th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

Die GASCHT - ein „Kind“ der Tourismusstrategie

Für ein Interview mit „Die Wirtschaft“ übermittelten Schüler/-innen und Verwaltung der GASCHT WKV-Präsident Hans Peter Metzler sechs Fragen zur GASCHT und den Tourismus in Vorarlberg.

WKV-Präsident Hans Peter Metzler mit einer GASCHT-Schülerin
© Andrea Fritz-Pinggera WKV-Präsident Hans Peter Metzler mit einer GASCHT-Schülerin

Warum steht die Bedeutung des Tourismus in Vorarlberg außer Frage?

Hans Peter Metzler: Bei der letzten Wirtschaftskrise hat der Tourismus einiges abgefedert. Wir sind ein Exportland par excellence. Wenn die Stabilität wackelt, wirkt die Wertschöpfungskette des Tourismus unmittelbar vor Ort und kann stabilisieren. Wichtig ist ein Tourismus, der Werte lebt.

Auch dafür wurde die GASCHT entwickelt?

Man hat uns anfangs unterstellt, die neue Tourismusausbildung sei eine Kampfansage gegen die Lehre. Das ist die neue Gastgeberschule für Tourismusberufe natürlich nicht. Im Gegenteil, sie ist eine neue Form der Ausbildung, die wir in der jetzigen Form der Lehre nicht untergebracht haben. Deswegen sind wir einen neuen Weg gegangen. Trotz guter Nachfrage für die GASCHT sind die Lehrlingszahlen stabil geblieben und sogar leicht gestiegen. Unsere Bemühungen, gemeinsam mit den Qualitätsbetrieben Nachwuchs für die Branche zu bekommen, haben gefruchtet. Frischer Wind und junge Menschen die in die „Lehrwelt“ kommen und Neues wollen - das wertet die Lehre ebenfalls auf.

Was benötigen moderne Gastgeber?

Je digitaler und anspruchsvoller der Alltag ist, desto mehr sehnt man sich nach analogen Begegnungen. Teamfähigkeit, Empathie und ein gutes Auftreten sind wichtige Eigenschaften eines guten Gastgebers. Es ist hervorragend, dass wir Schüler in Richtung Nachhaltigkeit und Regionalität ausbilden, welche die Tourismusstrategie mittragen. Die Strategie der GASCHT und die Tourismusstrategie decken sich, die GASCHT ist ein Kind der Tourismusstrategie mit denselben Kernwerten.

Der Schulneubau steht nun im Regierungsprogramm?

Ja, im Regierungsprogramm ist die Umsetzung der Schule 2022/23 abgesegnet. Ich werde nicht zulassen, dass es weitere Verzögerungen gibt –  es sind alle an Bord: das Land, die Stadt Hohenems – über die Parteigrenzen hinweg ist man sich einig. Wir werden bald den Architekturwettbewerb starten und die Umwidmung der notwendigen Flächen am Standort Hohenems einleiten. Ich bin glücklich und zufrieden darüber, wie sich die GASCHT entwickelt, Direktorin Nicole Okhowat-Lehner und der Lehrkörper machen einen großartigen Job. Es sind Menschen mit Herzblut und Engagement, die sich um die Schüler kümmern.

Das neue Schulgebäude wird zum Bildungscampus?

Nicht nur GASCHT erhält ein neues Schulhaus, auch die Landesberufsschule kommt in das Gebäude. Völlig neue Synergien können sich daraus ergeben. Etwas größer gedacht kann hier ein Kompetenzzentrum für Regionalität entstehen. Ein echter Campus, der offen ist für vieles. Auch andere Schulklassen die vorbeischauen, und das „Warum“ und „Wie“ unserer Lebensmittel vermittelt bekommen. Es soll eine Bildungsstätte für Tourismus und Landwirtschaft werden. Regionalität und Nachhaltigkeit schlägt sich auch bei der Art des Bauens in Form von Holzbauarchitektur nieder: Ein Bildungsleuchtturm zum Thema Regionalität, Nachhaltigkeit, Tourismus und Landwirtschaft, der auch die Themen Holzbau und Gewerbe stützt.

Wie kann den Herausforderungen in Sachen Regionalität und Nachhaltigkeit begegnet werden?

Auch in der Wirtschaftskammer spielt das Thema zusammen mit dem Klimaschutz eine bedeutende Rolle, insbesondere in unserem  Strategieprozess Dis.Kurs Zukunft. Es gilt, Brücken zu bauen und Schützengräben zu planieren. Vorarlberg ist voller Lösungen – man muss nur in die Gemeinden, in die Betriebe, in die Projektlandschaft schauen. Wir haben sehr viele Zukunftslösungen, die wir implementieren können. Unser Land hat enorme Möglichkeiten, wenn wir bereits im Kleinen zusammenhalten!

Interview: Andrea Fritz-Pinggera

Das könnte Sie auch interessieren

WKV-Präsident Hans Peter Metzler

Warum jetzt? Wann, wenn nicht jetzt!

Zusammenarbeit ist gefragt. mehr

Dieter Bitschnau, Obmann der Sparte Information und Consulting in der Wirtschaftskammer Vorarlberg.

„Digitalisierung: Wir brauchen eine Vorarlberger Transformationsoffensive“

Dieter Bitschnau wurde als Obmann der Sparte Information und Consulting bestätigt und vertritt damit auch in den kommenden fünf Jahren die Interessen der rund 3.700 aktiven Informations- und Consultingdienstleister im Land. Der Kommunikationsexperte sieht speziell bei der Digitalisierung die enormen Chancen der Corona-Krise. mehr

Bernhard Feigl

„Es lebe das Handwerk“ gilt mehr denn je

Seit über zehn Jahren ist Glasermeister Bernhard Feigl Spartenobmann des Vorarlberger Gewerbe und Handwerk. Im Interview erzählt er vom „Handwerker-Gen“, der Herausforderung Corona und deren Krisenbewältigung. mehr