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Cybercrime? Mir passiert das nicht! … oder doch? Warum Sicherheit Chefsache ist!

Mag. Gert Seidl vom Bundeskriminalamt und Betr.oec. Wolfgang Hödl (IT-Security-ExpertsGroup) im Gespräch mit „Die Wirtschaft“.

Unter dem Motto „GEMEINSAM.SICHER – fIT im Netz“ kooperiert das Innenministerium mit dem Fachverband UBIT, um Firmen bestmöglich vor Cyber-Angriffen zu schützen.
© Thinkstock Nach Schätzungen des BMI gibt es täglich 25.000 Angriffe auf österreichische Unternehmen - eine Cyber-Attacke kann also jede Firma treffen und großen Schaden anrichten. Wichtig ist, alle Beteiligten für Sicherheitsthemen zu sensibilisieren und im Ernstfa

Warum sollten sich alle Unternehmen mit IT-Security und Cybercrime auseinandersetzen? 

Gert Seidl: Nach aktuellen Schätzungen gibt es täglich 25.000 Angriffe auf österreichische Unternehmen. Laut Interpol entsteht in Europa durch Cyberkriminalität ein Schaden von 750 Milliarden Euro pro Jahr, das ist eine Verdoppelung in nur drei  Jahren. 

Wolfgang Hödl: Während Verbrechen „auf der Straße“ sinken, steigen jene im Netz dramatisch an. Hauptmotiv: Geld. Wegen des geringeren Sicherheitsbewusstseins stehen besonders KMU im Fokus der international organisierten Verbrecher. Sicherheit ist daher Chefsache – vom EPU bis zum Konzern!

Welchen Schaden kann ein Cybercrime-Angriff anrichten? 

Gert Seidl: Das kann vom Reputationsverlust über die Weitergabe von Betriebsgeheimnissen bis hin zum totalen Stillstand bei einem Systemausfall alles sein. 

Wolfgang Hödl: Identitätsdiebstahl, Kontaminierung mit Schadprogrammen, Missbrauch interner Systeme für Cyber-Attacken mit Straffolge sowie finanzielle Verluste bis hin zur Insolvenz – um nur einige Schäden zu nennen.

Wie können sich Unternehmen schützen? 

Gert Seidl: Wir müssen bei den Verantwortlichen mehr Risikobewusstsein schaffen, ihre Mitarbeiter für sicheres Verhalten auszubilden und ihre Gebäude samt Technik bestens abzusichern. Dafür gibt es professionelle Berater und IT-Anbieter. Am teuersten fährt oft, wer abwartet und nichts tut. 

Wolfgang Hödl: Der größte Unsicherheitsfaktor ist der Mensch selbst. Wir müssen alle Beteiligten für Sicherheitsthemen sensibilisieren und ausbilden, um sie gegen Social Engineering & Co immun zu machen. Die moderns-
te, teuerste Technik hilft nicht, wenn Menschen den Hausverstand ausschalten.

Und was tun, wenn dennoch was passiert? 

Gert Seidl: Sollte Ransomware die Computer blockieren und Bitcoins für die Freischaltung verlangt werden, empfehlen wir, nicht zu zahlen, technische Hilfe zu suchen und auf der nächsten Polizeidienststelle Anzeige zu erstatten. Das Cybercrime-Competence-Center des Bundeskriminalamts kümmert sich dann um weitere Verfolgung.

Wolfgang Hödl: Spezialisten unserer IT-Security-ExpertsGroup stehen mit Rat und Tat zur Verfügung. Unter der Nummer 0800 888 133 erhalten Mitglieder der Wirtschaftskammer Vorarlberg eine kostenlose Erste-Hilfe bei Cyberattacken aller Art. Auch gibt es im Rahmen der KMU-Digital-Initiative geförderte Beratungen mit dem Schwerpunkt „Verbesserung der IT-Sicherheit“.  Und ein Sicherheitskonzept auf Basis umfassender Analysen deckt Sicherheitslücken auf und bietet allen Betroffenen mit Verhaltensrichtlinien und Notfallplänen stets Sicherheit und Hilfe für den Ernstfall. 

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