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Die Suche nach Fachkräften gestaltet sich immer schwieriger

Österreich rutscht im EU-Arbeitsmarktranking immer weiter zurück und liegt aktuell nur noch auf Platz 10. Die strukturellen Probleme, an denen der österreichische Arbeitsmarkt leidet, steigen.

Österreich rutscht im EU-Arbeitsmarktranking immer weiter zurück und liegt aktuell nur noch auf Platz 10. Die strukturellen Probleme, an denen der österreichische Arbeitsmarkt leidet, steigen.
© istock Der neuerliche Rückgang der Arbeitslosigkeit ist erfreulich, aber kein Grund zur Entwarnung.

Der neuerliche Rückgang der Arbeitslosigkeit sei erfreulich, aber kein Grund zur Entwarnung, kommentiert Martin Gleitsmann, Arbeitsmarktexperte der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), die aktuellen  Arbeitslosenzahlen. So hat die Zahl der Notstandshilfebezieher jene der Arbeitslosengeldbezieher (Personen mit einer kurzen Arbeitslosigkeit) schon längst überholt. Ein wesentlicher Grund: Kein anderes europä–isches Land zahlt den arbeitslosen Personen zeitlich unbegrenzt eine der österreichischen Notstandshilfe vergleichbare Leistung. Gleichzeitig leiden drei von vier heimischen Betrieben unter Fachkräftemangel.

Vorarlbergs-Industrie-Spartenobmann Georg Comploj: „Über alle Branchen der Vorarlberger Wirtschaft hinweg schätzen wir, werden aktuell rund 10.000 zusätzliche Fachkräfte benötigt. Eine qualifizierte Zuwanderung muss daher das Gebot der Stunde sein.“

Eine gezielte Zuwanderung erfordere aber unbedingt Maßnahmen hinsichtlich preisgünstigem Wohnen. Für heimische und ankommende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müsse rasch auch über neue, bedarfsgerechte und leistbare Wohnformen nachgedacht werden.

„Die überregionale Vermittlung wird etwa nur gelingen, wenn die Themen Wohnen und öffentlicher Verkehr mitbedacht und die unterstützenden Fördermittel des AMS, wie Entfernungsbeihilfe und Vorstellungsbeihilfe, angepasst werden. „Letztlich werden alle Schritte nur dann erfolgreich sein, wenn das Transferleistungssystem die richtigen Anreize zur Arbeitsaufnahme setzt. Eine umfassende Arbeitsmarktreform sollte daher rasch angegangen werden“, betont auch Martin Gleitsmann.

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