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Breitbandoffensive für KMU

Schneller ins WWW: Speziell für Klein- und Mittelbetriebe stellt die Bundesregierung 21 Millionen Euro für Anschlüsse an schnelles Breitband-internet zur Verfügung.

Knapp zwei Drittel unserer 330.000 heimischen KMU haben noch keinen Zugang zu Breitbandinternet. Darum stellt die Bundesregierung 21 Millionen Euro bereit, um Österreichs Betriebe an das Breitbandnetz anzuschließen.
© WKO Die Bundesregierung stellt 21 Millionen Euro für Anschlüsse an schnelles Breitband-Internet zur Verfügung

Die Anbindung an ultraschnelles Breitbandinternet ist oft nur mit umfangreichen tiefbaulichen Maßnahmen und somit erheblichen Grabungskosten verbunden. Durch das neue Förderprogramm „Connect“ sollen die einmaligen Kosten für die Herstellung eines Breitbandanschlusses von KMU deutlich reduziert werden.

Konkret gefördert wird die Errichtung von Leerrohren mit oder ohne Kabel zum Anschluss eines KMU. Die Leerverrohrungsförderung hat auch das Ziel des späteren Lückenschlusses bei der flächendeckenden Errichtung von Hochgeschwindigkeitsnetzen. Ebenfalls unterstützt werden einmalig anfallende Kosten der Erschließung des Standortes mittels Glasfaserinfrastruktur durch einen Kommunikationsanbieter. Die Förderung kann bis zu 50 % der Projektkosten ausmachen (maximal 50.000 Euro pro Projekt). „Knapp zwei Drittel unserer 330.000 heimischen KMU haben noch keinen Zugang zu Breitbandinternet. Da-rum stellen wir 21 Millionen Euro bereit, um Österreichs Betriebe an das Breitbandnetz anzuschließen. Damit machen wir unsere KMU fit für die digitalisierte Zukunft und schaffen Arbeitsplätze für die Mittelschicht“, sagte Infrastrukturminister Jörg Leichtfried bei der Präsentation der Offensive. 

Den vom Minister angesprochenen Aufholbedarf in Sachen Breitbandinfrastruktur kann der Obmann der Sparte Information und Consulting, Dieter Bitschnau, nur unterstreichen. Grundsätzlich besteht in den Ballungsgebieten des Landes eine gute Breitband-Internetversorgung. Weniger dicht besiedelte Gebiete weisen aber Versorgungslücken oder deutlich zu geringe Bandbreiten für die De-ckung des aktuellen und künftigen Bedarfs an Datenübertragungsraten auf. Im Rahmen einer digitalen Agenda für Vorarlberg fordert die Wirtschaftskammer deshalb u.a. ein Breitband-Kompetenzcenter für Vorarlberg, das den Ausbau der Glasfaserversorgung im Land aktiv vorantreibt. Dazu gehört die strategische Entwicklung von nicht oder schlecht versorgten Regionen und Unterstützung bei der Beantragung von Fördergeldern. 

Der Anschluss an leistungsfähige Breitbandnetze ist Voraussetzung dafür, um die Chancen der digitalen Wirtschaft nutzen zu können. Derzeit gibt es noch in nahezu allen Branchen den Bedarf, Klein- und Mittelbetriebe an das Hochleistungsinternet anzubinden. Schnelle Übertragungsgeschwindigkeiten sind etwa notwendig, um Plandaten im Baubereich oder Druckdaten an eine Druckerei zu übermitteln. Ebenso brauchen Kfz-Werkstätten ultraschnelles Internet, weil immer größere Datenmengen mit den Autoherstellern im Rahmen von Diagnosesystemen ausgetauscht werden. Für neue Technologien wie etwa 3D-Druck ist schnelles Internet eine wesentliche Voraussetzung. „Kleine und mittlere Unternehmen, deren Gewerbestandort außerhalb eines Ballungsgebietes liegt, haben einen echten Wettbewerbsnachteil, wenn ihr Internetanschluss zu langsam ist“, so Bitschnau. Eine Förderung der baulichen Maßnahmen trägt dazu bei, dass der Anschluss an das Breitbandnetz für die KMU rascher und günstiger erfolgen kann. 

Wer zuerst kommt…

Der erste Call für das Förderprogramm „Connect“ startet bereits mit 31. Mai 2017. Es handelt sich um einen Open Call. Die Fördergelder stehen so lange zur Verfügung, bis sie verbraucht sind.  

www.breitbandfoerderung.at 

Schulen ans Netz

Mit Fördergeldern vorangetrieben wird aktuell auch die Breitbandanbindung von Pflichtschulen und anderen öffentlichen Bildungseinrichtungen. 





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