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Branchengespräche mit Industrie und Tourismus

Landeshauptmann traf mit Wirtschaftslandesrat Tittler und Tourismuslandesrat Gantner hochrangige Funktionäre der Sparten Industrie und Tourismus und Freizeitwirtschaft.

LH Wallner startete vertiefende Gespräche mit Industrie und Tourismus.
© VLK/Alexandra Serra Eine hochrangige Delegation aus dem Industriesektor (siehe Bild) und führende Funktionäre der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft trafen sich mit Landeshauptmann Markus Wallner für vertiefende Branchengespräche.

Beinahe zwei Stunden hat allein das Treffen mit den Industrievertretern gedauert. Der hochrangigen Delegation gehörten neben dem Präsidenten der Industriellenvereinigung Vorarlberg (IV) Martin Ohneberg sowie IV-Geschäftsführer Mathias Burtscher der Obmann der Sparte Industrie in der Wirtschaftskammer, Georg Comploj, der Spartengeschäftsführer Michael Amann und der Vorsitzende der V.E.M. – Vorarlberger Elektro- und Metallindustrie in der Wirtschaftskammer, Johannes Collini, an.

„Unser Ziel ist es, möglichst schnell wieder zu alter Stärke zu finden. Deshalb werden wir alles dafür tun, um unsere Wirtschaftsbranchen bestmöglich zu unterstützen. Die oberste Priorität bleibt dabei weiterhin, die Arbeitsplätze der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Existenzen unserer Betriebe zu sichern“, stellt Landeshauptmann Markus Wallner klar.

Industrie: „Anker der Stabilität“

In vielen Bereichen wäre die Vorarlberger Industrie ein „Anker der Stabilität“, machten Präsident Ohneberg und Industriespartenobmann Comploj im Gespräch mit Landeshauptmann Wallner und Wirtschaftslandesrat Tittler deutlich. Beim Austausch sei klar ersichtlich geworden, dass Industrie und Land dasselbe Interesse hätten, sagte Comploj: „Der Schutz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber auch die Arbeitsplätze zu erhalten“. Gemeinsam habe man „sehr konkrete Ideen diskutiert“, an ihrer weiteren Ausgestaltung werde gearbeitet, betonte der Spartenobmann. Es sei nunmehr wichtig, gemeinsam an einer Entlastung für die Betriebe und für die Menschen zu arbeiten und wieder eine positive Stimmung zu erzeugen, ergänzte Martin Ohneberg. Der Präsident verwies diesbezüglich auch auf eine kürzlich erstellte Blitzumfrage in der Vorarlberger Industrie, an der 92 Betriebe teilgenommen haben. Darin haben über 76 Prozent der Betriebe angegeben, ihren Mitarbeiterstand halten zu wollen. Sechs Prozent der befragten Unternehmen wollen ihn sogar erhöhen.

Für Ohneberg kommen die im Vergleich positivsten Signale aus der Lebensmittel- und Verpackungsindustrie. Auch der Bau hätte wieder merklich angezogen. Mit positiven und negativen Ausreißern würden sich auch die Maschinen- und Metallindustrie und Elektronik- und Elektroindustrie langsam nach oben kämpfen. Im Textilbereich, bei industrienahen Dienstleistungen und in der Logistik sind die Auswirkungen aktuell noch am stärksten zu spüren, führte der IV-Präsident aus.

Mehrstufenplan für Vorarlberger Tourismus

Als Vertretung der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft nahmen Elmar Herburger, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft, der künftige Spartenobmann Markus Kegele, Spartengeschäftsführer Harald Furtner, der Obmann der Fachgruppe Gastronomie, Andrew Nussbaumer, sowie Ellen Nenning als Vertreterin der Fachgruppe Hotellerie in der Wirtschaftskammer am Gespräch teil. „Wir müssen und werden dem heimischen Tourismus in diesen schwierigen Zeiten unter die Arme greifen“, bekräftigten Landeshauptmann Wallner und Landesrat Gantner einmal mehr.

Im Mittelpunkt des Austauschs stand die weitere Konkretisierung des mehrstufigen Maßnahmenplans zur Bewältigung der Krise. Erste Schritte sind Sofortmaßnahmen und direkte Unterstützungen sowie Sicherheiten. In einem zweiten Schritt geht es darum, mit begleitenden Maßnahmen, wie der Werbeoffensive, Grenzlockerungen aber auch etwaigen Korridorlösungen für Mitarbeitende, die Basis für einen wirtschaftlichen Sommerbetrieb zu schaffen. In der dritten Phase stehen mittelfristige Maßnahmen für die nachhaltige Sicherung der touristischen Rahmenbedingungen im Fokus. „Wir stehen den heimischen Tourismusbetrieben engagiert zur Seite“, versicherten Wallner und Gantner. Ergänzend ist für sie das Tourismuspaket des Bundes ein zentraler Baustein, „um über diese schwierige Zeit zu kommen und Unternehmensexistenzen und Arbeitsplätze danach für die Zukunft zu erhalten“.

Man habe im Sinne des heimischen Tourismus „wirklich etwas weiterbringen können“, fasste Spartenobmann Elmar Herburger das Gespräch zusammen. Für die Abdeckung der Liquidität in den Tourismusbetrieben sei eine deutlich verbesserte Vorgangsweise unerlässlich. Für viele sei die derzeitige Handhabung zu kompliziert. „Von Seiten des Landes ist hier tatkräftige Unterstützung signalisiert worden“, freute sich Herburger. Bereits in der kommenden Woche würden die Gespräche fortgesetzt.

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