrlingsbeschäftigten führend

Der Mitarbeiterstand in der Baubranche hält sich stabil. Im Jahresschnitt beschäftigen die Vorarlberger Bauunternehmen 4.000 Mitarbeiter, davon 180 Maurerlehrlinge. „Dies entspricht einem Anteil von über 6 Prozent der Gesamtbeschäftigten und bedeutet, dass unser Bundesland im Österreich-Vergleich das Bundesland mit dem höchsten Anteil an Maurerlehrlingen ist“, betont Innungsmeister Keckeis. „Uns liegt die Lehrlingsausbildung besonders am Herzen. Gerade in Zeiten guter Konjunktur ist die Nachfrage nach qualifizierten Mitarbeitern besonders hoch. Mit unserer Bauakademie und dem MAZ, dem Maurerausbildungszentrum, können wir in Vorarlberg eine moderne Aus- und Weiterbildung für alle Berufe um das Bauen anbieten.“

Unterstützung für eine zukunftsorientierte Raumordnung

Innungsmeister Keckeis erklärte im Hinblick auf die Preisentwicklung, dass die großen Preistreiber im Bau von externer Seite kommen. Beim Bau einer Wohnanlage entfallen zum Beispiel ein Viertel der Kosten auf Steuern und Gebühren, ein Viertel auf den Grundstücksanteil und nur etwa die Hälfte auf sämtliche Baukosten.

Als wesentlichen Kostenfaktor für die Zukunft bezeichnet Keckeis die Grundstückspreise und fordert hier wirkungsvolle Maßnahmen. Die Bauinnung unterstützt die Vorschläge der Petition von Bürgermeistern und Architekten, allerdings mit einer wesentlichen Ausnahme. Keckeis: „Wir sind gegen eine höhere Besteuerung von Grund und Boden, da dies wiederum zu einer weiteren Preissteigerung beim derzeit schon stark überhitzten Grundstücksmarkt führen würde.“

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