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Blum mit 50 Mio. Euro Umsatzplus im Wirtschaftsjahr 2017/2018

Die Blum-Gruppe kann im Wirtschaftsjahr 2017/2018 ein Umsatzplus von 2,8 Prozent verbuchen. Bereinigt um Währungseffekte betrug das Wachstum fünf Prozent.

Produkte und Services, die sich konsequent an den Kundenbedürfnissen orientieren, internationale Marktpräsenz, konsequente Investitionen weltweit und hohe Mitarbeiter-Flexibilität bringen Blum im Wirtschaftsjahr 2017/2018 ein neuerliches Umsatzplus.
© Blum Bilden seit 1. Juli 2018 die Blum-Geschäftsleitung (v. r.): die drei Geschäftsführer Martin Blum, Philipp Blum und Gerhard E. Blum mit Gerhard Humpeler und Urs Bolter.

Mit einer Umsatzsteigerung von 2,8 % gegenüber dem Vorjahr auf 1.839,42 Mio. Euro schließt der Beschlägehersteller Blum am 30. Juni das Geschäftsjahr 2017/2018 ab. Bereinigt um Währungseffekte betrug das Wachstum 5%. Seinen Umsatz erwirtschaftet Blum zu 48 % im EU-Raum und 15 % in den USA. Über 120 Länder beliefert der Beschlägespezialist heute weltweit und ist mit 30 Tochtergesellschaften bzw. Repräsentanzen international aktiv. Die Übergabe an die 3. Generation wurde mit 1. Juli 2019 fixiert.

Mitarbeiter als Basis des Erfolgs

„Die hohe Leistungsbereitschaft unserer weltweiten Mannschaft sowie die überaus gute Zusammenarbeit zwischen allen Abteilungen und Organisationen sind ein sehr wichtiger Erfolgsfaktor unseres Unternehmens“, unterstreicht Geschäftsführer Gerhard E. Blum die Bedeutung der Mitarbeiter. Weltweit arbeiteten im vergangenen Wirtschaftsjahr im Durchschnitt 7509 Personen beim Beschlägehersteller. Das entspricht einem Zuwachs von 368 Mitarbeitern gegenüber dem Vorjahr. Am 1. September dieses Jahres starten 94 neue Lehrlinge mit ihrer technischen Ausbildung in Österreich, darunter 15 Mädchen. In der Gruppe bildet Blum ab Herbst 361 Lehrlinge aus, 19 davon bei Blum USA.

Differenzierte Marktentwicklungen

In Westeuropa verzeichneten im Wirtschaftsjahr 2017/2018 die meisten Märkte eine Steigerung. Hervorzuheben ist die anhaltende Erholung der Absatzgebiete Südeuropas. Auch in Osteuropa hat sich die positive Entwicklung im vergangenen Wirtschaftsjahr fortgesetzt. Erfreulich war der kräftige Aufschwung des russischen Marktes. In Amerika, im pazifischen Raum und in Asien wirkte sich in den letzten zwölf Monaten der starke Euro negativ auf die Umsatzentwicklung aus. In Nord- und Südamerika führte dies zu einem Umsatzrückgang, obwohl die Umsatzzahlen in den jeweiligen Landeswährungen stiegen. In Asien, vor allem in Indien, China und Südostasien, hat das Wachstum trotz der negativen Währungseffekte angehalten.

Regionale und internationale Investitionen

In Vorarlberg konnte die erste Produktionshalle des neuen Stanzzentrums in Dornbirn – das Werk 8 – fertiggestellt werden, der Umzug hat bereits vor dem Betriebsurlaub begonnen. Zeitgleich wird das Hochregallager mit 11.600 Stellplätzen in Betrieb gehen. Die zweite Produktionshalle dieses Werks wird im April 2019 bezugsfertig sein. Das neue Verwaltungsgebäude im Werk 2 in Höchst wird zwischen September und Dezember dieses Jahres bezogen. Ein bedeutender Anteil der Investitionen fließt in die Verbesserung der weltweiten Marktorganisationen von Blum. So ist in Polen ein neues Hochregallager in Betrieb gegangen und in der Slowakei wurde ein Schauraum eröffnet. In Portugal ist die Erweiterung der Büro- und Lagerräume bis September 2018 abgeschlossen. Die Gesamtinvestitionen für die Blum-Gruppe beliefen sich im Wirtschaftsjahr 2017/2018 auf 216 Mio. Euro.

