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Bildungssystem: Richtungsweisender Beschluss

Kommentar von Hans Peter Metzler, Präsident der Wirtschaftskammer Vorarlberg

Künftig sind Meister und Ingenieure im Nationalen Qualifikationsrahmen auf dem Niveau eines Bachelors eingestuft, und das völlig zu Recht.
© moodboard/Corbis Künftig sind Meister und Ingenieure im Nationalen Qualifikationsrahmen auf dem Niveau eines Bachelors eingestuft, und das völlig zu Recht.

Die Durchlässigkeit des Bildungssystems ist nun in der Gewerbeordnung festgeschrieben. Damit sind wir wieder einen Schritt weiter, was die Vergleichbarkeit der Ausbildungen anlangt. Künftig sind Meister und Ingenieure im Nationalen Qualifikationsrahmen auf dem Niveau eines Bachelors eingestuft, und das völlig zu Recht.  Letztendlich geht es um die Sichtbarmachung von Qualifikationen. 

Das ist in einer Zeit, in der fast nur von Studium und Akademisierung gesprochen wird, ein wesentlicher Aspekt. Wenn Minister Mitterlehner jetzt meint, mehr Vorarlberger in ein Studium bringen zu wollen, verkennt er die regionalen Besonderheiten. Während Universitäten auch Leute ausbilden, die im Arbeitsmarkt nicht gebraucht werden, leiden Firmen unter dem Mangel an qualifizierten Fachkräften. In Vorarlberg bilden wir mit der höchsten Lehrlingsquote daher für den Bedarf aus, also Finger weg von Leuten, die sich für die berufliche Ausbildung entscheiden. Wir brauchen keinen „Akademisierungswahn“, um Kontingente des Wissenschaftsministeriums zu erfüllen.

Entscheidend ist nun die Gleichwertigkeit, also die Zuordnung auf gleichem Niveau. Eine solche Vergleichbarkeit der Ausbildungen soll uns dann auch letztlich zur angepeilten Durchlässigkeit im Bildungssystem bringen. Diese Entwicklung ist nicht mehr aufzuhalten und wird der beruflichen sowie dualen Ausbildung auch formal endlich den Platz im Bildungssystem zuweisen, den sie verdient. Bisher wurde sie stets unter ihrem Wert geschlagen.

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