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Effizienz: Vorarlbergs Wirtschaft wächst - der CO2-Ausstoß sinkt

Ein nachhaltiger, verantwortungsvoller und effizienter Umgang mit Energie und Ressourcen ist für die Vorarlberger Unternehmen kein Lippenbekenntnis, sondern ein zentraler Standortfaktor.

Ein nachhaltiger, verantwortungsvoller und effizienter Umgang mit Energie und Ressourcen ist für die Vorarlberger Unternehmen kein Lippenbekenntnis, sondern ein zentraler Standortfaktor.
© istock Es gibt viele Möglichkeiten, die Produktion energieeffizient zu gestalten oder den CO2-Ausstoß zu vermindern. Die Bereit- schaft zur Umsetzung ist aber nicht selbstverständlich.

Die zahlreichen starken und vor allem freiwilligen Bemühungen der heimischen Wirtschaft in Sachen Energieeffizienz und Treibhausgas-Ausstoß haben auf lange Sicht durchaus positive Auswirkungen gezeigt. Dies ist anhand einiger erfolgreicher Beispiele aus Vor-
arlberg bestens dokumentiert und lässt sich auch anhand von konkreten Daten nachweisen: Im Zeitraum von 2007 bis 2017 lässt sich ein interessanter Trend beobachten: Die Bruttowertschöpfung  pro eingesetztem Terrajoule konnte um 9,3 Prozent gesteigert werden. Marco Tittler, stellvertretender Direktor in der Wirtschaftskammer Vorarlberg, weiß: „Eine ressourcen- und umweltschonende Produktion und hohe Energieeffizienz sind für die Vorarlberger Wirtschaft nicht nur selbst gesetzter Standard, sondern seit Langem ein wesentlicher Wettbewerbsfaktor und gelebte Praxis.“

Dies würden nicht nur die zahllosen innovativen Technologien, Produkte, Fertigungslösungen und nicht zuletzt der weltweite Erfolg Vorarlberger Unternehmen belegen. „Die heimischen Betriebe erfüllen ihre Vorgaben im Rahmen der Energiezukunft  Vorarlberg und steuern so einen wesentlichen Beitrag zur Zielerreichung bei.“ Insbesondere die positiven Entwicklungen im Bereich des Energieeinsatzes in der Produktion sind hervorzuheben. In Vorarlberg wird heute um fast ein Drittel effizienter produziert als vor etwa zehn Jahren. Doch auch bei der Reduktion des Treibhausgas-Ausstoßes wurde viel erreicht. Diese
Effizienzsteigerungen konnten vor allem über freiwillig gesetzte Maßnahmen umgesetzt werden, wobei gerade die Vorarlberger Betriebe österreichweit eine absolute Vorreiterrolle einnehmen. „Das ist also keine Selbstverständlichkeit“, betont Tittler.


Umso irritierender sind daher Vorstöße im Rahmen der Steuerreform, die durch etwaige Sondersteuern, CO2-Abgaben und dergleichen genau diejenigen treffen, die sich schon längst für den nachhaltigen Umgang mit Energie mit großem Engagement einsetzen. Der Versuch, eine Trendwende über das Steuersystem zu erreichen, birgt zudem einige Gefahren: Die Vorarlberger Wirtschaft beschäftigt sich schon seit vielen Jahren mit dem Thema Energieeffizienz, wesentliche Potenziale wurden bereits gehoben. Die vermeintlichen Klimasünder sitzen tatsächlich in Übersee. In China, Indien oder den USA sitzen auch vielfach die Konkurrenzunternehmen der heimischen Betriebe im globalen Wettbewerb. Einseitige Belastungen der heimischen Wirtschaft schaden daher nicht nur den Unternehmen und somit den Beschäftigten. Sie schwächen in Summe auch die Position des gesamten Wirtschaftsstandortes. Nur durch eine Entlastung der Wirtschaft wird es möglich sein, weiterhin Beschäftigte am Standort Vorarlberg aufzubauen und diesen somit langfristig abzusichern.

Wirtschaftsstandort zeigt „Best Practice“

Die Vorarlberger Betriebe haben schon früh erkannt, dass sich ein nachhaltiger Umgang mit Ressourcen auf allen Ebenen rechnet und ein wichtiger Baustein des breit aufgestellten und starken Wirtschaftsstandorts Vorarlberg ist. Für ein weiteres Wachstum unter möglichst energieeffizienten Bedingungen organisieren sich führende heimische Betriebe daher auch im Energieeffizienz-Netzwerk Vorarlberg. Unter der Leitung der Vorarlberger Kraftwerke AG (VKW) schlossen sich kürzlich wieder einige Vorarlberger Leitbetriebe zum mittlerweile 4. Energieeffizienz-Netzwerk zusammen – mit dem Ziel, voneinander zu lernen und gemeinsam Energie und CO2 einzusparen.

Für die kommenden drei Jahre wurde ein gemeinsames Einsparungsziel gesetzt. Dieses soll mit der Expertise der VKW und in wissenschaftlicher Begleitung durch die Forschungsstelle für Energiewirtschaft (FfE) in München erreicht werden.  „Im Netzwerk werden die gemeinsamen Bemühungen der heimischen Wirtschaft um den verantwortungsvollen und nachhaltigen Umgang mit der Energiefrage bestens gebündelt – und zwar über vertrauensvollen Informationsaustausch und überbetrieblich fokussierte Zusammenarbeit. Dass sich zahlreiche Unternehmen in Vorarlberg auf freiwilliger Basis und ohne gesetzliche Vorgaben für die kontinuierliche Verbesserung der Energieeffizienz bemühen, ist sehr erfreulich und Ausdruck großartigen Engagements“, betont Tittler.


Die Laufzeit eines Energieeffizienznetzwerks beträgt drei bis vier Jahre. Zehn bis 13 Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen nehmen an einem EEN teil. Die Zielgruppe: Große und mittlere Unternehmen. 36 Unternehmen profitierten bzw. profitieren aktuell von einem der vier Netzwerke, teilweise sind Unternehmen schon zum zweiten Mal in einem Netzwerk vertreten. Aktuell laufende Netzwerke sind das kürzlich zusammengeschlossene vierte EEN im 1. Netzwerkjahr sowie das dritte EEN mit 12 Teilnehmern im 3. Netzwerkjahr.

„Bereits zum vierten Mal schließen sich nun Unternehmen zu einem energieeffizienten Netzwerk zusammen und profitieren vom gemeinsamen Know-how. Die getroffenen Maßnahmen tragen zum wirtschaftlichen Erfolg der Unternehmen bei und sind zusätzlich ein sinnvoller Beitrag zu einem ressourcenschonenden Umgang mit der Umwelt“, sagt Dietmar Amtmann, VKW-Projektleiter Energieeffizienz-Netzwerke.

Das liegt auf der Hand: 2018 konnte das zweite Energieeffizienznetzwerk mit entsprechend positiven Ergebnissen abgeschlossen werden. Das damals vereinbarte Energieeinsparungsziel von sieben Prozent konnte bei Ende der Laufzeit mit 8,8 Prozent übertroffen werden, somit wurden insgesamt 19.700 Megawattstunden pro Jahr eingespart. Auch bei den CO2-Emissionen wurde eine Reduktion von sechs Prozent anvisiert. Die Einsparung von 3.500 Tonnen pro Jahr entspricht 11,4 Prozent, wodurch das vorgesehene Einsparungsziel von sechs Prozent auch hier sehr deutlich übertroffen werden konnte.

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