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Eine Verkennung der Realität

Kommentar von Hans Peter Metzler, Präsident  der Wirtschaftskammer Vorarlberg 

Kommentar von Hans Peter Metzler, Präsident  der Wirtschaftskammer Vorarlberg
© WKV In den 40 Jahren ihres Bestehens wurde diese lediglich um insgesamt 88,5 Hektar oder 0,65 Prozent reduziert. Gleichzeitig ist die Bevölkerung in Vorarlberg um über 70.000 Menschen angewachsen.

Mit der Landesgrünzone (oder besser wäre meines Erachtens Landesentwicklungszone) wurde in der Vergangenheit sehr behutsam umgegangen. Das belegen die Zahlen, die Landesstatthalter Rüdisser vorgelegt hat. Nochmals zur Erinnerung: In den 40 Jahren ihres Bestehens wurde diese lediglich um insgesamt 88,5 Hektar oder 0,65 Prozent reduziert. Gleichzeitig ist die Bevölkerung in Vorarlberg um über 70.000 Menschen angewachsen. So kann es nicht sein, dass die Grünzone zu einer totalen Tabuzone erklärt wird. Der Motivenbericht der Grünzonenverordnung aus dem Jahre 1977 sagt Folgendes: „Sollten sich zu einem späteren Zeitpunkt solche Bedürfnisse ergeben, so wird diesen durch eine entsprechende Änderung des Landesraumplanes Rechnung getragen werden können. […] Im Besonderen gilt dies bezüglich von Bauflächen für größere Industrieanlagen oder sonstige größere Anlagen, für die innerhalb der heutigen Siedlungsbereiche keine geeigneten Flächen vorhanden sind und bei denen zudem das öffentliche Interesse an deren Errichtung größer ist als das an der Freihaltung der betreffenden Teile der überörtlichen Freiflächen.“ 

Somit war schon beim Erlass klar, dass neue Herausforderungen auch Anpassungen der Grünzone erfordern werden. Wer nun ein ausnahmsloses Festhalten am Status quo fordert, verkennt die Realität und sperrt sich gegen Wachstum, Fortschritt und letztendlich eine positive gesamtgesellschaftliche Entwicklung.

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