Verantwortung gegenüber Umwelt und Ressourcen

Blum ist ein sorgsamer Umgang mit Umwelt und Ressourcen wichtig. Deshalb investiert der Beschlägespezialist bereits seit Jahrzehnten in umweltschonende Maßnahmen. Seit Anfang 2018 bezieht Blum am Standort Österreich die gesamte Strommenge zu 100 % aus zertifizierter Wasserkraft. Mit dieser Maßnahme wird der Beschlägehersteller seine CO2-Emissionen in Österreich um deutlich mehr als ein Drittel senken. Gemeinsam mit anderen Unternehmen des Landes ist Blum in drei Umweltnetzwerken aktiv: im Klimaneutralitätsbündnis 2025, im Energieeffizienznetzwerk und im ‚Wirtschaft Mobil‘-Netzwerk. Für lokale Geschäftsfahrten stehen den Mitarbeitern inzwischen 13 E-Autos zur Verfügung. Als großer Arbeitgeber der Region hat Blum aber immer auch die Mobilität der Mitarbeiter im Auge. Umweltfreundliche Maßnahmen, wie z. B. der Vorarlberger Fahrradwettbewerb ‚Radius‘ werden vom Unternehmen aktiv unterstützt.

Abgestimmtes Leistungspaket: Produkte und Dienstleistungen

Für Blum ist die Eurocucina in Mailand, eine international sehr bedeutende Möbelmesse, ein wichtiger Gradmesser dafür, wie die Produkte des Beschlägespezialisten von den Möbelherstellern angenommen werden. Diesmal waren in Mailand auf den Messeständen der Kunden viele Neuprodukte zu finden, die Blum im Jahr zuvor auf der Leitmesse interzum in Köln vorgestellt hatte. Dazu zählen Expando T, das einzigartige Befestigungssystem für dünne Fronten in außergewöhnlichen Materialien für völlig neue Designmöglichkeiten im Möbelbau, und die neue Klappe Aventos HK top. Bei den Boxsystemen kommen die vielfältigen Differenzierungsmöglichkeiten zum Einsatz. Der Trend zu grifflosem Design ist nach wie vor sehr stark. Dafür hat Blum vier verschiedene Bewegungstechnologien – auf mechanischer oder elektrischer Basis. Alle Bewegungssysteme sind jeweils optimal auf die entsprechende Anwendung abgestimmt. Das Angebot an Dienstleistungen und Services wurde im vergangenen Wirtschaftsjahr ebenfalls deutlich erweitert, und bildet neben den Produkten einen sehr wichtigen Bestandteil des Blum-Leistungsangebotes.

Veränderung in der Unternehmensorganisation

Die Übergabe an die nächste Generation in der Julius Blum GmbH wird im laufenden Wirtschaftsjahr eingeleitet. Die Geschäftsführer Gerhard E. Blum, Philipp Blum und Martin Blum werden ab 1. Juli 2018 gemeinsam mit den langjährigen Mitarbeitern Urs Bolter (Geschäftsführer Blum International Consulting) und Gerhard Humpeler (Leiter Finanzen) das Unternehmen leiten. Die Geschäftsleitung und die Mitglieder des Führungskreises werden mit Beginn des Wirtschaftsjahres 2018/2019 in definierten Schritten die Verantwortungsbereiche von Gerhard E. Blum übernehmen. Dieser wird nach der Übergabe am 1.7.2019 gemeinsam mit seinem Bruder Herbert die Geschäftsführung der Holdinggesellschaft der Blum-Gruppe wahrnehmen.

Ausblick auf Wirtschaftsjahr 2018/2019

„Das neue Wirtschaftsjahr ist mit verhaltenem Optimismus geplant. Die weitere wirtschaftliche Entwicklung ist mit einigen Fragezeichen bzw. Unsicherheiten behaftet. Einerseits ist in Europa die Abwicklung des Brexits nach wie vor nicht geklärt und auch die Richtung, in die sich die EU bewegen soll. Andererseits beobachten wir mit großer Besorgnis die Zunahme nationaler Interessen, wie z.B. die gegenseitige Verhängung von Strafzöllen, genauso wie die Eskalation von Wirtschaftssanktionen“, gibt Gerhard E. Blum eine vorsichtige Einschätzung des neuen Wirtschaftsjahres.


Zahlen, Daten, Fakten per 30.6.2018

  • Umsatz weltweit: 1.839,42 Mio. Euro (+ 2,8 % zum Vorjahr)
  • Umsatzverteilung: EU 48 %, USA 15 %, andere Märkte 37 %
  • Mitarbeiter weltweit (per 30. 6. 2018): 7611 Mitarbeiter (+ 324 zum Vorjahr)
  • Mitarbeiter in Vorarlberg (per 30. 6. 2018): 5769 Mitarbeiter (+ 239 zum Vorjahr)
  • Lehrlinge (ab September 2018) in der Gruppe: 361 (davon 19 bei Blum USA);
  • ab 1. September 2018 94 neue Lehrlinge bei Blum in Vorarlberg, davon 15 Mädchen, und 6 ‚Neue‘ bei Blum USA
  • Investitionen: 216 Mio. Euro (davon 182,5 Mio. Euro in Vorarlberg)


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