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Erfolg kleiner Unternehmenseinheiten basiert auf deren Spezialisierung und Flexibilität

Anzahl und Bedeutung der Ein-Personen-Unternehmen (EPU) steigt. Trend zu Feminisierung und Akademisierung. 

Ein-Personen-Unternehmen sind häufig im Bereich der wissensbasierten, kreativen und technischen Dienstleistungen zu finden.
© istock Ein-Personen-Unternehmen sind häufig im Bereich der wissensbasierten, kreativen und technischen Dienstleistungen zu finden.

„12.512 Unternehmen in Vorarlberg wurden mit Stichtag 31.12.2018 als EPU geführt“, informiert KommR Susanne Rauch-Zehetner, EPU-Sprecherin der Wirtschaftskammer Vorarlberg. Das entspricht einer Steigerung um 381 EPU gegenüber dem Vorjahr. Das Relation zwischen Arbeitgeberbetrieben und Unternehmen, die ohne Mitarbeiter tätig sind - nur aus der Person des Unternehmers/der Unternehmerin bestehen -, bleibt mit einem EPU-Anteil von 56 Prozent jedoch seit drei Jahren relativ konstant. 

Trend zu Feminisierung und Akademisierung

55,4 Prozent aller EPU in Vorarlberg waren 2018 von Frauen geführt. Die Frauenquote ist in den vergangenen zehn Jahren deutlich gestiegen. Hinsichtlich des Bildungsgrades stellen Akademiker/-innen mit rund 35 Prozent inzwischen die größte Gruppe unter den EPU. 2008 waren es noch Personen mit einem Lehrabschluss, die nunmehr an die zweite Stelle (29 Prozent gerückt) sind. „In der Verteilung der Bildungsabschlüsse von EPU spiegelt sich die typische Branchenstruktur wider: EPU sind häufiger im Bereich der wissensbasierten, kreativen und technischen Dienstleistungen zu finden“, erklärt EPU-Sprecherin Susanne Rauch-Zehetner. 

Unabhängigkeit und Selbstverwirklichung sind Top-Gründungsmotive

In einer Erhebung der KMU Forschung Austria im Auftrag der Wirtschaftskammer wurden aktuell die Gründungsmotive von Ein-Personen-Unternehmen erhoben. Hier zeigt sich, dass Faktoren wie Unabhängigkeit und Selbstverwirklichung noch weiter an Bedeutung gewonnen haben. Sogenannte Push-Faktoren zur Unternehmensgründung, wie Unzufriedenheit am ehemaligen Arbeitsplatz oder das Fehlen weiterer beruflicher Aufstiegsmöglichkeiten verlieren hingegen erneut an Relevanz. Rauch-Zehetner führt dies auch auf die gute konjunkturelle Lage des Vorjahres zurück. 

Erfreuliche Umsatzentwicklung bei EPU

Bei der Umsatzentwicklung konnten EPU zuletzt von der positiven wirtschaftlichen Lage profitieren und höhere Umsatzklassen erreichen. Ein Viertel der EPU erwirtschaftete laut KMU-Forschung Austria im Jahr 2018 mehr als 100.000 Euro und damit deutlich mehr als in den Jahren zuvor. Etwa die Hälfte steigerte die Umsätze zwischen 2016 und 2018 und beinahe ein Drittel hielt diese auf konstantem Niveau. Etwa ein Fünftel musste Umsatzrückgänge hinnehmen. 

EPU zeichnen sich durch einen hohen Grad an Spezialisierung, durch individuelle Produkte und Dienstleistungen und durch ihre Nähe zum Kunden aus. Die Unternehmensgröße erlaubt es, rasch und flexibel auf Veränderungen und die Anforderungen des Marktes zu reagieren“, erklärt Rauch-Zehetner, weshalb sich das Unternehmertum hin zu kleinen und flexiblen Unternehmen entwickelt. Um das Potenzial der Kleinunternehmer für den Wirtschaftsstandort zu sichern, braucht es nach Ansicht der EPU-Sprecherin aber auch Rahmenbedingungen, die den Anforderungen dieser kleinen Unternehmenseinheiten Rechnung tragen.  

Steuerreform bringt Erleichterungen und Anreize

Die von der Bundesregierung in der vergangenen Woche präsentierten Pläne zur Steuerreform bringen nach Ansicht von EPU-Sprecherin Rauch-Zehetner wichtige Erleichterungen und Anreize für Ein-Personen-Unternehmen. Insbesondere die geplante Ausweitung des Gewinnfreibetrags auf 100.000 Euro verschaffe den Unternehmen die Möglichkeit, Eigenkapital aufzubauen und dadurch das Unternehmen weiterzuentwickeln. Positiv wertet Rauch-Zehetner auch die vereinfachte Betriebsausgabenpauschalierung und neue Kleinunternehmergrenze (Umsatz 35.000 Euro, statt bisher 30.000 Euro), die für einen Teil der Kleinunternehmen weniger Aufwand in der Administration bedeuten wird.

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