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Corona-Krise: Der Wegweiser für Vorarlbergs Betriebe

WKV-Präsident Hans Peter Metzler: „Mit dem Wegweiser Unternehmenshilfe bekommen unsere Betriebe die Unterstützung, die sie brauchen. Für die Branchen, die noch zu wenig berücksichtigt wurden, werden wir rasch Lösungen erarbeiten.“

Umfassendes Maßnahmenpaket für die von der Corona-Krise betroffene Wirtschaft.
© WKV/Gartmann Wegweiser für Vorarlbergs Betriebe

„Unsere Regierung war unter den schnellsten in Europa, die rigorose Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung umgesetzt haben. Sie war aber ebenso schnell mit ihren Hilfsmaßnahmen für die Wirtschaft. Die Unternehmenshilfe mit den verschiedensten Maßnahmen stellt sicher, dass alle die Unterstützung bekommen, die sie brauchen“, sagt Wirtschaftskammer-Präsident Hans Peter Metzler und betont: „Bund, Land und die Sozialpartner arbeiten derzeit mit Hochdruck an der weiteren Ausarbeitung und Umsetzung der angekündigten Hilfsprogramme, um die notwendige Unterstützung rasch und unbürokratisch zur Verfügung stellen zu können.“ Ein Überblick über die Unternehmenshilfe in der Corona-Krise:

Corona-Kurzarbeit

Das Corona-Kurzarbeitsmodell ist in Europa einzigartig, entlastet Betriebe, hält viele Menschen in Beschäftigung und ermöglicht einen raschen Neustart nach Bewältigung der aktuellen Situation. Auf Basis einer Sozialpartnervereinbarung kann eine Kürzung der Arbeitszeit von 10 – 90 Prozent beantragt werden, die phasenweise sogar auf 0 Prozent gesenkt werden kann. Der entstandene Entgeltausfall wird durch das AMS auf bis zu 90 Prozent des Nettogehalts ausgeglichen. Die Regierung hat die Mittel für Corona-Kurzarbeit von 400 Millionen auf drei Milliarden Euro aufgestockt. Um die Zeit bis zur Auszahlung zu überbrücken, werden die Banken Vorfinanzierungen übernehmen.

Härtefall-Fonds

Der Härtefall-Fonds sorgt als rasche und unbürokratische Soforthilfe dafür, dass Ein-Personen- und Kleinstunternehmer sowie andere Selbstständige ihren Verpflichtungen nachkommen können.  Die von Ihrer Wirtschaftskammer mit Nachdruck geforderte und erreichte Nachbesserung in der Phase II (voraussichtlich ab 16. April) bedeutet, dass der Fonds von einer auf zwei Milliarden Euro verdoppelt wurde, die Einkommensgrenzen gefallen sind, auch mehrfach Sozialversicherte anspruchsberechtigt sind und Jungunternehmer/-innen, die seit dem 1. Jänner gegründet haben, aus dem Härtefallfonds abgesichert werden. 

Corona-Hilfs-Fonds

Der Corona-Hilfs-Fonds ist der jüngste – und mit 15 Mrd. Euro der größte – Teil des Corona-Schutzschirms. Zwei neue Instrumente sollen den Unternehmen und Branchen, die durch Maßnahmen wie Betretungsverbote, Reisebeschränkungen oder Versammlungsbeschränkungen besonders betroffen sind bzw. Unternehmen, die in Folge der Corona-Krise mit großen Umsatzeinbußen und der Gefährdung ihrer Geschäftsgrundlage konfrontiert sind, in den Bereichen Liquidität und Kostenersatz Hilfe bieten:

  • Garantie der Republik mit 90 Prozent Haftung für Betriebsmittelkredite
  • Zuschuss für bis zu 75 Prozent zu bestimmten Betriebskosten. 

Steuerstundungen

Auf Antrag sind Steuerstundungen, Herabsetzung der Steuervorauszahlungen, ein Verzicht von Nachforderungszinsen, Stundungszinsen und Säumniszuschlägen beim Finanzamt möglich, wenn ein Betrieb von einem Liquiditätsengpass betroffen ist. Auch bei der Sozialversicherungsanstalt der Selbstständigen wie auch der ÖGK sind Stundungen, Ratenzahlungen, das Herabsetzen von Beitragsgrundlagen und eine Nachsicht von Verzugszinsen möglich.

Vorarlberger Mikrokreditmodell

Um Ein-Personen-Unternehmen (EPU), Kleinstbetriebe bis maximal zehn Mitarbeitende, neue Selbstständige und freiberuflich Tätige in der Ausnahmesituation zusätzlich zu unterstützen, wurde in enger Abstimmung mit der Wirtschaftskammer und den Vorarlberger Regionalbanken ein Mikrokreditmodell erarbeitet. 

Vorarlberg-Soforthilfefonds

Der Vorarlberg-Soforthilfefonds richtet sich an jene Personen und Unternehmen, die beim Härtefallfonds des Bundes aufgrund der dort geltenden Bestimmungen nicht berücksichtigt werden oder die sich weiterhin in einer existentiellen Notlage befinden.

Garantien und Überbrückungsfinanzierungen

  • Garantien für Überbrückungsfinanzierungen im Ausmaß von zehn Millionen Euro für EPU/KMU (ausgenommen Tourismus) durch die Austria Wirtschaftsservice (aws).
  • Überbrückungsfinanzierungen für Mitglieder der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft, Abwicklung seit 11. März über die Tourismusbank ÖHT.
  • Exportfirmen können mit Unterstützung ihrer Hausbank einen Kreditrahmen in Höhe von 10 bzw. 15 Prozent ihres Exportumsatzes bei der OeKB beantragen.

„Alle Hilfsmaßnahmen wurden zur Bekämpfung der enormen finanziellen Herausforderungen und oft schwerwiegenden Liquiditätsengpässe geschaffen und werden entscheidend mithelfen, unsere Betriebe durch die Krise zu bringen. Für all jene Betriebe, die nicht bzw. zu wenig von diesen Maßnahmen profitieren, wird weiter an raschen Lösungen gearbeitet. In so manchen Bereichem e werden wir auf allen Ebenen auch einfordern“, versichert der WKV-Präsident. Jetzt könne man in einem klar definierten Rahmen die Wirtschaft Schritt für Schritt wieder zum Laufen bringen. Natürlich stehe dieses teilweise Hochfahren der Wirtschaft unter dem Generalaspekt, dass alle Gesundheitsauflagen eingehalten werden. Metzler: „Das halte ich in allen Geschäften und Betrieben für absolut machbar.“

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